NPD-Pleite: gehen den Linken jetzt die NAZIS aus?
Jean Cremet, Autor der linken Internet-Publikation JUNGLE WORLD, beschäftigt sich mit der Frage, was passieren würde, wenn die nationaldemokratische Partei NPD pleite gehen würde? Besorgt kommt er zu dem Schluß:
Dass die NPD aber demnächst Konkurs anmelden muss, das darf nicht sein. Denn dann droht der Verlust von Arbeitsplätzen. Dabei geht es nicht um die Arbeitsplätze bei der NPD, obwohl ein Konkurs zweifellos dazu führen würde, dass auch eine Reihe von Arbeitsplätzen bei der Partei wegfallen würde. Vor allem aber hätte der Ruin der NPD – der derzeit einzigen ernsthaften Wahlpartei der extremen Rechten – relativ schnell die Folge, dass die Förderprogramme unter Labeln wie »Weltoffenheit«, »Demokratie« und »Toleranz« eingestellt würden.
Häufig sind Beiträge in der JUNGLE WORLD auch satirisch aufzufassen. Hier aber anscheinend nicht, denn der Autor legt seine etwas seltsam anmutende Gedankenwelt weiter dar:
Auch dies würde zunächst lediglich bedeuten, dass die wirkliche Lage endlich realistisch betrachtet werden kann. Denn die »Demokratiezentren« und Ähnliches sind eben kein Ausdruck einer funktionierenden Zivilgesellschaft, sondern Deckmäntel für das Versagen des Staats. Der »Aufstand der Anständigen« ist gescheitert, der »Aufstand der Zuständigen« hat gar nicht begonnen. Vom zu erwartenden Arbeitsplatzabbau wären aber auch die Mobilen Beratungsteams und die Opferberatungsstellen betroffen. Diese sind die einzigen unabhängigen Instanzen, an die sich die Opfer von Nazigewalt wenden können. Selbst wenn es sonst keinen einzigen anderen Grund gäbe, dürfte die NPD schon allein deshalb nicht in Konkurs gehen.

So stellen sich Linke NAZIS am liebsten vor. Was aber wäre, wenn es eines Tages keine NAZIS mehr geben würde?
Irgendwie rührend. Aber sicher müßten eigentlich “richtige” Linke, die ohne “NAZIS” eben wie eine Suppe ohne Salz sind, mit Schildern vor den NPD-Ortsverbänden stehen auf denen steht “Rettet die Nazis” und Spenden sammeln, damit deren Hauptlebenslüge nicht in Luft aufginge! Aber:
Niemand wird ernsthaft davon ausgehen, dass ein Nazi kein Nazi mehr ist, weil seine Nazipartei kein Geld mehr hat. Weiterhin wird es Nazis geben, die Nazipolitik machen – aber wo? In welchen Zusammenhängen wird dann der ehemalige NPD-Kreisvorsitzende auftauchen? Und bei welcher Kameradschaft werden seine Nazi-Kameraden unterkriechen? Wie läuft jetzt die Kommunikation zwischen den ehemaligen NPD-Kadern, die ihre Arbeit gleichsam ehrenamtlich fortführen? Das bedeutet viel Arbeit für die Antifa und für recherchierende Journalisten, denn die Arbeit des Inlandsgeheimdienstes ist insbesondere in Ostdeutschland meist so geheim, dass nicht einmal dessen Mitarbeiter wissen, was sie wissen und was nicht. Trotzdem würde auch der Geheimdienst den Anlass nutzen, um Personalaufstockung und zusätzliche Finanzmittel zu fordern. Wer also nicht will, dass der Verfassungsschutz weiter ausgebaut wird, der sollte lieber hoffen, dass die NPD keine Pleite erleidet.
Tja, gewichtige Probleme! Wohin haben sich die NAZIS jetzt denn verkrochen? Intuitiv will mal Cremet und anderen, jetzt arbeitslosen Linken, zurufen: “Grabt doch mal im Boden! Die Regenwürmer sind doch auch braun und eklig!” Sicherlich würde es so bei Regen nur von NAZIS so wimmeln?

Antifant Wuschel auf Nazi-Jagd: NAZIS jetzt auch unter der Erde reichlich zu finden?





