Springer-Welt läßt Kommentatoren vom Geheimdienst prüfen!?
Der Blog “Deutschlandpolitik” meldete gestern folgendes:
Im Artikel mit dem Titel “Vorsicht Falle: Wie arglose Urlauber zu leichten Opfern werden” ging es um kriminelle Machenschaften in Urlaubsländern; um die verschiedenen betrügerischen Maschen, mit denen Deutsche von ihren Gastgebern in den Ferien über den Tisch gezogen werden. Zu diesem Thema hatte so mancher Leser offenbar unschöne eigene Erfahrungen beizusteuern. Wie üblich wurden viele Kommentare von den Welt-Moderatoren als politisch unkonform befunden, zensiert und gelöscht. Dann der Knaller: Die Moderatoren offenbaren dreist, daß sie alle IP-Adressen der Kommentatoren dem Verfassungsschutz zusenden, “zur Überprüfung”. Es bleibt sogar offen, ob damit wirklich alle gemeint sind, oder “nur” solche, die sie für “ausländerfeindlich” halten.
Beweisscreenshot:

Von Kommentaren in BRD-Onlineangeboten ist sowieso abzuraten. Auch wenn die Worte der Welt-Online-”Moderatoren” nur “pädagogisch” gemeint sein sollten, offenbaren sie wessen Geistes Kind diese Leute sind. Ich glaube auch nicht, wenn Anfragen von BRD-Behörden kämen, die Surf-Profile der Leser zu übermitteln, dass dann ein heroischer Kampf um den Datenschutz und dem Schutz der Leser geführt werden würde. Auch würde ich mich über aktive Zuarbeit dieser Onlinemagazine in keiner Weise wundern.
Technisch ist es auch kein großes Problem die IP-Adressen von jedem Kommentator prüfen zu lassen. Auch als “normaler” Kommentator kann man so in das Visier von Verfassungsschutz kommen. Ebenso ist es denkbar, dass die Surfprofile wirtschaftlich ausgebeutet werden. Heißt, dass so personenbezogene Werbung möglich wird. Ich würde deshalb auch Cookies von solchen Seiten automatisch am Ende der Sitzung löschen lassen.
Am besten wäre es im neutralen Ausland eigene Blogs zu gründen, und dort dann den Mist auf deuschen Seiten zu kommentieren. Dann kommt so einfach keiner an Deine Daten und vor allem: keiner kann mal einfach so etwas löschen!
Stellungnahme von Welt-Online zu den Vorwürfen:
Welt-Debatten-Chef Holger Melas stellte auf Nachfrage klar: “Das war ein Fake. Wir geben IP-Adressen nur auf richterliche Anforderung heraus.” Die Welt sei eben eine der wenigen Tageszeitungen, bei denen die Leser direkt auf der Online-Seite kommentieren können und unflätige Postings erst nachträglich entfernt werden. “In einigen Wochen werden wir das System allerdings so einstellen, dass die Kommentare der echten Moderatoren farblich gekennzeichnet werden. Dann kann sich nicht mehr jeder als Welt-Online-Moderator ausgeben.”






Beachte einfach meinen -> Kommentar bei PI zur Sache und die dort von mir hinterlegten Links.
Du hast hier wenigstens Klarheit reingebracht, PI gibt sich nicht mal mehr die Mühe dazu.
PI wird immer schlechter, gestern hamse sogar einen kritischen Kommentar verschwinden lassen, guckste meine “Gegenkommentare” bei PI ab -> hier.
PI wird immer mieser, schlechte Recherche und Löschungen.
Comment by Wilhelm Entenmann — August 4, 2009 @ on August 4, 2009 at 5:11 pm.
Zum Thema: Sicher ist die Meldung, dass Überprüfungen beim Verfassungsschutz durchgeführt werden unglaubhaft. Glaubhaft wären Meldungen an die Polizei bei “volksverhetzenden” Kommentaren. Aber in wie weit kann man den Regeln heute noch trauen? Deshalb hatte die Meldung für viele “Wahrschein”, weil “wundern” würde das keinen. Überhaupt wird WeltOnline oft von PI verlinkt, worauf massenhaft (zuordbare) Kommentare dort erscheinen. Technisch wäre es von dieser Seite dann kein Problem gut die Hälfte der aktiven PI-Leser zu ermitteln. Wenn irgendwann “Beleidigung des Islams” strafrechtlich schlimmer bewertet wird als Leugnung des Holocaust, dann werden sicher solche Zusammenhänge greifen. In diesen Eskalationsstufen denken ja viele PIler.
Ich würde PI nicht zu kritisch sehen. Sie sind die FOX-News in der BRD und greifen Themen auf, die sonst keiner nehmen will. Abgeklärter Journalismus ist das natürlich nicht und es sind ja auch ehrenamtliche Helfer, die PI gestalten. Der Vorteil ist, dass sie eigentlich alle Themen aus unserem Bereich übernehmen und einer großen Öffentlichkeit vorstellen. Jetzt Niveau zu verlangen wäre zu viel und für einen “rechten” Kampagneblog eindeutig zu viel. Sicher Richtigstellung wenn man falsch liegt sind schon wichtig. Aber für große Blogs ist es normal, dass die Kommentare löschen. Hätte ich viele Kommentare, würde ich über kurz oder lang ebenso verfahren oder das Bloggen einstellen. Private Zensur ist auch ok, da User eben auf andere Blogs ausweichen können (bei Kewil oder Eisvogel gab es mal PI-Rebellen). Staatliche Zensur müßte per Definition eben alle Alternativen zensieren. Das ist der Unterschied.
Comment by geisteswelt — August 5, 2009 @ on August 5, 2009 at 8:17 am.
Weil in Eile mach ich’s (relativ) Kurz:
PI erreicht nicht einmal mehr das Niveau einer Bild Zeitung, weder in der Qualität der Recherche, noch in der Aktualität, zudem weiss man bei Bild einigermaßen, wer dort dahintersteckt.
Wer das Löschen von Leserkommentaren aus Gründen derer Unbequemheit (nicht der Menge, wie Du argumentierst) vornimmt, der möge sich bitte nicht, wie PI die öfter tut, über die Praxis von Welt Online beklagen.
….und als “PI-Rebellen” möchte ich nicht bezeichnet werden, da Rebell vorraussetzt, dass man zu einem vorgenannten “Verein” gehört.
Ich gehöre bzw. gehörte aber schon immer nur mir selbst und suche mir sehr genau meine “Konföderierten” aus.
In Sachen Recherche bist Du und in Sachen Aktualität Kybeline besser.
Comment by Wilhelm Entenmann — August 5, 2009 @ on August 5, 2009 at 3:40 pm.
Na ja PI-Leser und Kommentieren bei Welt-Online. Ich denke, es ist eine Art emanzipatorisches, psychologisches Selbstfindungserlebnis bei Welt-Online zu schreiben und dann “zensiert” zu werden. Die PI-Leser waren schon immer als “Rabauken” berüchtigt. Sie könnten ebenso bei “Zeit” oder “Süddeutsche” es versuchen. Welt-Online ist aber als ehemals konservative Zeitung eher ein psychologisches Erweckungserlebnis, da dadurch völlig klar wird, dass es nur noch einen Weg zu geben scheint und die Reihen der PI-Miteiferer noch enger zu schließen. Oder wie ist Deine tiefenpsychologische Analyse?
Letztlich halte ich mich bei Kritik bei ehrenamtlichen Projekten zurück. In jüngster Vergangenheit gab es Foren und Blogs wo ich mir dachte: schreib mal was kritisches. Ich habe es aber unterlassen, weil es nichts bringt der zu sein, der immer Recht hat. Andere Blogs sind sicher besser als PI, erreichen aber definitiv nicht die große Leserschaft, die notwendig ist politisch vielleicht etwas zu erreichen. Blogs sind immer subjektiver als richtige Journalistik, aber gerade deshalb können sie leichter die Political Correctness beiseite schieben. Über PI habe ich die letzen Jahre (jaa großer Plural) so manche Diskussion erlebt, wie auch über Projekte das ganze auf politische Füße außerhalb des Netzes zu stellen. Letztlich sind die, die immer Recht haben und alles wissen dabei eher kontraproduktiv und wissen nicht, worauf es ankommt: Geschlossenheit nach außen ist das A und O und Teamplay. Da mangelt es in der islamkritischen Szene, was ich viel kritikwürdiger finde. Beziehe jetzt das bitte nicht auf Dich, sondern sehe es als meine Meinung zu all den Distanzierungen und Endlosdiskussionen über PI, die an vielen Stellen geführt werden.
Comment by geisteswelt — August 5, 2009 @ on August 5, 2009 at 5:18 pm.
“Ja!”, “Ja!”, “Ja!”,…
aber dann doch bitte von allen Teammitgliedern, wobei das Team nicht PI heisst. PI ist vielleicht so etwas wie der “Stürmer” (unbeabsichtigte Absicht!) der Mannschaft, aber nicht deren Kapitän, Trainer oder gar Eigner.
Ich gebe Dir einmal ein Beispiel für ein Foolspiel von PI gegen andere Teammitglieder.
Du erinnerst Dich an meine Erlebnisse am 09.01.09 bei der Pro Hamas bzw. Anti Israel Demo in Mannheim(?), über welches ich gebloggt habe.
Am Tag nach der Demo erschien auf PI ein Artikel mit dem Augenzeugenbericht eines PI Lesers, welcher seine Erfahrungen bei der Demo in Mannnheim schilderte.
So wie dieser PI Leser seine Erlebnisse (er ist mit drei weiteren Leuten dort gewesen) schilderte, muss er in meiner Nähe gewesen sein und ähnliches wie ich erlebt haben.
Ich schrieb PI mehrfach(!) mit der Bitte, dass PI doch zwischen mir und ihrem Autor (Zeuge) Kontakt herstellen soll, da ich Zeugen für die Vorgänge in Mannheim für die Formulierung meiner (tatsächlich eingereichten) Strafanzeigen (wegen Volksverhetzung und Strafvereitelung im Dienst) suchte.
Ich bekam von PI keine Antwort!
Ich habe die Bitte auch in den Kommentarbereich von PI gesetzt.
“Nix!”, Nix!”, “Nix!”…, kam von PI.
Kurz später fand ich dann raus, dass PI diesen angeblichen Zeugenbericht eines ihrer Leser aus einem Nachrichtenboard entnommen (”geklaut”?) hatte.
Weisst Du was, seit diesem Erlebnis mit PI scheiss ich was auf PI.
Eine kurze Rückmail wäre das mindeste und ein Zeugenaufruf von PI auf PI wäre Teamplay gewesen.
Auf den Artikel über die Demo und das Schweigen von Politik, Presse und Juden(!), welchen ich via Broder auf der Achse des Guten gelandet habe, hat PI nicht hingewiesen, obwohl PI sonst jede ähnliche Geschichte gerne “copy and pasten”.
“Ne!”, “Ne!”, “Ne!”…, PI betreibt nach meiner Erfahrung ein Foulspiel.
btw ein befreundetes Blog teilte mir unlängst mit, dass es eine harrsche Email im Kommandoton (mit Löschbefehl!) bekommen habe, nachdem es etwas kritisches über PI veröffentlicht hatte.
Von wem diese Email gekommen sei sag ich nicht - der Beitrag wurde dann tatsächlich gelöscht.
Im Moment kämpfe ich mit dem Gedanken dies und mehr auf meinem Blog zu veröffentlichen.
Vielleicht erfahre ich dann auch, wer sich tatsächlich im Teamtrikot mit der Rückennummer PI verbirgt - denn auch darüber kursieren in Emails inzwischen die wildesten Gerüchte.
Comment by Wilhelm Entenmann — August 6, 2009 @ on August 6, 2009 at 8:28 am.
Schau mal: PI bekommt eine Menge Mails von allen möglichen und unmöglichen Leuten. Ist es nicht unfair zu erwarten, dass dann Mails beantwortet werden? Stell Dir vor Du hättest einen “Job” als PI-Mitbetreiber! Jeden Tag Spürnasenmeldungen und jeden Tag Mails von Leuten, die etwas ganz spezielles wollen. Das ist richtige Arbeit und weil man sie nicht wie wir kleineren Blogger sich frei einteilen kann ist sie zermürbend. Jeden Abend 2 bis 3 Stunden für 0 Euro. Klar dass die vieles wegklicken. Ich klick die meisten komischen Mails auch immer nur weg. Auch wegen Datenschutzgründen, denn Mails gehen schwieriger zu anonymisieren als Blogeinträger oder Kommentare.
Du machst den Fehler wie die “PI-Rebellen”. Die sagen vordergründig, PI sei nicht überzubewerten (machst Du auch). Sie klagen aber, dass es dort nicht so läuft wie sie es wollen. Was eigentlich dafür spricht, dass sie vieles meinen dort besser machen zu wollen. Sie meinen es, wissen aber eben nichts von den realen Verhältnissen, dass je größer ein Blog, desto mehr Zeit mehr oder weniger sinnlos geopfert werden muss. Ich halte das letztlich nicht für produktiv und Schriftsätze über 3 bis 4 Absätzen mit Klagen über PI lese ich (außer von Dir) nie ganz durch, weil es langweilig wird. Aus ihnen sprechen enttäusche Hoffnungen. Es ist aber unklug zu viel an Hoffnung auf Blogs etc zu setzen. Man verliert den normalen Maßstab, der außerhalb des Internets gilt.
Man muß sich immer bewußt sein, um was es geht! PI ist Multiplikator und es kommt immer häufiger vor, dass ich Leute im Realleben treffen, die ihre Kenntnis über politische Dinge von PI vermittelt bekommen. Das ist der Big Deal. Ob jetzt jede Idee, die sie von mir klauen mit einem Link zu mir “gedankt” wird oder nicht, das ist egal. Es geht nicht um mich oder dich, es geht darum die Leute da draußen zu erreichen! Schau Dir PAX Europa oder ähnliche Vereine an. Die beschäftigen sich nur noch gegenseitig, haben aber 0 Außenwirkung.
Comment by geisteswelt — August 6, 2009 @ on August 6, 2009 at 3:03 pm.
Nehme ich mich zu wichtig(?), ich glaube nein, zumal es mir schon immer um die Sache gegangen ist und die Sache in Mannheim den “Multiplikator” PI benötigt hätte.
Ich glaube nicht (mehr) die oft und überall vorgetragene Geschichte von der Überlastung von PI, wenn es um Emails geht, immerhin hatte PI scheinbar genug Zeit um sich um einen unliebsamen Beitrag auf einem anderen Blog zu kümmern und dessen Löschung zu “kommandieren” (siehe meine Schilderung im letzten Kommentar), was auch noch etwas ganz anderes andeuten würde… .
Komisch, an Broder (und andere viel beschäftigte Personen) bin ich mit meiner Email rangekommen… .
Lasse uns noch mal darüber reden, wenn die Öffentlichkeit erfahren wird, was und wer sich hinter PI verbirgt.
Es gibt Dinge, welche Du (wenn Deine Aktivitäten ausschließlich auf dieses Blog begrenzt sind) nicht wissen kannst.
Comment by Wilhelm Entenmann — August 6, 2009 @ on August 6, 2009 at 3:46 pm.
Lasse uns noch mal darüber reden, wenn die Öffentlichkeit erfahren wird, was und wer sich hinter PI verbirgt.
Ich hoffe Du weißt, dass dies d e r Wunschtraum der Linksextremen ist? Ja ich pflege nur dieses Blog und die Ränke und Skandale in der “Blogszene” interessieren mich überhaupt nicht. Ich gebe es zu, ich habe ein Problem manchmal diesen Rechner aus zu bekommen und mich von ihm weg. Aber das sehe ich schon kritisch und virtuelle Freund- wie Feindschaft würde das Problem noch verschlimmern. So jetzt mach ich mal aus …
PS: Achso… ich weiß nicht, wie wichtig Du Dich nimmst. Kommt darauf an wie ernst es Dir dabei ist und ob Dich solche Gedanken vor dem Schlafen plagen. Viele Leute knien sich richtig in solche Sachen rein, aber das ist nicht gut. Du bist Psychologe und verstehst, wenn man sagt, dass es falsch ist sich von seinen Emotionen fremdbestimmen zu lassen. Das “Messerschärfen” gegen und “Anprangern” von strategischen Verbündeten ist für mich emotional.
Comment by geisteswelt — August 6, 2009 @ on August 6, 2009 at 4:14 pm.
Du meinst eine “Zerschlagung und Abschaltung” von PI?
Eigentlich wollte ich zur Sache hier nichts mehr schreiben, aber Deine fragende Äußerung hat mich doch grübeln lassen.
Eben überfiel mich der fragende Gedanke, warum sich im realen Leben in Sachen Islamkritik so wenig bewegt, obwohl es doch so viele potentielle Akivisten gibt, wenn man auf die Besucher- und Kommentatorenzahlen bei PI blickt.
TanjaKrienen, deren Kommentare ich bei Kewil inzwischen zu schätzen weiss, schrieb unlängst ebenda im Zusammenhang mit Kewils Wahlempfehlung für die Piraten (jetzt sinngemäß wiedergegeben), dass man das Internet eigentlich abschalten sollte, damit die Leute auf der Straße wieder Politik machen und dabei auch andere zum Mitmachen gewinnen.
Trotz des Erfolgs von PI (beim nicht manipulirbaren blogcounter.de täglich konstante 30.000 Besucher seit einem Jahr) passiert nichts… oder eben gerade weil es PI gibt?
Darum auch die Frage danach, wer hinter PI (inzwischen?) steckt und, jetzt erweitert, gibt es Finanziers und welche Interessen verfolgen diese dann?
Comment by Wilhelm Entenmann — August 6, 2009 @ on August 6, 2009 at 5:13 pm.
TK möchte ich nicht hier besprechen, auch wenn sie auf Dich einen gewissen Einfluß zu haben scheint. Indirekt habe ich jedoch eigentlich schon alles in diesem Thread dazu abgehandelt.
Aber es ist doch recht krumm angedacht, PI die Schuld daran zu geben, dass “sich auf der Straße nichts rührt”? Gepaart mit wilden, angedeuteten Vermutungen der Hintermänner von PI betreffend ergibt sich ein Ansatz, den ich für die Sache selber als subversiv empfinde. Ich erinnere noch einmal, weshalb die Frontmänner/frauen von PI in die Anonymität gegangen sind: es waren Morddrohungen gegen den Gründer Stefan H. Jetzt eine Entanonymisierung zu fordern dient zum einen denen, die Gewalt gegen Menschen nicht scheuen und zum anderen möchte ich darauf hinweisen, dass auch DU damals Deine Solidarität zu Stefan H. in dieser Situation bezeugt hast. Dein jetziger Standpunkt hat sich zu 180° gewandelt.
Comment by geisteswelt — August 6, 2009 @ on August 6, 2009 at 6:07 pm.
Manchmal muss man “abwegig” denken, also aus den gewohnten Denkschienen herausspringen, wenn man etwas neues entdecken, zumindest aber eine (Hypo-)these entwerfen möchte/muss, die zur Klärung von Ereignissen notwendig sind, welche durch die bisherigen Denkschienen (s.o.) nicht klärbar sind.
Ja, an das rote Auto vor der Türe kann ich mich noch lebhaft erinnern…, es wird ja auch immer wieder davon berichtet, dass so kleine gemeine Autos Menschen anfallen.
Vor einigen Monaten standen an ein paar Abenden so Kids mit Pali-Tüchern vor unserem Haus…, Pali-Tücher können voll fies sein.
Comment by Wilhelm Entenmann — August 6, 2009 @ on August 6, 2009 at 6:25 pm.
Gestern Abend kam es mir noch in den Sinn, wie Du diese Worte auf einer dunklen Bühne mit einem Totenkopf in der Hand sagen würdest! Bei Hamlet habe ich das mal gesehen. Ist der typische Blogger eine Hamlet-Persönlichkeit? Wenn das stimmen würde, würde es auch die Frage erhellen, warum er letztlich immer scheitern würde. Hamlet ist immer ein tragischer Held, der am eigenen Widerspruch erkrankt, scheitert! Vielleicht ist Bloggerei Zeitgeistphänomen, kein politischer Aufbruch?
Comment by geisteswelt — August 7, 2009 @ on August 7, 2009 at 9:02 am.
In eine hast Du Recht, ich hinterfrage die Dinge und zuweilen auch die Menschen sobald Widersprüche auftauchen.
Würde morgen ein Geert Wilders eine Muslima heiraten, so würde ich dies nicht aus Gründen des Team Play plötzlich gutheißen, nein, ich würde Wilders bei seinen eigenen Worten nehmen.
Und wenn bei mir, wie tatsächlich schon geschehen, Muslime telefonieren und sich offen, aber mit klarer Position über den Islam unterhalten wollen, mich dabei sogar zum Essen einladen, nun, diesen offenen Geist lasse ich mir nicht nehmen.
Aber damit unterscheide ich mich nicht von all jenen, welche sich eines kritischen offenen Geistes rühmen und deshalb zuweilen auch bloggen.
Comment by Wilhelm Entenmann — August 7, 2009 @ on August 7, 2009 at 2:13 pm.