GeistesWelt

April 8, 2009

Berlusconis Campingtripp in den Abruzzen

Filed under: Italien

In den Abruzzen in Italien gab es ein Erdbeben, bei dem die Menschen dort obdachlos wurden. Der Presidente Berlusconi besuchte nun die provisorische Zeltstadt und leistete sich - nach eigentlich nur deutschen Medienberichten - einen “fürchterlichen Fauxpas”. Er soll die Situation mit einem Campingurlaub “gleichgesetzt” haben.

Die Massenmedien in Deutschland quellen über von Empörungsschlagzeilen a la “Staatsschädigendes Verhalten” (”Tagesspiegel”), “Berlusconi-Vergleich empört Erdbeben-Opfer” (”Zeit”) und “Bild.de” schreibt darüber Fassungslosigkeit in Italien: Nach der Erdbeben-Katastrophe in den Abruzzen sorgt ein Kommentar von Silvio Berlusconi für Aufregung. In den Kommentarspalten - wie bestellt - üble, deutsche Pöbler, die zu faul sind mal ein wenig über den ideologisch sehr überschaubaren Horizont ihrer deutschen Medien zu schauen. Würden sie dass, so würden sie merken, dass die “Zeit” zwar von empörten Erdbeben-Opfern in ihrer Überschrift schreibt, im Kontext aber mit keiner Silbe darauf eingeht. Ähnlich “bild.de”, wo es keine Erläuterung zu der “Aufregung”, die Silvio Berlusconis Kommentar in Italien selber ausgelöst haben soll, gab.

Das sollte doch stutzig machen? Also geschaut bei GoogleNews Italia und da fand sich nichts derartiges wie in Deutschland, wobei der Verfasser Italienisch nur grob oberflächlich versteht. Also noch mal in den englischen News geschaut und da gab es nur sehr wenige Artikel, die dieses “Event” überhaupt aufgegriffen haben. Fielen jetzt die deutschen Massenmedien einer “Ente” zum Opfer oder betrieben sie mal wieder mutwillig Hetzkampagnen gegen politisch unliebsame Menschen? Wir werden später sehen, hätte ein Herr Obama dieselben Worte wie der Presidente Berlusconi gebraucht, dann fänden die deutschen Medienschaffenden das bestimmt “cool” oder “locker”, aber bestimmt nicht “autobahn” wie jetzt.

Was hat eigentlich Berlusconi genau gesagt. Er machte seine Aussage gegenüber einem Team von N-TV, also zitieren wir mal die Ursprungsquelle:

Den in Zeltlagern untergebrachten Menschen fehle es an nichts, sagte er bei einem Besuch in einer der Sammelstellen nach dem Abruzzen-Erdbeben gegenüber n-tv. Sie hätten warmes Essen, Decken für die Nacht und medizinische Versorgung. “Natürlich” sei ihre Unterbringung “absolut provisorisch, aber man muss es eben nehmen wie ein Campingwochenende”.

Wo ist jetzt das Problem? Sollte Berlusconi jetzt wie Bundeskanzlerin Merkel bei dem Massaker im deutschen Winnenden sich vor die Medien stellen und rumheulen wie “entsetzt” “bestürzt” und “fassungslos” man wäre? Strahlen doch Berlusconis Worte eine gewisse Art von Aufbruchsstimmung aus, zu dem die Tränensusen aus Deutschland noch nicht einmal fähig wären, selbst wenn sie wollten. Kein Wunder, dass nur dort sich Journalisten berufsmäßig und Leser - aus Zeitvertreib - über soetwas aufregen können.

February 16, 2009

Sicherheit: Berlusconi plant Bürgerwehren gegen Ausländergewalt

Filed under: Italien

Ausländergewalt in Italien! Nach einer Reihe brutaler Vergewaltigungen zieht Präsidente Berlusconi die Reißleine und will seinen Bürgern das Recht zurückgeben sich selber in Bürgerwehren zu verteidigen. Wie erwartet reagieren öffentliche Medien hysterisch. Warum aber eigentlich?

Das Problem ist überall eigentlich gleich! Keiner braucht die Polizei, außer in den seltenen Fällen, wenn er sie mal dringend bräuchte. Dann aber ist sie meistens nie da. Im Falle von Ausländerkriminalität steht sie sogar oft hilflos vor dem Täter, lieber nichts machend als in den Verdacht der Ausländerfeindlichkeit zu geraten.

Denn Ausländerkriminalität ist kein Thema in Deutschland. Da macht die Presse gerne mit und wird so zum Komplizen der Täter und der wegschauenden Polizei. Keiner berichtet über die Frauen, die jeden Tag, häufig von Muslimen, überfallen und vergewaltigt werden. So kommt es, dass besonders brutale und abscheuliche Verbrechen dann als “Einzelfall” serviert werden. Jedoch ist klar: das ist nur die Spitze des Eisberges des täglichen Horrors in Deutschland und allen muslimisch erschlossenen Gebieten Europas. Ganze Stadtviertel werden zu No-Go-Areas oder verwandeln sich wie in H. G. Wells’s “Zeitmaschine” zu Gebieten, die man Nachts wegen den Morlocks nicht mehr betreten kann.

Die Antwort auf einen überforderten Rechtsstaat auf überbordende Gewaltkriminalität müßte eigentlich heißen den Bürger selber als “first line of defense” zu sehen und ihn bewaffnet für seine eigene Sicherheit und die seiner Gruppe sorgen zu lassen.

Sicher ist aber, dass ein weitgehend selbstständiger, wehrhafter Bürger dem Staat und gewissen politischen Kreisen ein Dorn im Auge wär. Deshalb auch das Pressegeschrei gegen die Initiative des Präsidente. Übrigens nebenbei, was alles in Europa möglich ist: In Tschechien werden Sexualtäter schon zwangskastriert. Aber auch hier ein “Aufschrei der Empörung” bei allen sozialistischen Politikern. Statt dessen Probleme, die keiner lösen will, sondern durch Dauerbequatschen zur eigenen Daseinslegitimierung benutzen. Das ist es eigentlich.

February 2, 2009

Ratzinger der böhse Onkel?

Filed under: Italien

Frank Ochmann schreibt im Stern über den “deutschen” Papst Joseph Ratzinger alias Benedikt XVI in dem Kommentar “Der entzauberte Papst”:

Vor knapp vier Jahren waren wir Papst - und stolz. Heute sind wir ernüchtert - und das zu Recht. Denn nach seinen jüngsten Aktionen dürfte auch dem letzten Wohlmeinenden klar sein…

Frank Ochmann scheint einer der Leute zu sein, die es nur im Plural gibt. Heute sind wir alle ernüchtert? Alle? Ochmann ergeht sich in weinerlichem Kitsch über ein Papstbild, das einst wie Gerhard Schröder (!) die Massen zu bezaubern schien und jetzt oh Gott so tief gefallen sei:

Selbst in Benedikt XVI. steckt nur der alte Josef Ratzinger. Und der hat mit einer liberalen Kirche nicht viel am Hut.

Warum muß es eigentlich gewissen Herren immer nach deren Meinung gehen? Frank Ochmann ist sicher kein Katholik. Er hat sogar so viel Ahnung, dass er hier falsch Josef anstatt Joseph schreibt. Ähnlich dreist wie etliche andere “Kommentatoren” in der deutschen Qualitätspresse und erst recht die Freunde vom “Zentralrat der Juden”!

Benedikt XVI ist Oberhaupt der Katholischen Kirche, die Deutschland in keiner Weise Rechenschaft schuldig ist. Ebenso ist dieser rehabilitierte Bischoff, der angeblich den Holocaust geleugnet haben soll Engländer! Ist doch irgendwie komisch sich mal vorzustellen: Seine Väter haben den Krieg gegen die Krauts gewonnen, damit diese später mal meinen ihm den Mund verbieten zu können? Ich finde das ist ein sehr interessanter Gesichtspunkt! Und dann diese aufgeblasene Selbstüberschätzung! Der Katholischen Kirche können die “liberalen Christen” in Deutschland tendenziell egal sein, da diese eh sich kaum vermehren oder früher oder später islamisiert werden. Die Musik spielt hier in Übersee und die Katholiken in 200 Jahren werden Brasilianer oder Afrikaner sein. Die Katholische Kirche denkt in solchen Zeitabschnitten und mich stimmt es positiv, dass bekennende Schröderanhänger wie Ochmann (wahrscheinlich auch Obama-Fan, sind ja alle gleich gestrickt) sich an diesem Papst stören.

December 23, 2008

Benedikt XIV entsetzt Homos!

Filed under: Italien

Papst Benedikt sorgte für vorweihnachtlichen Wirbel in der Empörungsindustrie: Die Schöpfung sei hetero und wer die Regenwälder schützen will, sollte auch dafür sorgen, dass sich die Menschheit durch Homosexualität nicht selber zerstöre. Volker Beck (Berufsschwuler und Grüner) sprach von “hetzerischen Worten” des Papstes. Lustig ist es allemal! Vielleicht ist das frühere “Ketzerische” zu Zeiten der absoluten Machtfülle des Katholizismus in Europa jetzt zu dem “Hetzerischen” der politisch Korrekten geworden?

“SZ”-Artikel zu diesem Thema und die Rede des Papstes im Wortlaut und dann die Pressemitteilung von Volker Beck. Für die, die gerne das Original lesen.

April 14, 2008

Congratulatione Silvio Berlusconi!

Filed under: Italien


Silvio macht Italia wieder zu Bella Italia!

Manchmal freut man sich richtig, dass es die deutsche Hetzpresse gibt! Besonders an solchen Tagen ist dies der Fall, an denen zB ein Silvio Berlusconi Wahlen in Italia gewinnt und sogar deutlich, in beiden Parlamenten, für sich gewinnt! Völlig entspannt wollte ich denn nun die deutschen Pressereaktionen genießen, sie mir auf der Zunge zergehen lassen, all den Geifer, den sie speien können, einfach nur dazu dienen lassen meiner Heiterkeit Auftrieb zu verschaffen!

Irgendwie war ich entäuscht! Völlig sachliche Berichte, ohne einen Funken Emotionen. Berlusconi gewinnt Wahlen - Punkt - Veltroni gesteht Niederlage ein - Punkt - Dritte Amtszeit für Berlusconi etc. pp. Man kann sich förmlich die eisige Stille in den Redaktionen von “Spiegel”, “Stern”, “Netzeitung” vorstellen. Ach was für jämmerliche Gestalten! Haben sich die Nägel von den Fingern geschrieben um seine Abwahl höhnisch und schadenfroh zu begleiten und jetzt dies!

Es folgt eine nahezu LIVE-Schaltung, die die Stimmung der Wähler eingefangen hat:


Hier noch die Originalfassung
des Liedes. “Presidente siamo con te” “Präsident sind wir mit dir!”

March 20, 2008

Juden verbitten sich Erleuchtung!

Filed under: Gesellschaft, Italien

Morgen beginnt Ostern, - das höchste Fest der Christen (1). Papst Benedikt der 16. änderte den Text der Karfreitagsfürbitte. Jetzt bahnt sich ein christlich/jüdischer Eklat an.

Der deutsche Papst Josef Ratzinger, genannt Benedikt der 16., läßt in der eigens ersonnenen Karfreitagsfürbitte folgendes beten:

„Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.“

Eigentlich für einen Christen doch normal, da er normalerweise für alles und jeden betet, dass er Christus (wie er) erkenne? Die öffentlichen Medienberichte schäumen aber über vor erregtem Geifer! Ein Rabbi Walter Homolka aus Berlin warf dem deutschen Papst vor: “Die Beziehungen zwischen katholischer Kirche und jüdischer Gemeinschaft stehen schlagartig vor einer Zerreißprobe wie schon seit Jahrzehnten nicht mehr.” Schon jetzt sei das Internet “voll von Kommentaren rechtskonservativer Katholiken, die sagten: “Wunderbar, jetzt haben wir endlich das Signal, Juden zu missionieren.”

Ich denke der Begriff “rechtskonservativer Katholik” ist doch hier ein wenig zu tendenziös und in der schwer unter dem Rechts/Linksdogmatismus leidenen Bundesrepublik schon fast diffamierend aufzufassen! Natürlich kommt jetzt der obligatorische Verweis auf das 3. Reich: Angesichts der “Schuld, die die katholische Kirche in ihrer Geschichte mit dem Judentum und zuletzt im Dritten Reich auf sich geladen hat”, sei die Form der lateinischen Karfreitagsfürbitte “völlig unangemessen”.

Klar wie die Medien reagieren, “Juden wie Katholiken” wären über das geplante Gebet “empört”, so wie “Fokus” mal wieder meint. Natürlich gespickt mit einem Verweis auf einen Artikel mit der dramatischen Überschrift “Papst verliert Rückhalt”! In der Einführung wird ordentlich nachgelegt “Die Deutschen sind unzufrieden mit Papst Benedikt XVI”, um dann schon mehr als in der Lächerlichkeit weiterzumachen: Besonders schlecht schnitt der Papst bei Konfessionslosen ab. Nur 30 Prozent waren mit seiner Arbeit zufrieden, 18 Prozent unzufrieden.

Aber immerhin 30 Prozent der Konfessionslosen waren mit Ratzinger als Papst zufrieden und lächerliche 18 Prozent unzufrieden! Nebenher ist es eigentlich ja auch egal, was Konfessionslose über einen katholischen Papst meinen. Treffenderweise waren sich nach dieser Studie auch die meisten Konfessionslosen darüber im Klaren. Denn mehr als 50% hatten wohl keine Meinung über den Papst oder wollten sie nicht äußern.

Aber die Tendenz in der Tagesberichterstattung ist klar: Ratzinger hat da wohl an einem Tabu gekratzt und soll nun “bestraft” werden. Der Fairness halber muß gesagt werden, dass dieses Karfreitagsgebet wirklich rhetorisch “verschärft” oder “präzisiert” worden ist. Denn in einer vorherigen Version lautete die Bitte zu Karfreitag:

„Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will…“

In vorherigen Versionen war nämlich auch die Rede von „Verblendung“ und „treulosen Juden“, bis dies Papst Paul VI. 1970 mit obigen Gebet änderte. In Ratzingers Version wird jedoch explizit auf Christus bezug genommen, der -in seiner christlichen Gestalt Jesus- für viele Juden nicht akzeptabel ist. Aber gerade ER stellt eben den Bezugspunkt des christlichen Glaubens dar! Warum sollte man IHN dann zu SEINEM Fest verleugnen oder dezent verschweigen wollen? So wie vielleicht Weihnachten die Geburt eines muslimischen Propheten sein wird und Ostern … irgendetwas mit Hasen, die bemalte Eier bringen?

Ich finde es da schon vernünftiger klar zu sagen was man denkt, würde aber noch die Fürbitte in wie folgt ergänzen:

„Lasst uns auch beten für die Juden und Muslime, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

Sicher würde dann der Vorfall nicht nur für Sturm in Wasserglas der deutschen Einheitspresse taugen, sondern … irgendetwas … würde brennen! Wahrscheinlich wäre dann der Papst für die, die sich immer die Zeitungsartikel ausdenken, ein richtiger Nazi… obwohl er nur verlauten läßt, was auch Inhalt oder eben der Inhalt des Neuen Testaments ist. Verrückte Zeiten?

(1) Für alle die sonst meinen, das höchste Fest der Christenheit wäre Weihnachten. ;)

February 21, 2007

Italiens Ministerpräsident Prodi tritt zurück!

Filed under: Weltpolitik, Italien

- Wieder italienische Verhältnisse in Italien! -
Gerade eben kam über den Newsticker, dass Italiens Ministerpräsident Prodi überraschend zurückgetreten ist! Als Grund gilt eine Abstimmungsniederlage im italienischen Senat, in dem Abweichler aus den eignen Reihen Prodis Mitte-Links-Regierung die Zustimmung in der weiteren Afghanistanpolitik versagten. Die Demission wurde von Staatspräsident Giorgio Napolitano angenommen, der am Donnerstag Beratungen über das weitere Vorgehen plant. Neuwahlen in Italien werden zZ. noch nicht ausgeschlossen.

In seiner politischen Karriere ist dies der dritte Rücktritt Prodis vom Amt des Regierungschefs. Im Oktober 1998 hatte der seit Mai 1996 amtierende Prodi das Handtuch werfen müssen, weil ihm die Altkommunisten im Streit um das Haushaltsgesetz das Vertrauen entzogen hatten. Die Regierungskrise dauerte nur eine Woche, danach konnte Prodi sein zweites Kabinett bilden, das ein Jahr im Amt blieb. Im Oktober 1998 kam es erneut zu Streit mit den Altkommunisten über die Rentenreform. Prodi musste zurücktreten und wurde durch den Linksdemokraten Massimo D’Alema ersetzt. -Anscheinend hat Prodi immer wieder denselben falschen Koalitionspartner genommen. Zeugt nicht von politischer Klugheit!

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