GeistesWelt

May 14, 2008

Frank Sinatra - 10 Jahre tot!?

Filed under: Gesellschaft

Konnte man mit der Mafia gemeinsame Sache machen? Whisky, der älter ist als seine Frauen bevorzugen? Privat ein jähzorniger Mensch mit mehr als nur einem Alkoholproblem gewesen sein? Das Leben lang hauptsächlich Schnulzen gesungen? Kann man trotzdem ein begnadeter Sänger gewesen sein? - Man kann! Frank Sinatra machte es vor und ist mit keinem sonst vergleichbar! Er verstarb heute vor 10 Jahren. In Las Vegas wurden daraufhin für drei Minuten die Lichter der Stadt ausgeschaltet, und das Empire State Building in New York City wurde für drei Tage in blaues Licht getaucht, - Frank Sinatra hatte blaue Augen. Er ist bis heute unvergessen!


eines meiner Lieblingslieder!

May 7, 2008

Mullah-EU und warum Aal vielleicht haram ist?

Filed under: Realsatire, Gesellschaft

Die EU betrachtete ich eigentlich immer als sozialistisches Experiment in seiner prästalinistischen Phase. Jetzt habe ich bei Kewil folgendes aufschlußreiches Zitat gefunden:

Nahrungsmittel-Werbung soll nur noch mit GENEHMIGUNG geschaltet werden dürfen. EU-Behörden überprüfen auf Fetthaltigkeit, Genfood und so weiter, und bestimmen, ob das Essen, für das geworben werden soll ” für uns gesund” ist!

Ist das das Ende der Werbung für den fetten Aal? Sollten dann nicht auf Wochenmärkten auch Aalverkaufsverbote erlassen werden? Kindern und Jugendlichen ist ja der Zutritt zu Wochenmärkten so ohne weiteres möglich! Alles schwierige Fragen, aber ob etwas Fettes nun schädlich für einen Menschen sein mag oder nicht, dass hängt doch vor allem von der Dosis ab und nicht von dem Handelsgut selber. Kein wirklich vernünftiger Mensch würde sich nur von Aalen ernähren wollen.

Klarer ist dies bei “Genfood”, das erwiesener Maßen für den Verbraucher unbedenklich ist, aber aus quasi-religiösen Vorstellungen (”German Angst”) heraus nicht gewünscht wird.

Bei allem würden die EU-Repressionsorgane eine willkürliche Entscheidung treffen von dem was nun erlaubt oder unerlaubt wäre. Man muß auch beachten, dass es nur noch ein kleiner Schritt ist von einem Werbeverbot zu einem realem Verbot der Ware. Alles im allem könnte man auch nach “haram” oder “halal” die Auswahl treffen. Das sind Vorschriften für gläubige Muslime, wie sie ihr Leben zu gestalten haben. Häufig handelt es sich um irrwitzige Kleinigkeiten (kein Alkohol, kein Schweinefleisch, nur Unverschleierte sexuell zu nötigen etc).

Da es von offizieller Seite gilt einen Islam in Europa heimisch werden zu lassen und zu kultivieren kann man die EU-Bemühungen auch aus einem ganz anderen Blickwinkel her sehen. Vordergründig befriedigt man populäre, ökologistische Angstthemen, sekundär schafft man Strukturen, die im nachhinein nach der Islamisierung für ganz andere Zwecke gebraucht werden! Übertrieben? Lassen wir uns überraschen, was für Monstrositäten sonst noch aus Brüssel kommen werden. Viele werden sich wundern! Ich glaube das Wichtigste für einen, der die individuelle Freiheit abschaffen will ist es erst einmal das Verbieten (für einen “guten Zweck”) zu erlauben. Alles andere läuft dann quasi wie von alleine.

May 6, 2008

Giovanni di Lorenzo mit seinen Idioten im „Kampf gegen Rechts“

Filed under: Gesellschaft

Mit stolz geschwellter Brust und der inbrünstigen Überzeugung mal wieder etwas Gutes zu tun eröffnete “Zeit”-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo „in eigener Sache“ die linke Aktionsseite „Netz gegen Nazis“. Das Portal biete „in seinem WISSEN-Bereich einen lexikalischen Teil an, in dem die wichtigsten Begriffe, Symbole, Personen, Organisationen und viele andere Dinge erläutert werden, die der rechtsextremistischen Szene und ihrem Umfeld zugerechnet werden können. Daneben werden im HANDELN-Bereich der Website die wichtigsten Fragen rund um den Rechtsextremismus im Alltag gestellt und von Fachleuten und den Usern diskutiert“

So weit die Theorie und als besorgter Bürger, der ganz genau weiß, dass nicht die linken Interventionalisten unser Land von innen kaputtmachen, sondern vereinzelte „rechte“ Jugendgangs, die es im wilden Aktionismus „mit Gesicht zeigen“ aufs härteste und entschiedenste zu bekämpfen gälte … also als besorgter Bürger nimmt man natürlich gerne Anteil an solchen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Missionen! Es ist nun mal so, man ist gegen den „Klimawandel“, „Heuschrecken“, „Kapitalismus“ und selbstredend „gegen rechts“. Auf jeden Fall, wenn man das ist braucht man sich dann keinen großen Gedanken mehr zu machen in dieser Gesellschaft, was für viele natürlich auch praktisch ist.

Zuerst einmal fällt ins Auge, dass auf besagter Seite prinzipiell „rechtsradikal“ synonym mit „nationalsozialistisch“ definiert wird, was allein schon sachlich falsch ist. Weiterhin wird gesagt: rechtsextremistisches Denken ist also eine Kombination von verschiedenen, inhumanen Einstellungen. Man kann es sich als Sammelsurium von verschiedenen, ganz schrecklichen Eigenschaften vorstellen, ähnlich wie den schwarzen Mann, der in der Kindheit unter dem Bett lauerte oder dem „Jud Süß“, der schon früher das niedere Volk im Kino zum gruseln brachte. Das nenne ich Volksaufklärung im Jahre 2008.

Aber es tun sich noch tiefere Abgründe auf dieser Seite „gegen Rechts“ auf, weshalb ich das eigentlich auch schreibe. Es wird da mitunter gefragt: Ist die Seite www.german-foreign-policy.com als “rechtsgerichtet” einzustufen? Im selbstanklägerischen Ton des Denunzianten schreibt ein Anonymus: Nachdem ich einige Male Artikel der Seite www.german-foreign-policy.com gelesen und sogar im Zeit.de-Forum zitiert habe, wurde ich von einem User darauf aufmerksam gemacht, dass der Betreiber dieser Seite ein rechtsgerichteter Publizist sei.

Bumm, wie eine Kanonenkugel schlug das ein! Ein rechtsgerichteter Publizist! Die nachfolgende Diskussion verschränkt sich darauf dem anonymen Urheber der Seite www.german-foreign-policy.com einen gewissen Namen zuzuordnen, den man entsprechend mit Dreck bewerfen kann. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Seite findet nicht statt.

Da ist man erschüttert, besonders wenn man treuer Leser dieser Seite ist. Ich weiß nicht, wer das schreibt, aber er ist ein strammer Antideutscher und würde sich wahrscheinlich nicht als „rechts“ definieren, so wie das eigentlich kein Antideutscher machen würde. Warum ich diese Seite lese? Weil die Sprache unwahrscheinlich präzise, die Formulierungen treffsicher und vor allem die Quellenrecherche vorzüglich ist. Kurzum: dort schreibt ein sehr guter Journalist, der unabhängig von seiner persönlichen Wertungsebene (die man aber immer von der Faktenwiedergabe unterscheiden kann) einfach nur Respekt verdient hat. (1)

Das ist wirklich der Tiefpunkt dieser lächerlichen „gegen Rechts“ Internetseite. Die Linken merken gar nicht mehr wie lächerlich sie sich da machen, und di Lorenzo als Kapazität einer Zeitung, die selbst einen Jens Jessen immer noch beschäftigt, liefert hier eine Extraportion Selbstverliebtheit zum besten. Er befördert den „Kampf gegen Rechts“ inhaltlich auf das Niveau eines „Knutfiebers“ im Berliner Zoo. Heftet dem Tier einen Buttom ans Fell “ich bin gegen Rechts” und gut ist’s!

Ich mache jetzt lieber Werbung:

(1) Vielleicht schreibt der Autor zu differenziert als dass normale Linke ihm überhaupt folgen können? Alles war ein Linker nicht versteht ist “rechts”. Wahrscheinlich ist das der Weisheit letzter Schluß?

Jugendliche in Deutschland: Saufen oder Totmalochen!

Filed under: Gesellschaft, Gesundheit

Die Bundesregierung läßt verlauten, dass Jugendliche zwar weniger rauchen, aber dafür wird mehr gesoffen. O-Ton der Pressenachricht der Regierung:

Studien zufolge ging der gelegentliche Alkoholkonsum bei Schülerinnen und Schülern gegenüber 2003 leicht zurück. Der Konsum von Alkopops sei sogar drastisch gesunken. Die Menge des konsumierten Alkohols bei Kindern und Jugendlichen sei jedoch stark angestiegen. Auch das so genannte “Binge Drinking” (etwa: Trinken bis zur Bewusstlosigkeit oder Koma-Trinken) habe bei Jugendlichen stark zugenommen. Während 2005 noch 20 Prozent der Jugendlichen ein Mal im letzten Monat “gebingt” hatten, seien es 2007 schon 26 Prozent gewesen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen 10- bis 20-Jähriger wegen Alkoholvergiftung habe sich von 2000 bis 2006 mehr als verdoppelt.

Es wird also weniger, aber dafür um so heftiger getrunken! Es sieht doch wirklich so aus, dass die Jugendlichen A) für Zigaretten einfach kein Geld mehr haben, B) Alkopops sind auch relativ teuer, während man “Komatrinken” recht gut mit billigen Schnapps betreiben kann. Ich denke nicht, dass es jetzt Schuld der Sittenlosigkeit der Jugendlichen ist, derart zu trinken, sondern einfach deren Perspektivlosigkeit. Zum einen können sie Leistungsempfänger des Sozialstaates werden und Klientel für die Roten werden. Da wird man moralisch so verbogen, dass es von Vorteil ist mit Alkohol vertraut zu sein. Zum anderen können sie arbeiten und dann werden sie eine moderne Art von Arbeitssklave. Zum einen zahlen sie dann das Klientel der Roten und dann auch noch füttern sie das Klientel der Schwarzen, die Rentner, durch. Wenn sich einer fragt, warum auch Konservatismus in Deutschland eine sozialistische Ausprägung hat, dem sei geantwortet: damit sich die Rentner nicht selber den grünen Ast absägen, auf dem sie sitzen, auch wenn er sich noch so biegen mag.

Was ich sagen will: die Jugendlichen haben per se schlechtere Chancen als vor 20 Jahren. Sie zahlen mehr für die ältere Generation und kommen auch durch die Inflation für die Schulden der jetzigen Generation auf. Kurzum: sie arbeiten mehr und bekommen weniger oder werden an den Rand gestellt.

Die Fleischtöpfe der Alten werden aber mit Argusaugen bewacht. Auch moderate oder Nichterhöhungen der Rente täuschen nur darüber hinweg, dass sie insgesamt noch zu hoch sind. Es wird dann kurz angebunden gesagt “das sei ja nicht sozial”, was eigentlich nur ein Totschlagargument ist. Ist es sozial, dass eine kleine Gruppe mehr arbeiten muß als eine breite Rentnerpopulation, die sich übrigens immer weniger aus den heroisierten Deutschlandwiederaufbauern bildet, sondern immer mehr von Alt-68′ern, die kaum durch Leistungen auffielen, und eigentlich zu der Generation zählten, die nur möglichst schnell in Frührente kommen wollte?

In einem sozialen System wird gerecht das aufgeteilt, was eingezahlt wird. Wenn jetzt durch weniger Einzahler auch weniger Geld reinkommt, so muß dann auch weniger Geld ausgezahlt werden! Alles andere wäre eine moderne Form des Absolutismus oder vergleichbar mit der Rolle des französischen Adels vor der französischen Revolution. Meines Erachtens sollte die Bundesregierung froh sein, dass die Jugendlichen nur saufen und immer weniger gebildet sind? Aus Sicht der Regierenden und deren Klientel ist das besser, als dass sie auf die Barrikaden gingen.

May 3, 2008

Ali (40): “Es wird immer schlimmer in Deutschland”

Filed under: Gesellschaft

Angst liegt über Bruckhausen. Dabei könnte es so schön sein? Ein Stadtviertel mit vielen Teestuben, in denen türkische Männer die Seele baumeln lassen und sich die Tage vertreiben. Des Nachts zieht aber jetzt Ungemach in die Multi-Kulti-Idylle: Sinti und Roma (Sinti oder Roma, oder wie auch immer)! Gregor Herberhold berichtet in “derWesten” über die erschreckenden Zustände in dem Zuwandererbezirk:

Tagsüber sieht man von den Leuten kaum jemanden”, sagt einer der türkischen Männer, die gerne eine Teestube in dem Viertel besuchen. “Aber abends”, sagt er, “so gegen neun Uhr, dann ist hier alles zugeparkt.” Nicht die vielfach auf den Gehwegen abgestellten Fahrzeuge aus ganz Deutschland und mit Kennzeichen aus Rumänien, England, Frankreich, Belgien und den Niederlanden sind es, die den Menschen Kummer machen. Es sind die Menschen, die in den Limousinen und Kombis campieren. “Gestern Nacht”, schildert der 40-jährige Ali (der seinen Nachnamen lieber nicht nennen will), “habe ich um halb eins ein Kind fast ohne Kleidung auf der Straße gesehen. Es hatte Durchfall.” Seine Notdurft habe es am Straßenrand verrichtet. “Das ist eine Katastrophe. Es wird immer schlimmer in Deutschland”, sagt Ali kopfschüttelnd. Seine Kollegen stimmen zu. Keiner der Männer traut sich, die von der Polizei als Sinti und Roma identifizierten Menschen anzusprechen. “Die sind gleich total aggressiv”, sagt Alis Kollege Mustafa (44). “Alle, die hier in Bruckhausen wohnen, haben Angst”, schildern die Besucher der Teestube die Situation. (ganzer Artikel, Thema via deutschland-kontrovers.de)

Konservative, subversive Aktion!

Filed under: Gesellschaft, Berlin

Raus aus den Ruheräumen des Internets und rein ins Leben? Hört sich gut an und ist sicher auch richtig. Besonders richtig und auch ein wenig mutig ist es für Leute, die sich als konservativ bezeichnen, diesen Schritt zu tun. Gestern aber war es so weit: 20 junge Männer und Frauen schlossen sich in einer “konservativ, subversiven Aktion” zusammen, um gemeinsam gegen einen Alt-68′er Kongress zu demonstrieren, der an der alten Humboldtuniversität zu Berlin stattfand.


“reaktionäre Propaganda“ flattert auf die Alt-68′er hernieder

Im Aktionsblog der konservativ, subversiven Aktion „www.ungebeten.de“ heißt es:

Wir haben am Balkon und den Fenstern zum Innenhof unsere Großbanner angebracht und hunderte Aufkleber und Plakate angebracht. Götz Kubitschek verlas über Megaphon die Forderung der Konservativ-Subversiven Aktion nach einem Abbruch des 68er-Kongresses.

Ganz im Geiste von Hans und Sophie Scholl mutig und direkt gegen die Leute, die heute den größten Massenmördern der Welt hinterherlaufen: Nichts ist eines Kulturvolkes unwürdiger, als sich ohne Widerstand von einer verantwortungslosen und dunklen Trieben ergebenen Herrscherclique “regieren” zu lassen. Gesicht zeigen gegenüber den Intoleranten ist auch heute nötig wie eh und je!

zum Aktionsblog der konservativen, subversiven Aktion

lesenwerte Blogbeiträge hierzu:
Unzeitgemäße Betrachtungen - Konservativ-subversiv auf dem 68er-Kongreß
deutschland-kontrovers.de - Konservativ, subversiv, handelnd
ef-online - Gratulation: Achtundsechziger-Kongress mal ganz anders

May 1, 2008

1.Mai, Impressionen der kommenden Krise

Filed under: Gesellschaft

Wenn die Währungskrise kommt wird nichts mehr gehen. Heute suchte ich – vergebens – nach einem dieser Briefmarkenautomaten. Der erste war hinter der Tür zu Post eingeschlossen (!), der andere war draußen und voller freudiger Erregung endlich dort eine Briefmarke zu bekommen konnte ich dann eine „out of order“ - Meldung lesen. Besondere Dramatik und schließlich einen nicht unerheblichen Ernüchterungsgehalt hatte die Begebenheiten dadurch, dass beide Automaten etwa 1 Stunden Fuß/Autoweg voneinander entfernt waren. So wird es sein, die Taschen prall voller dann völlig wertlosem Papiergeld wird man mit diesem allem nichts, absolut nichts bekommen.

Abgerundet wurde das Bild von den Horden besoffener Menschenmännchen, die einen auf eklige Weise nach Feuer fragen und bei einem selber der Griff in der Tasche um das Messer fester wird. Es wäre ein purer Akt der humanitären Menschenfreundlichkeit diese Subjekte einfach mal für ein paar Tage wegzusperren. Für sie und ihre Mitmenschen wäre es eine Wohltat!

Zivilisation bedeutet ja eigentlich die Dinge besser machen zu wollen? Warum es dann immer noch diese Feiertage gibt mag ein mir nicht offenbares Geheimnis sein.

April 23, 2008

Big Brother nekrophil!

Filed under: Gesellschaft

Der Künstler Gregor Schneider will einen sterbenden Menschen, oder einen gestorbenen Menschen in einem schönen Ambiente mit künstlerischer Ambition ausstellen. Der Träger des Goldenen Löwen der Biennale Venedig 2001 will damit „die Schönheit des Todes zeigen“. Gleichzeitig soll der Raum ein „humaner Ort für den Tod“ sein, wo „Menschen in Ruhe sterben“ könnten. Bei seinem Projekt soll der Sterbende vorher alles bestimmen. Einen Menschen, der öffentlich sterben will, hat Schneider schon gefunden.

Er selbst würde gern in einem von ihm ausgewählten Raum in einem Museum sterben, umgeben mit Kunst. Er habe die Hoffnung, „schön, erfüllt zu sterben“. „Vielleicht schaffen wir das alle, wenn wir den Tod aus der Tabuzone befreien und zu einem positiven Erlebnis machen wie die Geburt eines Kindes.“

Mit seinen künstlerischen Ambitionen macht Schneider sich nicht nur Freunde. Er hat nach eigenen Aussagen bereits Morddrohungen erhalten. „Ich erhalte Empfehlungen per Telefon oder E-Mail, ich solle mich umbringen. Es gibt eine absurde Todesdrohung mir gegenüber“, die er aber gar nicht verstehen kann: „Skurrile Abgründe tun sich da auf. Es ist doch noch gar nichts passiert“

Viele Menschen haben die Kunst seit Joseph Beuys nicht mehr begreifen können, was selbstredend für eine Zeit ist, die sich von sich selber, scheinbar in unentwegter Zerstreuung, entfernt hat. Auch wenn man sich auf die Gedanken von Gregor Schneider einlassen will oder kann, scheinen sie jedoch dekadent. Es steht dann nicht ein Tabubruch mit einer vermeintlichen Störung einer Totenruhe im Vordergrund, sondern die Gesellschaft selber, die das Alter vergöttert, konservieren will, während dem Jungen kein Platz gelassen wird. Das Sterben im Museum würde zeigen, wie weit eine Gesellschaft selber das Sterben verdrängen will, keine Veränderung und keinen Wechsel mehr zulassen will. So ein Tod würde gleich wie einer Wunscherfüllung eines zutiefst sinnigen und vor allem kostspieligen Todes kommen. Der Tod als Event, als Ausdruck einer selbstbezogenen Gesellschaft? Als Ausdruck von eigensüchtigen Rentnern, die ein ganzes Land für ihren Konsum aussaugen?

Künstlerische Betrachtungen ergeben natürlich ihren Sinn durch das Prisma des Betrachters. Es scheint aber nicht sinnvoll, den Tod als Planbares hinzustellen, in dem noch ausführlich der Narzissmus zu seiner Geltung kommen will. Vielmehr ist er alles anders als planbar, und für jeden sehr individuell. Hier kommt also, ähnlich wie im Film von Marco Ferreri „Das große Fressen“ (1), nur der Anspruch einer Zeit zum Ausdruck, die fernab des Normalen ihre Denkkategorien errichtet hat.

Schneider erscheint hier aber nicht als kalkulierender Tabubrecher, sondern als naiver Künstler, der einen wohlmeinenden Anspruch für seine Kunst in Anspruch nimmt. Frappierend wird seine Naivität, wenn man sich seine Idee „Cube“ für die Biennale 2005 anschaut:

Seinem Standpunkt des naiven Wohlwollens blieb er auch damals treu: „Es ist nicht meine Idee, sondern Idee eines gläubigen Moslems. Er hat die Verbindung gesehen zur Kaaba, zu diesem Bauwerk, das für mich eines der faszinierendsten und schönsten Bauwerke der Menschheit ist.“, so damals Schneider im Originalton und: „Die Skulptur verlangt allen Beteiligten einiges ab (…) Die Kiste führt uns alle vor, zwingt mich dazu, gegen falsche Berichterstattung vorzugehen und die Öffentlichkeit zu suchen, was ich früher nicht machen musste. Es fordert Muslime, die diese Form der Annäherung noch nicht kannten, und es zeigt Besuchern aus der westlichen Welt, was sie noch nie gesehen haben.“

In Gregor Schneider scheint sich die morbide Lust der Dekadenz an ihrem eigenen Untergang mit der unendlichen Gier nach Dingen, die man noch nie gesehen hat zuzuspitzen. Zum einen ist es nicht schlecht, wenn sich wahrscheinlich kranke Menschen in dieser Art ausdrücken können, zum anderen eine unkritsche Gesellschaft das Fatalere.

(1) http://de.wikipedia.org/wiki/DasgroßeFressen

April 20, 2008

Ehsan Jami: Angst vor religiösem Fanatismus mitten in Europa!


Der niederländische Islamkritiker Ehsan Jami will die Arbeit mit seinem kontroversen “Ex-Moslem-Komitee” beenden. “Ich muss konstatieren, dass das Komitee wegen der anhaltenden Bedrohungen durch Moslems nicht geglückt ist”, sagte er. Menschen hätten so viel Angst, dass sie nur hinter den Kulissen mitarbeiten wollten. Er persönlich, der früher der sozialdemokratischen PvdA angehörte und im Gemeinderat von Voorburg sitzt, wolle aber seine Auffassungen weiter verbreiten.

Ehsan Jami wollte ebenso wie Gert Wilders einen Film über den gewalttätigen Islam produzieren, konnte aber dem politischen Druck, der auf ihn ausgeübt worden ist, nicht standhalten. (Link).

Ob es eine gute Idee ist, wie von dem deutschen Innenminister Herrn Schäuble gefordert, Christen aus dem Irak , die dort systematischen Terror von Muslimen ausgesetzt sind, in der BRD aufzunehmen sei dahin gestellt und die Frage offen, in wie weit von Sicherheit vor Muslimen in Europa überhaupt in Zukunft gesprochen werden kann?

April 13, 2008

Ein Jahr nach dem Mord an türkischen Christen: Susanne Geske über das »Drama von Malatya«

Filed under: Gesellschaft

Als sich Tilmann Geske am Morgen des 18. April 2007 von seiner Frau zur Arbeit verabschiedet, ahnt Susanne Geske nicht, dass sie ihren Mann nicht mehr lebend sehen wird. Der deutsche Sprachwissenschaftler und Theologe wird an seinem Arbeitsplatz in einem kleinen osttürkischen Verlagshaus zusammen mit zwei Kollegen von fünf jungen Türken brutal ermordet. Jetzt veröffentlicht Susanne Geske ihre Erinnerungen. (weiter)


Links Pfarrer Tilmann Geske (45), rechts Pastor Necati Aydin (35) und

Ugur Yuksel (32). Alle drei wurden am 18. April 2007 von gewaltbereiten Muslimen in der Türkei ermordet.

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