GeistesWelt

April 14, 2008

Congratulatione Silvio Berlusconi!

Filed under: Italien


Silvio macht Italia wieder zu Bella Italia!

Manchmal freut man sich richtig, dass es die deutsche Hetzpresse gibt! Besonders an solchen Tagen ist dies der Fall, an denen zB ein Silvio Berlusconi Wahlen in Italia gewinnt und sogar deutlich, in beiden Parlamenten, für sich gewinnt! Völlig entspannt wollte ich denn nun die deutschen Pressereaktionen genießen, sie mir auf der Zunge zergehen lassen, all den Geifer, den sie speien können, einfach nur dazu dienen lassen meiner Heiterkeit Auftrieb zu verschaffen!

Irgendwie war ich entäuscht! Völlig sachliche Berichte, ohne einen Funken Emotionen. Berlusconi gewinnt Wahlen - Punkt - Veltroni gesteht Niederlage ein - Punkt - Dritte Amtszeit für Berlusconi etc. pp. Man kann sich förmlich die eisige Stille in den Redaktionen von “Spiegel”, “Stern”, “Netzeitung” vorstellen. Ach was für jämmerliche Gestalten! Haben sich die Nägel von den Fingern geschrieben um seine Abwahl höhnisch und schadenfroh zu begleiten und jetzt dies!

Es folgt eine nahezu LIVE-Schaltung, die die Stimmung der Wähler eingefangen hat:


Hier noch die Originalfassung
des Liedes. “Presidente siamo con te” “Präsident sind wir mit dir!”

March 20, 2008

Juden verbitten sich Erleuchtung!

Filed under: Gesellschaft, Italien

Morgen beginnt Ostern, - das höchste Fest der Christen (1). Papst Benedikt der 16. änderte den Text der Karfreitagsfürbitte. Jetzt bahnt sich ein christlich/jüdischer Eklat an.

Der deutsche Papst Josef Ratzinger, genannt Benedikt der 16., läßt in der eigens ersonnenen Karfreitagsfürbitte folgendes beten:

„Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.“

Eigentlich für einen Christen doch normal, da er normalerweise für alles und jeden betet, dass er Christus (wie er) erkenne? Die öffentlichen Medienberichte schäumen aber über vor erregtem Geifer! Ein Rabbi Walter Homolka aus Berlin warf dem deutschen Papst vor: “Die Beziehungen zwischen katholischer Kirche und jüdischer Gemeinschaft stehen schlagartig vor einer Zerreißprobe wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.” Schon jetzt sei das Internet “voll von Kommentaren rechtskonservativer Katholiken, die sagten: “Wunderbar, jetzt haben wir endlich das Signal, Juden zu missionieren.”

Ich denke der Begriff “rechtskonservativer Katholik” ist doch hier ein wenig zu tendenziös und in der schwer unter dem Rechts/Linksdogmatismus leidenen Bundesrepublik schon fast diffamierend aufzufassen! Natürlich kommt jetzt der obligatorische Verweis auf das 3. Reich: Angesichts der “Schuld, die die katholische Kirche in ihrer Geschichte mit dem Judentum und zuletzt im Dritten Reich auf sich geladen hat”, sei die Form der lateinischen Karfreitagsfürbitte “völlig unangemessen”.

Klar wie die Medien reagieren, “Juden wie Katholiken” wären über das geplante Gebet “empört”, so wie “Fokus” mal wieder meint. Natürlich gespickt mit einem Verweis auf einen Artikel mit der dramatischen Überschrift “Papst verliert Rückhalt”! In der Einführung wird ordentlich nachgelegt “Die Deutschen sind unzufrieden mit Papst Benedikt XVI”, um dann schon mehr als in der Lächerlichkeit weiterzumachen: Besonders schlecht schnitt der Papst bei Konfessionslosen ab. Nur 30 Prozent waren mit seiner Arbeit zufrieden, 18 Prozent unzufrieden.

Aber immerhin 30 Prozent der Konfessionslosen waren mit Ratzinger als Papst zufrieden und lächerliche 18 Prozent unzufrieden! Nebenher ist es eigentlich ja auch egal, was Konfessionslose über einen katholischen Papst meinen. Treffenderweise waren sich nach dieser Studie auch die meisten Konfessionslosen darüber im Klaren. Denn mehr als 50% hatten wohl keine Meinung über den Papst oder wollten sie nicht äußern.

Aber die Tendenz in der Tagesberichterstattung ist klar: Ratzinger hat da wohl an einem Tabu gekratzt und soll nun “bestraft” werden. Der Fairness halber muß gesagt werden, dass dieses Karfreitagsgebet wirklich rhetorisch “verschärft” oder “präzisiert” worden ist. Denn in einer vorherigen Version lautete die Bitte zu Karfreitag:

„Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will…“

In vorherigen Versionen war nämlich auch die Rede von „Verblendung“ und „treulosen Juden“, bis dies Papst Paul VI. 1970 mit obigen Gebet änderte. In Ratzingers Version wird jedoch explizit auf Christus bezug genommen, der -in seiner christlichen Gestalt Jesus- für viele Juden nicht akzeptabel ist. Aber gerade ER stellt eben den Bezugspunkt des christlichen Glaubens dar! Warum sollte man IHN dann zu SEINEM Fest verleugnen oder dezent verschweigen wollen? So wie vielleicht Weihnachten die Geburt eines muslimischen Propheten sein wird und Ostern … irgendetwas mit Hasen, die bemalte Eier bringen?

Ich finde es da schon vernünftiger klar zu sagen was man denkt, würde aber noch die Fürbitte in wie folgt ergänzen:

„Lasst uns auch beten für die Juden und Muslime, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

Sicher würde dann der Vorfall nicht nur für Sturm in Wasserglas der deutschen Einheitspresse taugen, sondern … irgendetwas … würde brennen! Wahrscheinlich wäre dann der Papst für die, die sich immer die Zeitungsartikel ausdenken, ein richtiger Nazi… obwohl er nur verlauten läßt, was auch Inhalt oder eben der Inhalt des Neuen Testaments ist. Verrückte Zeiten?

(1) Für alle die sonst meinen, das höchste Fest der Christenheit wäre Weihnachten. ;)

February 21, 2007

Italiens Ministerpräsident Prodi tritt zurück!

Filed under: Weltpolitik, Italien

- Wieder italienische Verhältnisse in Italien! -
Gerade eben kam über den Newsticker, dass Italiens Ministerpräsident Prodi überraschend zurückgetreten ist! Als Grund gilt eine Abstimmungsniederlage im italienischen Senat, in dem Abweichler aus den eignen Reihen Prodis Mitte-Links-Regierung die Zustimmung in der weiteren Afghanistanpolitik versagten. Die Demission wurde von Staatspräsident Giorgio Napolitano angenommen, der am Donnerstag Beratungen über das weitere Vorgehen plant. Neuwahlen in Italien werden zZ. noch nicht ausgeschlossen.

In seiner politischen Karriere ist dies der dritte Rücktritt Prodis vom Amt des Regierungschefs. Im Oktober 1998 hatte der seit Mai 1996 amtierende Prodi das Handtuch werfen müssen, weil ihm die Altkommunisten im Streit um das Haushaltsgesetz das Vertrauen entzogen hatten. Die Regierungskrise dauerte nur eine Woche, danach konnte Prodi sein zweites Kabinett bilden, das ein Jahr im Amt blieb. Im Oktober 1998 kam es erneut zu Streit mit den Altkommunisten über die Rentenreform. Prodi musste zurücktreten und wurde durch den Linksdemokraten Massimo D’Alema ersetzt. -Anscheinend hat Prodi immer wieder denselben falschen Koalitionspartner genommen. Zeugt nicht von politischer Klugheit!

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