Laßt Karstadt doch pleite gehen!
Müssen jetzt in der so genannten Wirtschaftskrise alle größeren Konzerne vom Staat gerettet werden?
Merkel und Co drängen derzeit in die Öffentlichkeit, um mit reichlich Steuergeldern marode Betriebe der BRD kurzzeitig vor dem Zusammenbruch zu retten. Das Kalkül der Parteien liegt da eher auf der nächsten Bundestagswahl, als jetzt in einer Investition von Steuergeldern in eine langfristige Kapitalanlage. Letzteres ist denen auch egal. Es geht nur darum Arbeitsplätze zu halten und das auf Kosten der Allgemeinheit. Letztlich ist das eine wirtschaftliche Logik, die auch schon die DDR in den Kollaps getrieben hat.
Karstadt-Chef Herzberg sagte der Bild am Sonntag: “Die Biografien von mehr als 50.000 Mitarbeitern würden gebrochen.” Er warnte vor Folgeinsolvenzen bei Lieferanten und bezeichnete ein Verschwinden von Karstadt als “Katastrophe für die deutschen Innenstädte”.
Dramatisch kündigt jetzt auch der Karstadt-Chef das Sterben seiner Firma an. Der Staat solle helfen, weil er überall hilft die armen Mitarbeiter nicht mit einer “gebrochenen Biografie” zu belasten und eine “Katastrophe für die (!) deutschen Innenstädte” abzuwenden. Das ist sicher was für SuperMerkel und die x-te Steuermilliarde, die noch gar nicht von den Finanzämtern eingetrieben worden ist.
Spätestens hier sollte einem aber der Kragen platzen! Es ist überhaupt kein Verlust, wenn Karstadt jetzt dicht macht. Noch hat das mit der jetzigen Wirtschaftskrise zu tun. Schon so lange ich denken kann, war ich immer froh ein Karstadt-Geschäft wieder verlassen zu dürfen. Denn die Mitarbeiter waren überall faul und unfreundlich, die Preise gesalzen und die Auswahl nicht gerade berauschend. Dass der Laden pleite geht ist kein Wunder bei Beschäftigten, denen der Kunde herzlich egal ist und in jedem Lidl man besser beraten wird.
Überhaupt wenn man die Logik, die dahinter steckt zuende denkt, dann kommt was total komisches raus: unrentable Geschäfte werden durch den Staat künstlich am Leben erhalten. Daraus folgt, dass irgendwann auch der Staat ein Interesse entwickeln wird, dass BRD-Bürger dann in diesen Geschäften einkaufen müssen. Preiswerte Discounter werden verboten oder deren günstige Ware wird durch Steuern künstlich verteuert. Dass alles nur, damit Fräulein Müller in Karstadt sich weiter die Fingernägel machen kann und Leute wie mich dabei mit kalter Ignoranz strafen wird. Ich darf dafür dann auch massiv an Steuern berappen und über Fragen mich neurotisch reflektieren wer jetzt verrückt wäre? Die oder ich?






Karstadt könnte staatlich weitergeführt werden, quasi intershopmässig mit bestimmten Möglichkeiten, die freie Anbieter nicht haben, bspw. die Nachtverkaufserlaubnis.
Vgl. auch die SevenEleven-Kette in Dänemark.
;)
Comment by Silberlöffel — May 26, 2009 @ on May 26, 2009 at 6:27 pm.