Ahmadinejads Rede zu Führers Geburtstag!
Etwa 40 Delegierte europäischer Staaten haben am Montag auf der Anti-Rassismus-Konferenz in Genf unter Protest den Sitzungssaal verlassen. Anlass war eine Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad. Er sprach von einer “völlig rassistischen Regierung” Israels. Der Staat Israel sei unter dem “Vorwand jüdischen Leidens” im Zweiten Weltkrieg gegründet worden. “Zionisten” und ihre Verbündeten hätten den Krieg im Irak geplant. Der Zionismus sei der “personifizierte Rassismus”.
Seine Rede wurde von mehreren Demonstranten mit Rufen wie “Schande” und “Rassist” unterbrochen. Rund 100 Mitglieder vor allem proisraelischer und jüdischer Gruppen hinderten Ahmadinedschad später an der Teilnahme einer Pressekonferenz.
Kommentar: Komischerweise wird so ein Gespenstertanz “rein zufällig” am 20. April, “Führers” Geburtstag (1), zelebriert. Schwach auch die Reaktionen der westlichen Welt! Nicht hingehen oder empört rausgehen … dabei wird es bleiben.
Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy protestierte scharf gegen die Rede Ahmadinedschads. Er verurteile “diese Hassrede vollständig”, erklärte Sarkozy. Er rief die EU zu einer “Reaktion von äußerster Entschlossenheit” auf. Ahmadinedschad rufe zum Rassenhass auf, er verhöhne die Ideale und Werte, die in der universellen Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben seien, sagte Sarkozy.
Das war es dann auch. Keine Flächenbombardements iranischer Städte und Mini-Nukes auf Atomanlagen? Wahrscheinlich auch kein Grund den Israelis freie Hand zu lassen die Araber im Grenzgebiet zurück in das Meer zu jagen? Auch im Hinblick auf die Wirtschaftskrise wären solche Maßnahmen sinnvoll, den Konflikt nach außen zu tragen und so Dollar und Euro noch für ein paar Jahre zu stabilisieren. Na ja, man darf gespannt auf die ersten entschuldigenden Kommentare in der Presse sein.
Trivia: (1) um genau zu sein: der 120. Geburtstag.






Es wird jetzt analysiert, wer sitzen geblieben ist, die Schweizer blieben ungerührt sitzen, hätten Reschpekt vor der Freiheit der Meinungsäusserung gehabt, so hiess es.
Zuvor ist A aus I bereits vom Schweizer Präsidenten “auf Augenhöhe” ampfangen worden, westliche Journalisten mussten beim Empfang draussen bleiben, iranische durften komplett rein, der Handshake solle nicht fotografiert werden, so die Schweizer Offiziellen.
Naja, past zu dem Schleier-Auftritt der Vogelscheuche.
Comment by Silberlöffel — April 20, 2009 @ on April 20, 2009 at 11:35 pm.
Ach die Schweizer lassen sich von den USA ihr Bankgeheimnis kaputtmachen und von Peer Steinbrück für ihre niedrigen Steuern auf das Übelste beschimpfen. Ahmadinejad dann auch noch die Hand zu schütteln macht es nicht viel schlimmer. Ich meine die Schweizer hatten früher mehr Selbstrespekt als heute.
Aber im Großen und Ganzen steht die “Empörungsfront” noch. Sich empören können die EU’ler ja am besten. Mehr aber auch nicht. Früher wurden solche Reden noch als Kriegserklärung aufgefasst oder solche folgten auf solche Aussagen. Daran denken die noch nicht einmal im Traum!
Dann ist Deutschland immer noch Irans bester Handelspartner … an Sanktionen in Deutschland … nicht einen Schimmer davon in dem Zeitungsgewitter.
Auch das mindeste, dass man sagt: gut interessiert uns eigentlich nicht aber wir lassen dann eben den Israelis freie Hand zu dem, was sie tun müßten! Dann kommen wieder die Bedenkenträger, Zweifler und Mahner aus ihren Löchern.
Ahmadinejad gewinnt so sein Spiel die arabische Gosse zu unterhalten. Die empörten Europäer sind da nur Staffage.
Comment by geisteswelt — April 21, 2009 @ on April 21, 2009 at 12:10 pm.