Darf jetzt doch Tom Cruise in Deutschland einen Hitlerattentäter spielen?
Darf man einem Filmdreh (”Valkyrie”) zu einer historischen Gegebenheit (hier Hitler-Attentat am 20.Juli) die Drehgenehmigung an historischen Plätzen verweigern, nur weil einer der Hauptdarsteller Tom Cruise ist? - Sicher wenn man argumentiert, dass Tom Cruise einer der schlechtesten Schauspieler der Zeit ist (ist z.B. meine Meinung über ihn) und man wegen Dreharbeiten zu einem B-Movie nicht gewillt ist die erforderlichen Drehgenehmigungen zu erteilen -Punkt- Das wäre ein nachzuvollziehender Standpunkt, sich aber zu zieren, weil Herr Cruise Mitglied einer Science-Fiktion-Sekte ist wertet zum einen diese Sekte auf, zum anderen stärkt es Gegenargumentationen, wie wir sie jetzt hier finden. Und das Ende vom Lied hört sich so an:
als das traditionsreiche Studio Babelsberg nach wochenlangem Hin und Her die Unterzeichnung der Koproduktionsverträge verkündete. Drehstart für „Valkyrie“ ist nun am 19. Juli. Obendrauf wird der Streifen noch mit 4,8 Millionen Euro aus dem neuen Deutschen Filmförderfonds (DFFF) gefördert. Die staatliche Filmförderung habe damit wohl ein „Friedensangebot“ gemacht, frotzelt das amerikanische Magazin „Time“. Die deutsche Regierung mag Scientology verabscheuen, aber sie hasst auch transatlantische Spannungen, schrieb das Blatt weiter.
Letztlich scheint die deutsche Regierung nicht zu wissen, was sie will und dieses versucht sie leider -wie so oft- gewissenhaft-zwanghaft durchzusetzen. Klüger wäre es beim Nein mit obiger Argumentation zu bleiben oder einfach nichts zu sagen und die 4,8 Millionen Filmförderung zu sparen. Aber mit Bauernschläue kann man heutzutage wahrscheinlich kein öffentliches Amt ausüben…






