John Demjanjuk ist unschuldig!
„Jeder Mensch, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, ist solange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren, in dem alle für seine Verteidigung nötigen Voraussetzungen gewährleistet waren, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.“ - Grundrechtecharter der UN
Lange schon bahnte sich der Fall Demjanjuk in der Presse an. Es wurde von einem “Nazi-Schergen” berichtet, der angeblich als Aufseher im nationalsozialistischen Gefangenenlager Sobibor 29 000 Juden “ins Gas getrieben haben” soll. Solche Formulierungen kamen und kommen in der Berichterstattung der öffentlichen Medien der BRD täglich vor und niemand nimmt Anstoß daran. Wahrscheinlich sind diese Formulierungen “politisch korrekt” und eher der, der diese in Frage stellen würde, dem würde ein seltsamer Makel des “Leugnens” anheimfallen.
John Demjanjuk war kein Nazi
Demjanjuk war kein Nazi! Wenn man sich ein bißchen nur mit seinem Leben auseinandersetzt, dann wird dies klar sein. Iwan Demjanjuk wurde als Jugendlicher von der Roten Armee zwangsrekrutiert, um gegen Nazi-Deutschland zu kämpfen. Dies tat er nicht freiwillig und auch sein Wechsel zu der SS erfolgte nicht aufgrund ideologischen Überzeugungen, sondern einfach aufgrund existenzieller Überlegungen die deutsche Kriegsgefangenschaft zu überleben. Später sollte er auch für die amerikanischen Besatzer als Fahrer bei Regensburg arbeiten. Dies geschah ebenfalls aus praktischen Überlegungen heraus. Ein Ideologe war er nie, sondern stets flexibel. Später wanderte er in die USA aus und änderte seinen Vornamen von Iwan nach John (1).
John Demjanjuk war kein KZ-Aufseher
Beschäftigt man sich mit dem Gefangenenlager in Sobibor, dann liest man, dass es eine Stammbesatzung von 10 bis 15 deutschen KZ-Aufsehern gab. Die ukrainischen SS-Männer waren diesen nicht gleichgestellt und hatten die Funktion der Zuarbeit. Ob jetzt Demjanjuk “29000 Juden ins Gas getrieben” hat oder eben nur Glühbirnen im Lager gewechselt hat, das ist eine offene Frage?
John Demjanjuk war schon einmal freigesprochen worden.
Und das in Israel. Israel ist für mutmaßliche NS-Verbrecher ein äußerst ungünstiger Ort. Und tatsächlich sollte er zunächst dort als angeblicher KZ-Aufseher eines anderen KZs hingerichtet werden. Erst zuletzt (vor der Hinrichtung) ergaben KGB-Unterlagen, dass Demjanjuk mit einem anderen Ukrainer verwechselt worden war (2). Insgesamt 7 Jahre saß er wegen dieser Verwechselung schon im Gefängnis (3).
Jetzt haben findige deutsche “Nazi-Jäger” trotzdem einen alten Dienstausweis gefunden, nach dem Demjanjuk in Sobibor gewesen sein soll. Wie auf dem Bild zu erkennen ist, wurden ihm ein paar Socken, ein Hose, Decke etc. ausgegeben. Alles Anzeichen dafür, dass er nie mehr als Hilfsarbeiter dort gewesen ist. Jetzt soll ihm der Prozeß in Deutschland deswegen gemacht werden. Wie jetzt aus der Presse zu erfahren ist, gibt es “zur Zeit” keine Zeugen, die ihn auf irgendeine Art belasten würden. Eben nur diesen Ausweis. Dass die Deutschen zu einem “harten Urteil”, trotzdem, kommen werden, ist klar. Wenn Demjanjuk sich in irgendeiner Art verteidigen würde, dann würde er Gefahr laufen den Holocaust zu “leugnen” oder zu “relativieren”. Allein das reicht um ihn lebenslang zu Horst Mahler zu sperren. Dass Demjanjuk hier als Ukrainer zum zweiten Mal Opfer von deutschen Gesinnungstätern wird, das ist wohl eine Ironie des Schicksals.
(1) Einige deutsche Medien (”Fokus”) bringen es fertig seinen Namen als John “Iwan” Demjanjuk zu nennen. Die Anführungsstriche um “Iwan” suggerieren, dass dies nie sein richtiger Name gewesen wäre, sondern ein Spitzname, den er im Gefangenlager gehabt haben mag (in Anlehnung auf “Iwan der Schreckliche”).
(2) Was eigentlich die Verläßlichkeit von Zeugen sehr wage erscheinen läßt, Menschen nach großen Zeiträumen zweifelsfrei identifizieren zu können.
(3) Auch wenn Demjanjuk zu einem Helfer eines Völkermordes wurde, dann sind 7 Jahre Gefängnis vergleichbar mit denen, die das UN-Kriegsverbrechertribunal gegen nichtverantwortliche Teilnehmer an solchen Völkermorden im Jugoslawienkonflikt ausgesprochen hat.






Ich denke auch nicht, dass Demjanjuk ein Täter war.
Trotzdem bin ich auf das Verfahren gespannt.
Hat es in Sobibor wirklich Gaskammern gegeben?
Vielleicht bringt uns Demjanjuk weiter.
(Folter im Namen der USA ist freilich auch in BRD-Gerichten nicht ausgeschlossen. Ich bete darum, dass man das diesem armen Menschen nicht auch noch antut, der in seinem Leben so viel erlitten hat.)
Comment by Gerhard Eichhorn — May 14, 2009 @ on May 14, 2009 at 9:07 pm.
John Demjanjuk ist unschuldig II
Wie sehr man mit seinen Zweifeln an der politischen Justiz (genauer: der politischen Staatsanwaltschaft) in Deutschland immer wieder recht hat, zeigt jetzt ein “Report Mainz”-Beitrag.
…
Trackback by GeistesWelt — June 11, 2009 @ on June 11, 2009 at 12:21 pm.
ID-Card 1393 Demjanjuk trägt am Deckblatt - SS und Polizeistützpunkte im neuen Ostraum.
Diese SS Dienststelle wurde am 31.3.1942 von Reichsführer Heinrich Himmler total aufgelöst.
Beweis: Tgb.Nr. I 526 / 42 Führer - Hauptquartier 27.3.1942
Beweis: Auszug aus den Wirtschafts-und Verwaltungsanordnungen vom 15. Mai 1942 Nr. 3
Herr Demjanjuk kam am 18.Mai 1942 in Deutsche Kriegsgefangenschaft - und hat ein Ausweisdokument von einer SS Dienststelle die es nicht mehr gegeben hat- obendrauf mit Sonderbehandelten Sonderstempel der Standortverwaltung wo die Runen der SS von Hand eingepinselt sind.Es gibt noch eine Reihe weiterer Schönheitsfehler.
Einen solchen Papierfetzen der Echtheit zu bescheinigen ist schon mehr als ein Geistiges Armutszeugnis
gez. Schein
Anmerkung Editor: Kommentar war in Moderation, wahrscheinlich wegen dem unvollständigen URL der “Homepage”.
Comment by Schein — August 9, 2009 @ on August 9, 2009 at 7:26 pm.