GeistesWelt

September 6, 2009

400-Pfund-Bombe auf afghanische Bezinklauer! Eine Tragödie?

Filed under: Unsortiertes

Die Bundeswehr forderte Bomben auf Zivilisten in Afghanistan an! Das ist der mediale Schlüsselreiz, der dem Leser vor die Kiemen geworfen wird. Muß man sich aber wirklich jetzt aufregen?

Zwei Tanklastzüge der BW wurden von “Taliban” in Afghanistan entführt. Ein BW-Mitarbeiter forderte Luftunterstützung an, da er befürchtete die beiden Tanklastzüge könnten, wie schon in der Vergangenheit, zu Terroranschlägen gegen NATO-Einrichtungen benutzt werden. Das deutsche Hauptquartier befand sich nur 6 Meilen von der letztlichen Bombenabwurfstelle entfernt. Vor dem Abwurf ergab die Luftaufklärung, dass die beiden Tanklastzüge in einem Flußbett stecken geblieben wären und ca 100 “schwarze Punkte” um die Fahrzeuge zu sehen wären. Angeblich soll auch ein afghanischer Kontaktmann per Telefon ausgesagt haben, dass es sich bei den 100 “schwarzen Punkt” ausnahmslos um “Taliban” handeln würde. Dann erfolgte der Bombenabwurf einer amerikanischen F-16 auf die beiden Tanklastzüge und die 100 umgebenen “schwarzen Punkte”.

Das ist grob der Hergang der Geschichte. Man muß sich aber den Ablauf aus mehreren Artikeln zusammensuchen, da sich Journalisten eher mit den empörten Reaktionen von unwichtigen EU-Politikern und anderen auseinandersetzen. Die Frage, die mich auch am meisten interessiert, die habe ich bis jetzt nicht beantwortet gefunden: Wie kam es eigentlich zu der Entführung? Das ist eine wichtige Frage, weil dort am ehesten ein Versagen von BW-Soldaten zu vermuten ist. Zumindestens wenn man die BW konstruktiv kritisieren will.

Um die 100 “schwarzen Punkte” auf den Bildern der Luftaufklärung werden vereinzelt in der Presse Mythen von nahen Dorfbewohnern verbreitet, dass “Taliban” sie mit vorgezogener Waffe dazu gezwungen hätten, ihnen mit ihren Traktoren aus dem Flußtal zu helfen. Für diese Geschichte sind 100 “schwarze Punkte” doch ein wenig zu viel? Man muß bedenken, der Vorfall ereignete sich mitten in der Nacht. 30-40 “schwarze Punkte” vielleicht, aber nicht ein halbes Dorf! Man vermutet da schon was anderes, und man wird nach vielen Artikeln auch diesbezüglich fündig. Ein überlebener Junge erklärte am Tag darauf:

“Wie alle anderen wollte ich Benzin aus den Tanklastern holen, als die Bomben auf uns fielen”, berichtete das Kind vor amerikanischen und deutschen Offizieren.

Plopp! Das waren keine “zivilen Opfer”, sondern Plünderer!

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