GeistesWelt

August 23, 2009

Welt-Online gendert!

Filed under: Gesellschaft

“Gender Mainstreaming” heißt es und bedeutet im Sinne der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau sich jeden Scheiß mit ernster Mine anhören zu müssen und mit zu diskutieren. Eigentlich ist dies auch der Selbstzweck des “Gender Mainstreaming”. Das Quatschen, anstatt zu Arbeiten!

Konservative Zeitungen und auch welche, die einen gewissen intellektuellen Anspruch an sich und die Leser erheben, sehen übrigens das “Gender Mainstreaming” kritisch. JUNGE FREIHEIT, EIGENTÜMLICH FREI und DIE FREIE WELT schreiben kritisch über dieses Zeitgeistphänomen. Andere, und das sind die meisten, eben nicht. WELT-ONLINE kann man in diese amorphe Masse einordnen. Ein Artikel von Barbara Bierach und XY-Anhängsel zeigt uns, wo das Springerblatt mittlerweile ideologisch verortet ist: im linken, pseudowissenschaftlichen Junkmilieu.

Der Artikel lohnt sich in so fern, dass man sich herrlich über ihn aufregen kann. Ich finde es bezeichnend, dass sich da zu Thesen emporgeschwungen wird mit mehr Frauen in Führungsetagen hätte man jetzt nicht die ökonomische Krise gehabt! Das ist sehr naiv. Skandinavien wird immer als sozialistische Vorzeigegesellschaft präsentiert, so auch zu dieser These. Dort soll es nämlich eine Quote für Frauen in Vorständen geben. Diese kann aber nicht eingehalten werden, weil es zu wenig kompetente Frauen (noch) gibt und deshalb die wenigen kompetenten Frauen dutzende Posten in Vorständen wahrnehmen “müssen”.

Da wird nichts kritisch gesehen! In wie weit eine Quotenregelung zur unnötigen Idiotie führt, kann nicht gesehen werden. Aber gerade das ist dieses Denken, welches zu der ökonomischen Krise geführt hat: das vernachlässigen vom gesunden Menschenverstand und dafür zeitgeistgemäße Pflichtübungen, die eben weit weit von der ökonomischen Wirklichkeit entfernt sind. (1)

Dann das Stricken an modernen Mythen von der Frau als idealeren Menschen, welches das formale Ziel der “Gleichberechtigung” schon wieder - in entgegengesetzter Form -unterläuft. Das erinnert an das Märchen vom Fischer und seiner Frau. (2) Dieses ist recht charakteristisch für die weibliche Psyche, die stets unzufrieden mit sich und ihrer Wirkung auf andere ist und deshalb immer wildere Dinge sich ausdenkt. Frau wird zum Mann, dann zum Herren und dann zur Herrschaft.

Mit der Realität hat das alles nichts zu tun. Habe mal Revue passieren lassen, welche Frauen in führenden Positionen mich in den letzten Jahren positiv überzeugten: es waren 2 Frauen aus Osteuropa. Ihre westdeutschen Kolleginnen zeigten weniger Einsatz (wenn es nicht gerade ihre direkten Interessen betraf) und waren im Ton auch schwieriger anzuweisen. Kurz gesagt, man bemitleidete nur ihre “Lebensabschnittsgefährten”, wie es heute wohl heißt. Ich könnte ein Buch über dieses Thema schreiben.

Der Zeitgeist ist heute weder männlich, noch ist er mehr kapitalistisch. Trotzdem soll aber Männlichkeit und Kapitalismus an allem Schuld sein. So hasst der Kranke, was ihn gesunden würde, wie der Sünder die Rechtschaffenheit.

(1) Man kann es auch fatalistisch, anders herum sehen: solch ein Denken tritt stets in Dekadenzphasen einer Gesellschaft auf. So wird greifbarer, warum man als einzelner in vielen Fällen machtlos gegen diesen Zeitgeist ist, der sich eben alles andere als rational verhält.

(2) Hier das Märchen in Niederdeutsch.

7 Comments »

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  1. Die Ungerechtigkeit bei der Vergabe der Nobelpreise belegt die weltweite fortdauernde Repression gegen die Frauen.
    Es gibt jetzt schon “wissenschaftliche” Untersuchungen, die angeblich nachweisen, dass die Minderleistungen der Damenwelt (immerhin wird diese Offensichtlichkeit eingeräumt) darauf zurückzuführen sind, dass die Damen sich selbst nichts zutrauen.
    Beispielsweise gibt es Forschungen, die “belegen”, dass Damen, denen mitgeteilt wird, dass die Tests, die sie zu erledigen haben, “extra auf Männer zugeschnitten sind”, schlechter abschneiden als eine Vergleichsgruppe, denen derselbe Test ohne vorheriger Mitteilung aufgetragen wird.

    Comment by Webbär — August 23, 2009 @ on August 23, 2009 at 12:29 pm.

  2. Man muß aber bedenken, dass bei den heutigen Abschlußprüfungen Frauen eben besser als Männer (im Schnitt) abschneiden. Sie beschweren sich jetzt, dass das anscheinend nicht ausreicht langfristig Erfolg im Beruf zu haben. Vergleiche ich auch Männer und Frauen, dann sind eben Frauen vordergründig besser ausgebildet, trotzdem bevorzugt man Männer als Kollegen.

    Jetzt neben Schwangerschaft und erhöhter Krankenzeit abgesehen liegt das meiner Meinung nach an einem Ding. Mir sagte man einmal, dass wenn Du Erfolg haben willst Du viel leisten mußt, ohne etwas dafür erwarten zu können. Im Nachhinein stimmt das und gerade daran scheitern viele weibliche Kollegen, die einfach eine viel zu große Anspruchshaltung haben. Es macht keinen Spaß wegen einer halben Stunde Mehrarbeit auch noch 10 Minuten zu diskutieren, wie man das wieder “ausgleichen” könnte. Im Schnitt rechnet sich ein “dümmerer” Mann mehr für die Firma als eine Frau, die vermeintlich zu “klug” ist.

    Ausnahmen sind eben Frauen aus Osteuropa oder Asien, die sehr gewissenhaft sind und sich eher einordnen können. Ich rede hier von Führungspositionen, bei denen eben genau diese Eigenschaften nicht überflüssig werden, wie man fälschlicherweise oft annimmt. Ich denke nicht, dass eine Frau sich “emanzipieren” muß, um erfolgreich zu sein. Wenn sie konservative Ansichten zur Arbeit entwickelt, dann ist sie erfolgreich. Nun sind die Emanzen ja häufig “links”. Das scheint ihr verkanntes Hauptproblem zu sein.

    Comment by geisteswelt — August 23, 2009 @ on August 23, 2009 at 1:00 pm.

  3. Weisst Du wie die Bevorzugung der Frauen in den Bildungssystemen angefangen hat? Das war ca. 1970 als die Mengenlehre und die sog. Textaufgaben eingeführt worden sind. Mit der Folge, dass Frauen - auf Grund des in der Tat wirklich vorliegenden höherwertigen sprachlichen Talents - die Aufgaben besser verstanden haben. Die Mathematik wurde so zu sagen Richtung Linguistik reduziert. Sacharbeit geriet in den Hintergund. Das muss natürlich nicht soo schlecht sein, aber man muss es wissen…

    Comment by Webbär — August 23, 2009 @ on August 23, 2009 at 3:36 pm.

  4. Ein CEO teilte mir mal mit, dass in seiner Firma, die Fehlzeiten berücksichtigend, die Frauen besser verdienen als deie Männer. OK, das Ding war mittelständisch und vertriebsorientiert, aber dennoch, LOL, die Konsequenzen sind uns ja bekannt.

    Comment by Webbär — August 23, 2009 @ on August 23, 2009 at 3:38 pm.

  5. Man unterscheidet übrigens auch heute noch zwischen ostdeutschen (gut) Frauen und westdeutschen.

    Comment by Webbär — August 23, 2009 @ on August 23, 2009 at 3:40 pm.

  6. Die Verweiblichung des Lehrstoffs ist mir bekannt, deshalb bei den heutigen Abschlußprüfungen! LOL

    Ost-Frauen sind ernstzunehmender, weil leistungsorientierter. Also dieses Klischee kann ich auch nur bestätigen. Im Grunde ist es so, dass der, der weiß, dass er der Arbeit alles verdankt, besser arbeitet als einer, der sie als was auch immer betrachtet. Denke da an einige Kolleginnen zurück, dessen Fehlstunden natürlich ich meist bis Abends noch nacharbeiten mußte. Jeden Winter krank, Grippe und dies und das. Ich wußte dann immer, dass es bei mir dann länger dauern würde. Wahrscheinlich haben sie mich dann insgeheimen für einen Trottel gehalten. Na ja, bin froh, solche Kolleginnen nicht mehr zu haben und achte jetzt auch darauf, diese zu meiden. Insgesamt bin ich aber erfolgreicher gewesen, gerade weil ich auch schwierige Sachen gemacht habe und nicht immer nur die easy points und dann möglichst viel Geld dabei zu verlangen. Sachen, wo man Fehler machen könnte meiden diese Frauen wie der Teufel das Weihwasser. Das ist auch ein Charakteristikum. Aber darauf kommt es eben auch an, im Leben zuletzt Erfolg haben zu können. Eigentlich ist es der Grundschlüssel ohne den Erfolg schon logisch gar nicht denkbar ist?

    Comment by geisteswelt — August 23, 2009 @ on August 23, 2009 at 10:14 pm.

  7. Sachen, wo man Fehler machen könnte meiden diese Frauen wie der Teufel das Weihwasser.

    Aus gutem Grund. Frauen sind grundsätzlich besser dort einzusetzen wo Abnehmerzufriedenheit generiert wird, das Arbeiten und Navigieren in komplexen Modellen ist natürliche Männerarbeit.
    Es ist zudem wichtig diesen Sachverhalt bei Gelgenheit am Rande immer wieder mal zu erwähnen.

    Comment by Webbär — August 24, 2009 @ on August 24, 2009 at 12:33 am.

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