GeistesWelt

May 8, 2008

Waldarchiv.de und das erfundene Waldsterben

Filed under: Gesundheit

Der Ökokonzern „Greenpeace“ fiel schon in der Vergangenheit durch zweifelhafte Aktionen auf, bei denen er vorgab auf drohende Umweltzerstörungen aufmerksam machen zu wollen. Im Laufe der Zeit entwickelte sich das gut klingende Konzept zu einer Geschäftsidee und der Konzern deckte seitdem mit Protestaktionen nahezu das gesamte Spektrum der Ökologie ab. Dass dabei häufig die Botschaft mehr im Vordergrund steht als der reale oder vorgegebene Missstand wird von „Greenpeace“-Kritikern in letzter Zeit immer häufiger bemerkt. Es lohnt sich der Lobby-Organisation einmal mehr auf die Finger zu schauen.

In der neu initiierten Netzseite “www.waldarchiv.de” geht es “Greenpeace” um den “deutschen Wald”. Betrieben wird die Netzseite “Waldarchiv” von der “Greenpeace”-nahen “Gesellschaft für ökologische Forschung e.V”. In einer Pressemitteilung des Konzernes teilt die “Greenpeace”-Mitarbeiterin Antonia Berndt folgendes mit:

Auf den Internetseiten des Waldarchivs sind ab Dienstag Vergleichsbilder einer weltweit einzigartigen Fotodokumentation zu sehen. Initiiert und unterstützt von Greenpeace fotografiert die Gesellschaft für ökologische Forschung seit 1987 Wälder und Einzelbäume. Anhand dieser langjährigen Dokumentation sind Veränderungen der Bäume deutlich zu erkennen: Viele sind von Klimawandel und Luftverschmutzung gezeichnet, die Biodiversität ist bedroht.

“Greenpeace”-Meldungen sind so aufgebaut, dass es am Anfang sich so anhört, als würde die Organisation mit harten Fakten hantieren. Dann kommen aber Passagen, die einem erhebliche Zweifel aufkommen lassen, wie zum Beispiel behauptet wird, die Bäume seien gestresst, labil und empfindlich. Was natürlich absolutes Laiendenken ist. Bzw. Denken, welches für Laien verfänglich wirkt, da es Bäumen denselben willkürlichen Kriterien unterwirft, denen sich freiwillig auch Menschen mit psychosomatischen Erkrankungen unterwerfen. Diese Menschengruppe stellt wahrscheinlich eine bedeutende Zielgruppe des Aktionismus von „Greenpeace“ dar und wird folgerichtig auch gezielt angesprochen.

Hauptaufgabe der Aktion ist aber zu verdeutlichen, dass es ein Waldsterben gäbe. Das Konzept des Waldsterbens wurde in den 80′er von Umweltschutzgruppen erfunden und behauptete der „deutsche Wald“ würde aufgrund von Industrieverschmutzung absterben. Geht man heute Jahrzehnte später durch die Wälder ist aber immer noch alles grün und die Vögel singen ein munteres Lied. Das alles trotz Panikmache und der von diesen Gruppen erzeugten Weltuntergangsstimmung!

Jetzt soll die Netzseite „Waldarchiv“ dennoch oder zum Trotz dokumentieren, dass der deutsche Wald stürbe. Schaut man sich diese Seite näher an, so sieht man Bilder vom selben Abschnitt eines Waldes, die über mehrere Jahre hinweg gemacht worden sind. Am Ende ist der Wald stets karg, die Stümpfe abgebrochen und alles sieht „total grausam“ aus. Das weitere soll sich der Leser denken, der wahrscheinlich immer noch an die „gestressten“, „labilen“ und „empfindlichen“ Bäume denken mag und Wut in ihm hochkochen soll.

Emotionen schützen vor dem Denken, deshalb sind die Aktionen von Greenpeace stets stark emotional. Schaut man sich die Bilderauswahl genauer an, dann aber fällt auf, dass alle abgebildeten Waldabschnitte an Hängen sind, die wahrscheinlich sehr stark von den Herbststürmen mitgenommen werden müssen. “Greenpeace” fotografierte also hier Sturmschneisen und führt sie als vermeintliche Beweise für ein Waldsterben an. Sturmschneisen sind etwas vollkommen natürliches, können aber durch die heute populären Monokulturpflanzungen begünstigt werden. Sie sind aber trotzdem eigentlich vollkommen egal, da der Wald in diesen Schneisen dann wieder nachwächst. Sturmschneisen sind sozusagen der natürliche Förster eines Waldes, der Bäume rausreisst, wenn diese zu alt werden oder eben Monokulturen bilden, und es gab sie solange es Wälder auf der Erde gab.

Erstaunlich wie „Greenpeace“ hier aus natürlichen Vorgängen sich ein pathologisches Weltbild zimmert um seinem alarmistischem Bedürfnis weiter Nahrung zu geben. Selbstverständlich können Sie für diese Aktion auch spenden, vorausgesetzt wie wollen auch weiterhin von den gutklingenden Gruselgeschichten von “Greenpeace” unterhalten werden.

May 6, 2008

Jugendliche in Deutschland: Saufen oder Totmalochen!

Filed under: Gesellschaft, Gesundheit

Die Bundesregierung läßt verlauten, dass Jugendliche zwar weniger rauchen, aber dafür wird mehr gesoffen. O-Ton der Pressenachricht der Regierung:

Studien zufolge ging der gelegentliche Alkoholkonsum bei Schülerinnen und Schülern gegenüber 2003 leicht zurück. Der Konsum von Alkopops sei sogar drastisch gesunken. Die Menge des konsumierten Alkohols bei Kindern und Jugendlichen sei jedoch stark angestiegen. Auch das so genannte “Binge Drinking” (etwa: Trinken bis zur Bewusstlosigkeit oder Koma-Trinken) habe bei Jugendlichen stark zugenommen. Während 2005 noch 20 Prozent der Jugendlichen ein Mal im letzten Monat “gebingt” hatten, seien es 2007 schon 26 Prozent gewesen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen 10- bis 20-Jähriger wegen Alkoholvergiftung habe sich von 2000 bis 2006 mehr als verdoppelt.

Es wird also weniger, aber dafür um so heftiger getrunken! Es sieht doch wirklich so aus, dass die Jugendlichen A) für Zigaretten einfach kein Geld mehr haben, B) Alkopops sind auch relativ teuer, während man “Komatrinken” recht gut mit billigen Schnapps betreiben kann. Ich denke nicht, dass es jetzt Schuld der Sittenlosigkeit der Jugendlichen ist, derart zu trinken, sondern einfach deren Perspektivlosigkeit. Zum einen können sie Leistungsempfänger des Sozialstaates werden und Klientel für die Roten werden. Da wird man moralisch so verbogen, dass es von Vorteil ist mit Alkohol vertraut zu sein. Zum anderen können sie arbeiten und dann werden sie eine moderne Art von Arbeitssklave. Zum einen zahlen sie dann das Klientel der Roten und dann auch noch füttern sie das Klientel der Schwarzen, die Rentner, durch. Wenn sich einer fragt, warum auch Konservatismus in Deutschland eine sozialistische Ausprägung hat, dem sei geantwortet: damit sich die Rentner nicht selber den grünen Ast absägen, auf dem sie sitzen, auch wenn er sich noch so biegen mag.

Was ich sagen will: die Jugendlichen haben per se schlechtere Chancen als vor 20 Jahren. Sie zahlen mehr für die ältere Generation und kommen auch durch die Inflation für die Schulden der jetzigen Generation auf. Kurzum: sie arbeiten mehr und bekommen weniger oder werden an den Rand gestellt.

Die Fleischtöpfe der Alten werden aber mit Argusaugen bewacht. Auch moderate oder Nichterhöhungen der Rente täuschen nur darüber hinweg, dass sie insgesamt noch zu hoch sind. Es wird dann kurz angebunden gesagt “das sei ja nicht sozial”, was eigentlich nur ein Totschlagargument ist. Ist es sozial, dass eine kleine Gruppe mehr arbeiten muß als eine breite Rentnerpopulation, die sich übrigens immer weniger aus den heroisierten Deutschlandwiederaufbauern bildet, sondern immer mehr von Alt-68′ern, die kaum durch Leistungen auffielen, und eigentlich zu der Generation zählten, die nur möglichst schnell in Frührente kommen wollte?

In einem sozialen System wird gerecht das aufgeteilt, was eingezahlt wird. Wenn jetzt durch weniger Einzahler auch weniger Geld reinkommt, so muß dann auch weniger Geld ausgezahlt werden! Alles andere wäre eine moderne Form des Absolutismus oder vergleichbar mit der Rolle des französischen Adels vor der französischen Revolution. Meines Erachtens sollte die Bundesregierung froh sein, dass die Jugendlichen nur saufen und immer weniger gebildet sind? Aus Sicht der Regierenden und deren Klientel ist das besser, als dass sie auf die Barrikaden gingen.

March 22, 2008

Warum “Deutsche” immer dümmer werden?

Filed under: Gesundheit

Eben gelesen:

Von Zuwanderung aus dem Ausland dagegen hat Deutschland nichts, weil die Intelligenteren nicht kommen wollen - man denke an die indischen Computerexperten, die mit Greencards gelockt wurden, sie aber verschmähten. Das Hauptzuwandererland Türkei schneide im internationalen Intelligenzvergleich unterdurchschnittlich ab, weiß der Intelligenzforscher. Anders als die USA, Kanada und Australien, die gezielt nach den Besten suchen, hat Deutschland das bisher versäumt.

Wenn das schon der Intelligenzforscher Siegfried Lehrl eingestehen muß? Ein weiteres Indiz dafür wer sich in Deutschland wem anpasst! Aber wer wird was unternehmen? Kein Einwanderungsstop für die “im internationalen Intelligenzvergleich” unterdurchschnittlichen Türken, was sicherlich das probateste Mittel wäre? Außerdem eine adäquate Reaktion auf die Unverschämtheiten der letzten Zeit aus dem türkisch besetztem Byzanz. Aber eher wird in einem hinterletzten Dorf von Deutschland eine Henne Shakespeare zititeren, als so etwas! Eher als das zitieren natürlich deutsche Politiker Shakespeare, wie zum Beispiel in etwa so:

“Ach, deine Augen droh`n mir mehr Gefahr als zwanzig ihrer Schwerter. Blickst du mich aber freundlich an, so bin ich gegen ihre Rachsucht gestählt. […] Durch ihren Hass zu sterben wäre mir jedoch besser, als ohne deine Liebe ein verhaßtes Leben weiterzuleben.” [1] - 2. Akt, 2. Szene 71-73 / Romeo und Julia

Islamophilie ist ja so eine schwere, schwere Krankheit …

February 29, 2008

Psychiater fand heraus: Gutmenschen sind psychisch krank!

Filed under: Gesellschaft, Gesundheit

Dr. Lyle Rossiter ist amerikanischer Psychiater und er hält “Liberals” zu psychisch krank. “Liberals” ist eine Bezeichnung von Leuten, die im Deutschen vergleichbar mit dem “Gutmenschen” sind. Der “Nonkonformist” faßt Rossiters Thesen in wie folgt zusammen:

Ein Gutmensch ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Gutmenschen verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt zum Bösen in Menschengestalt erklären. Gutmenschen verhalten sich dabei wie die Gefolgsleute von Führern wie Hitler oder Stalin, nur daß sie nicht einer einzigen Person hinterherlaufen, sondern einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind aufzugeben. Gutmenschen sind dabei auch durchaus pathologisch und folgen alle den Idealen ihrer fixen Idee, welche sie als ihre eigene Meinung ausgeben. Wenn Gutmenschen die Möglichkeit erhalten, sind die gegenüber ihren Gegnern weitaus totalitärer als das, was sie vorgeben zu bekämpfen.

Sicher ist es falsch, die vielen wirklich psychisch Kranken durch den Vergleich mit den so genannten Gutmenschen herabzusetzen. Dadurch, dass der “Gutmensch” eigentlich den Durchschittstypen repräsentiert kann man auch nicht -per Definition- eine psychische Abnormalität feststellen. Auch das Perverseste wird als normal angesehen, wenn es tagtäglich und wie selbstverständlich angewandt wird. So in Diktaturen wie der DDR, in der es normal war seine Mitmenschen an eine “Staatssicherheit” zu verraten. So auch im modernen “Gutmenschentum” der Bundesrepublik, mit dem die Anzahl derer, die anonyme Anzeigen beim Finanzamt als Akt der selbst erhöhenden, moralischen Adelung ansehen, stetig steigt und Unverständnis bis Aggressivität gegenüber Ansichten entwickeln, die in ihrem Gebaren nicht viel mehr als Denunziantentum erblicken können.

Der typische Nazi der 30′er des letzten Jahrhunders war ebenfalls ein Durchschnittstyp. Er gebrauchte ebenfalls seine Ideologie wie der “Gutmensch” heute zur persönlichen Selbsterhöhung. Um die Sache geht es beiden eigentlich nie. Es geht darum, dass sie selber “die richtige Sache” vertreten, egal wie sie nun ausschauen mag. Andere Meinungen werden aus dem Grunde “lebensbedrohlich” für diese Art Mensch, weil sie sein Selbstwertgefühl direkt herabsetzten. Wer sein erhöhtes Selbstgefühl aus konstruierten Werten wie “Rasse” oder “linker Gesinnung” bezieht muß eben diese “Werte” mit aller Gewalt verteidigen.

Der Gutmensch ist nichts Exotisches. Auch wenn dieser Gedanke seinen Narzissmus gut und gerne nähren würde. Er ist einfach ein Durchschnittsmensch, der die natürlichen Begrenztheiten seiner Person und seine Entbehrlichkeit durch kollektives Erleben zu umgehen versucht. In den 30′er brüllte er deshalb am lautesten mit. In der DDR verriet er wie selbstverständlich “Republikflüchtige” und in der BRD pflegt er sich zu einem kollektiven Sozialismus hin zu “emanzipieren”. Eine Gesellschaft, die solche Leute nicht durch harte Arbeit beschäftigen kann, wird scheitern! In den 30′er war es die Wirtschaftskrise, die solchen Leuten viel Zeit zum Unheil gab. In der DDR war es das System und in der BRD der Wohlstand.

December 25, 2007

Weihnachtlicher Kollateralschaden in Heppenheim

Filed under: Gesundheit

In einem Land in dem eine 100%ige Sicherheit erstrebenswert sein soll, wird eigentlich nicht über die Opfer dieser Sicherheit selber nachgedacht.

Ein als “depressiv” geltender 66-jähriger Mann wurde Heiligabend im südhessischen Heppenheim durch Mitglieder eines “Spezialkommandos” der staatlichen Sicherheitsorgane erschossen. “Gegen 23.45 Uhr griffen die Spezialisten zu”, wie die “Netzeitung” schreibt, der Mann verstarb noch am Ort des Geschehens. Die öffentliche Darstellung des Falles sprach von “Notwehr”, der 66-jährige Mann wäre “mit Messern” auf die Beamten losgegangen, daraufhin soll der tötliche Schuß gefallen sein.

Wie fassen zusammen: alter Mann, 66 Jahre, geht mit primitiven Stichwaffen auf Mitglieder eines “Spezialkommandos” los. Dieses gibt vor ihn dann aus “Notwehr” erschossen zu haben. Kein Schuß ins Bein, keine Entwaffnung des Täters (wozu ein “Spezialkommando eigentlich fähig sein sollte), sondern nur ein tötlicher Schuß. Niemand wird Fragen stellen, ob dies “verhältnismäßig” war, einer deckt den anderen und keiner will sich die “Weihnachtsstimmung” verderben lassen.

Deutschland 2007, in dem sich die staatliche Presse auch nicht entblödet von einem “Depressiven” zu sprechen, wobei augenscheinlich ist, dass bei dem Mann eher eine psychotische Episode im Vordergrund stand. Aber in wie weit geht es hier um Aufklärung?

November 28, 2007

Christian Fiala: Arzt gegen Leben und demokratische Grundrechte?

Filed under: Gesundheit

Der Wiener Arzt Christian Fiala verdient sein Geld mit Kinderabtreibungen, ein moralisch nicht unumstrittenes Gebiet. Auf der Straße vor seiner Praxis sammeln sich christlich motivierte Lebensschützer zum stummen Gebet. Jetzt soll der Arzt zu kriminellen Methoden gegriffen haben: die strenggläubigen Christen wurden von Fremden gehäuft bedroht und auf derbste Art sexuell genötigt. Die Lebensschützer verdächtigen den Abtreibungsarzt die Angriffe auf sie in Auftrag gegeben zu haben, ein Video kann jetzt diesen Verdacht belegen.

Folgendes Video ist über gloria.tv, einem katholischen Videoportal verfügbar. Engagierte Lebensschützer, die gegen die Massenabtreibungen öffentlich beten, nahmen es auf. In letzter Zeit kam es regelmäßig zu Übergriffen auf die stummen Beter am Wegrand zu der Praxis des Abtreibungsarztes. Die Lebensschützer, die sich nicht wehren, wurden belästigt, zum Teil sexuell genötigt, an einer Beterin wurde von mehreren Fremden eine Scheinvergewaltigung verübt. Das Video kann zeigen, dass zumindestens ein Teil der Täter in persönlichen Kontakt zum Christian Fiala steht, der anscheinend hofft auf diese Weise die mahnenden Christen loswerden zu können.

Update 20:39 Nach neusten Berichten von “kreuz.net” bestätigt der Wiener Kinderabtreiber Christian Fiala, dass auf dem Video Angestellte von ihm zu sehen seien, bezeichnete jedoch das Video als “Schauspiel”. Der Leiter der österreichischen Lebensrechtsbewegung ‘Human Life International’ – Dietmar Fischer - widersprach und bezeichnete das Video als authentisch und die reale Lage der Lebenschützer vor Ort wiedergebend. Die Übergriffe der Mitarbeiter Fialas sollen jetzt Mitte Dezember vor Gericht untersucht werden.

Update 02.12.07: Ein weiteres bedrückendes Tondokument auf gloria.tv, welches zeigt, was Mitarbeiter von Christian Fiala Christen antun (Achtung obzsöner Inhalt) und ein Interview mit Weihbischof Andreas Laun über die Ereignisse vor der Abtreibungsklinik “Gynmed” (Part I) und (Part II)

Thema dankend via kreuz.net.

November 19, 2007

Falling Down – Ein (fast) ganz normaler Tag

Filed under: Gesundheit

Am Georg-Büchner-Gymnasium in Köln hätte es nach Medienberichten morgen, am 20.November 2007, dem ersten Jahrestages des sogenannten Amoklaufes Sebastian Bosses im münsterländer Emsdetten, zu einem weiteren Amoklauf kommen sollen.

Die Presse kennt ein neues Phänomen: Laut Stern tragen sie dunkle Mäntel wie in dem Film “Matrix” (1) , sind eher schüchtern und man ist sich nie richtig sicher, ob sie nicht nur gerne Egoshooter am PC spielen oder sinistere Pläne ausbrüten diese Spielwirklichkeiten, bevorzugt an ihren Schulen, kaltblütig wahr werden zu lassen: als Amoklauf!

Bemerkenswert ist, dass der Begriff “Amoklaufen” mittlerweile eine ganz andere Bedeutung bekommen hat als ursprünglich. “Amoklaufen” war ein exzessiver Gewaltausbruch, der unprovoziert und spontan ablief. Der klassische Amokläufer beschreibt, falls er sich nach der Tat nicht suizidiert, den Tathergang nur noch verschwommen und wage. Die seelischen Abläufe, die zu einem klassischen Amoklauf führen werden als seelische Grenzsituationen verstanden.

Vom klassischen Amoklauf unterscheiden die mittlerweile in Mode gekommenen Schulmassaker, dass letzere geplante Aktionen waren. Streng formal müßte man von erweiterten Selbstmorden reden, denn die Täter planen eigentlich nur einen Suizid und die Bühne der, für einen jungen Menschen sozial stark prägenden, Schule scheint lediglich geeignet zum Ausleben von Bestrafungsphantasien. Ebenso schmeichelt dieses “Ende mit Schrecken” den, wohl augenscheinlich narzißtisch geprägten, Tätern mehr als der einsame letzte Gang zur Brücke oder den Bahngleisen.

Die öffentliche Darstellung unterschlägt also das Hauptmotiv des jugendlichen Täters (den Selbstmord) und zeichnet ein Bild eines gefährlichen Killers. Beim gestern bekannt gewordenen Fall wurde deutlich wie automatisch und klischeehaft Polizei und Presse arbeiten. Erst heute wurde nach Abschluß der Verhöre klar, dass die Jugendlichen nur ein Massaker andachten und letztlich vor einer konkreten Durchführung zurückschrecken. Gestern jedoch präsentierte die Polizei voller Stolz auf ihren vermeintlichen Fahnungserfolg der Presse die angeblichen Tatwaffen: Zwei Luftpistolen und eine Armbrust. Wie naiv sind die, zu meinen mit solchem Gerät hätte man die Feuerkraft, die man für einen erfolgreichen und effektiven Amoklauf bräuchte?

Photo Sharing and Video Hosting at Photobucket
Jäger und Gejagtes: Die nach Polizeimeinung hoch gefährlichen Waffen der Jugendlichen

Vieles ließ also den groß angekündigten Amoklauf fraglich erscheinen. Die Tragik des Schicksal will es, dass einer der Verdächtigen nach einem Polizeiverhör vor eine Straßenbahn sich stürzte und starb, - er wurde keine 18 Jahre alt. Wäre sein Tod vermeidbar gewesen hätte man seine Tagträume von einem Amoklauf richtig einzuordnen gewußt?

Hintergrund:

Anspielung in der Überschrift auf den Film “Falling Down”

(1) Stern vom 19.November 2007

September 25, 2007

SPON und die Migranten-Schwulenhasser

Filed under: Gesellschaft, Gesundheit

Julia Becker bemerkt heute in einem aktuellen Artikel bei “Spiegel-Online” (Titel: “Einwandererkinder sind besonders schwulenfeindlich”): Das Ergebnis einer neuen Studie ist eindeutig: Einwandererjugendliche lehnen homosexuelle Lebensweisen öfter ab als gleichaltrige Deutsche. Im Detail rechnet die Studie vor, dass auf einer Skala von null (=schwache Homophobie) bis vier (=starke Homophobie) eine durchschnittliche Homosexuellenfeindlichkeit bei deutschen Jugendlichen von 0,96 vorliegt. Bei Migrantenkindern aus der UdSSR liegt dieser Wert bereits bei 1,82, bei Jugendlichen mit türkischen Wurzeln sogar bei 2,08. Wobei Jugendliche aus türkisch geprägtem Milieu auch an der Spitze der Homophobieskala zu finden sind, wobei ebenfalls durch alle ethnische Vergleichsgruppen männliche Jugendliche überproportional Homosexualität verwerflicher finden als weibliche. Ebenso wird ausgesprochen, dass der Grad der Religiösität der muslimischen Vergleichsgruppe proportional mit der Homophobie ansteigt.

Manchmal überrascht mich SPON, denn solche Wahrheiten verlieren sich häufig im Schatten der Political Correctness, auch wenn es logisch und jedem einleuchtend sein müßte, dass in Gesellschaften, in denen ein bestimmtes Männlichkeitideal den Jugendlichen im wahrsten Sinne des Wortes eingeprügelt (1) und Schwulen laut Scharia häufig kein Existenzrecht (deutlicher: Lebensrecht) eingeräumt wird. Sollte es jetzt langsam auch Multi-Kulti-Schwärmern die Lichter aufgehen, dass nicht unsere Gesellschaft durch Import von “edlen Wilden” toleranter wird, sondern eher die Intoleranz der “edlen Wilden” wieder in unseren Gefilden endemisch wird?

Bei Schwulenhassern muß ich immer daran denken, dass man nur mit Leib und Seele das hassen kann, was man selber in sich trägt und auch schon Siegmund Freud bei vielen seiner Analysen auffiel, dass Schwulenhaß häufig bei Leuten mit latenter Homosexualität auftritt, so häufig, dass Freud aus diesem Zusammenhang eine Arbeitshypothese entwickelte…. :) Bei Circakosten von 30.000 Euro pro Analyse ist es aber eine Unmöglichkeit jedem der Migranten-Schwulenhassern eine Psychoanalyse zukommen zu lassen… Dazu müßte auch eine Analysefähigkeit bestehen (2) und vielleicht würden das auch kaum Therapeuten freiwillig machen wollen?

(1) Würde man Kindesmißhandlungen nach Ethnie getrennt betrachten, dann kämen ähnliche politisch inkorrekte Ergebnisse zu Tage.
(2) Bereitschaft zum einen, zum anderen auch Reflektionsfähigkeit

September 18, 2007

Lieber reich und gesund … als arm und krank!

Filed under: Gesundheit

Alle 10 Jahre nähme die Lebenserwartung der Deutschen im Schnitt um 2 Jahre bei Männern und Frauen zu, “Focus” schränkt aber folgendermaßen ein:

Andreas Mielck […] schränkte den statistischen Wert jedoch ein und betonte, dies gelte nur für Reiche. Arme in Deutschland stürben früher und seien medizinisch schlechter versorgt. Exakte Zahlen nannte der Medizinsoziologe zwar nicht – Studien mit Diabetikern hätten aber ergeben, dass arme Patienten mit wenig Bildung schlechter auf ihren Zucker eingestellt seien und weniger über ihre Krankheit Bescheid wüssten.

Was lernen wir jetzt daraus? Diabetes, bzw der weit verbreitete Altersdiabetes ist eine sogenannte “Wohlstandskrankheit”, bei der sich Leute -sprichwörtlich- zu Tode fressen. Arme Diabetiker wollen jetzt A) nichts wissen von ihrer Krankheit und gesunder Lebensführung, B) sie halten sich weniger an das, was der Arzt ihnen jetzt sagt, sprich sind die schlechteren Patienten. Schlußfolgerungen? Schlaue Menschen werden in der Tat reicher als Dumme! Könnte man ja anhand der Zahlen des Medizinsoziologens schließen…. Aber was wäre so verkehrt daran?

Primärquelle

July 24, 2007

Deutsche Ökorassisten!

Filed under: Gesundheit

Seehofer (CSU) hat neben seiner jungen Freundin in Berlin auch nebenbei das Amt des Landwirtschafts- und Verbraucherministers inne. Was ein “Verbraucherminister” in einem Land mit einer freien Wirtschaft zu suchen hat sei jetzt mal dahin gestellt. Beschäftigen will ich mich mal mit den neusten Ausgüssen aus seinem Ministerium:

So muss künftig zwischen Gen-Mais und konventionellen Mais-Anbau ein Mindestabstand von 150 Metern eingehalten werden. Zum Öko-Landbau muss dieser Sicherheitsabstand sogar 300 Meter betragen. Regeln für Raps und Kartoffeln sollen folgen.

Das ist doch Rassismus und diskriminierend! Genmais, der auch extra gekennzeichnet werden muß, hat Distanz zu halten zu A) “normalem Mais” und B) noch mehr Distanz zu “Ökomais”, der wahrscheinlich in Deutschland den semantischen Unterbau des “Arischen” zu bekommen und so als besonders “rein” und “edel” zu gelten scheint. Abseits der Polemik würde mich mal ernsthaft interessieren, was sogenannte “Schadensfälle” durch Auskreuzung von Genmais sein sollen? Dass Ernten so vernichtet werden glaube ich beim besten Willen nicht, allenfalls könnten patentrechtliche Gründe den Bauern hindern seinen “normalen” Mais zu verkaufen, wenn patentiertes Erbgut hineingekreuzt würde. Aber wär es da nicht sinnvoller ein vernünftigeres Patentrecht zu beschliessen, der den Patentinhaber eben nicht gegen ungewollte Auskreuzung schützt, statt den Genmaisbauern die Schadenssumme aufzubürgen? Das ist eigentlich die Frage, die politisch gelöst werden müßte, statt den Bürger mit naturromantischen Aktionismus einzulullen und ihm so die teuren “Ökoprodukte” aufzudrängen, weil ja “Gene” schädlich sein sollen, wenn man der Berichterstattung der deutschen Presse folgerichtig zu folgen gewillt ist. Quelle

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