SPD Ministerpräsident erkennt: BRD KEIN idealer Staat!
“Ich verwahre mich dagegen, die DDR als totalen Unrechtsstaat zu verdammen, in dem es nicht das kleinste bisschen Gutes gab”
Mit diesen Worten äußerte sich Erwin Sellering, Ministerpräsident von Mecklenburg-Vorpommern (ehemals DDR) zu der historischen Darstellung einer der Vordiktaturen zu der jetzigen BRD. Jetzt heißt es er “verharmlose” die DDR auf eine “unerträgliche” und “anmaßenden” Art und Weise.
Sellering räumte in dem Interview zwar ein, dass es keine Kontrolle durch unabhängige Gerichte gegeben habe, weshalb zur DDR auch immer “ein Schuss Willkür und Abhängigkeit” gehörten. Er habe aber Bedenken gegen Diskussionen, die sich nur auf die DDR beschränkten, erklärte Sellering: “Die alte Bundesrepublik hatte auch Schwächen, die DDR auch Stärken.” Es sei nicht ein idealer Staat auf einen verdammenswerten Unrechtsstaat gestoßen.
Gerade aus CDU-Kreisen wird jetzt Kritik gegen Sellering laut. Seltsam anmutend, da deren Partei ja einen großen Anteil an der Revitalisierung eines DDR-Gefühls in der jetzigen BRD hat. Die konservative, gesellschaftskritische JUNGE FREIHEIT schrieb über dieses Thema vor kurzem:
Um ihrer Kritik die gewisse Würze zu geben, verweisen konservative Merkel-Feinde auf ihre Ämter in der FDJ und unterstellen ihr indirekt Opportunismus, politische Linkslastigkeit bzw. Beliebigkeit sowie ein instrumentelles Verhältnis zur Macht, das nach sachlichen und ethischen Begründungen nicht fragt – Eigenschaften eben, ohne die man es auf der offiziellen Karriereleiter der DDR in der Tat nicht weit brachte.
Vieles davon trifft auf sie zu – was nur zeigt, daß diese Negativ-Eigenschaften im bundesdeutschen Politikbetrieb ebenfalls unabkömmlich sind und zwischen DDR und BRD heute viel mehr Gemeinsamkeiten bestehen, als man das je für möglich hielt. Von der Kritik an Merkel bleibt dann nur noch der Neid auf ihren Erfahrungsvorsprung, den sie der harten DDR-Schule verdankt.





