Steffen Lemmes Volksverhetzung: Der braune Dreck soll unter keinen Umständen abfärben!
In Thüringen sind NPD-Abgeordnete in die Rathäuser eingezogen. Was für Gedanken man sich deswegen macht zeigt dieser Artikel:
„Leider ist es nicht gelungen, Vertreter der rechtsextremen NPD aus unseren kommunalen Gremien heraus zu halten. Die Partei ist erklärtermaßen demokratiefeindlich. Sie will unsere freiheitlich demokratische Grundordnung überwinden und macht daraus auch keinen Hehl. Die errungenen 25 Mandate für die NPD sind verheerend für die Demokratie vor Ort“, so Steffen Lemme, Landesvorsitzender des DGB. „Wir möchten verhindern, dass sich die Bürgermeister und Landräte bei dem vorgeschriebenen Handschlag die Hände schmutzig machen. Der braune Dreck soll unter keinen Umständen abfärben!“
Aus diesem Grund hat der DGB-Thüringen weiße Handschuhe mit dem Logo der Initiative „Deine Stimme gegen Nazis“ an die betroffenen Bürgermeister und Landräte gesendet, um diesen bei der Verhandschlagung der NPD-Kader überzuziehen. „Die Thüringer Kommunalordnung erzwingt diesen Handschlag zur Verpflichtung. Sie verbietet aber nicht, sich als Bürgermeister oder Landrat vor der brauen Gefahr zu schützen. Diese Möglichkeit bietet unser Demokratie-Handschuh“, so Lemme abschließend.
Bemerkt sei, wer andere als Insekten oder einfach nur Dreck öffentlich hinstellt, unterscheidet sich nicht qualitativ von NAZIs. Die Frage ist jetzt: wer etwas macht, was NAZIs auszeichnete, was ist dieser jetzt? Steffen Lemme ist nicht nur Funktionär beim DGB, sondern bewirbt sich auch für die SPD um ein Bundestagsmandat bei der nächsten Bundestagswahl.






Nachtrag: Psychologisch ist es ebenfalls sehr erhellend. Steffen Lemme möchte symbolisch durch Handschuhe einen Schutz davor, dass der “braune Dreck” unter keinen Umständen abfärbt! Ich denke, ich könnte einem Homosexuellen oder Muslim die Hand geben, ohne gleich selber homosexuell oder islamophil zu werden. Wer sich da nicht soo sicher ist, würde natürlich in solch einen Irrationalismus fliehen. Anders gesagt, befürchtet Lemme selber auch NAZI zu werden, wenn er durch eine “Magie des Handschlages” dazu gemacht werden könnte. Er ist sich seines eigenen Standpunktes, kein Nazi sein zu wollen, also gar nicht so sicher, wie er es zuerst glauben machen will.
Meine Grundthese ist: der Nazi von gestern ist der Gutmensch von heute. Gutmenschen wie Lemme führen jetzt einen “Kampf gegen Rechts” (übrigens gegen Rechts, nicht gegen NAZIs) in der Hoffnung so ihre eigenen NAZI-Anteile durch eine strenge Stilisierung ihrer selbst in der Kämpferpose und in rigiden Pauschalisierungen übertünchen zu können. Wahrscheinlich würde sonst irgendwann ihr rechter Arm von selber anfangen zu zucken, wenn sie sich und anderen nicht 24-Stunden am Tag klar machen würden, dass sie “gegen Nazis” sind. In Lemmes Wortlaut kommt so ganz schön die unbewußte Angst zum Vorschein selber Nazi zu sein. Man findet diese Ängste auch bei zB Schwulenhassern, die innerlich nur ihre eigenen Homo-Phantasien unterdrücken. Bei Nazi-Jägern ist es genauso, wenn man es psychoanalytisch sehen dürfte. Leute wie Lemme gehören nicht in den Bundestag, sondern auf die Couch. Es reicht nicht aus, die Leute zu entnazifizieren, oder im Falle von Lemme (Ossi) sozialistisch zu sozialisieren. Sie müßten einfach mal auf die Couch. Dann erst kann man sie wieder auf die Leute loslassen.
Comment by geisteswelt — July 7, 2009 @ on July 7, 2009 at 7:51 am.