Vaclav Klaus’ Eklat im EU-Parlament
Vaclav Klaus hat es geschafft was viele EU-Bürger sich sehnlich wünschten: EU-Bürokraten gingen freiwillig, durch seine Rede inspiriert, nach Hause. Hier ein Video-Mitschnitt von Vaclav Klaus’ Rede vor dem “europäischen Parlament”:
Nebenbemerkungen:
Hier gibt es die Rede von Vaclav Klaus dem Wortlaut in deutscher Sprache zu lesen.
Reaktionen der Presse am Beispiel des Kommentars von Nicolas Schöneich:
Nicolas Schöneich schreibt für die FTD, eine Wirtschaftszeitung. Auch hier mehr als Häme für den mutigen Politiker Klaus, der vor einem Staat mahnt, der den Markt zu ersetzen droht. Eigentlich sollte man denken, solche Ideen kämen wenigstens bei der von der FTD bezahlten Lohnjournalisten an? Aber eine Stelle hat es besonders in sich (Quelle auf Seite 2 des Artikels):
Klaus zelebriert in seiner Rede das Dagegensein. Für seine Ausfälle wird er inzwischen sogar von der Kunstwelt verhöhnt. Das Kollektiv um den Tschechen David Cerny, dessen Skulptur “Entropa” das Brüsseler Ratsgebäude ziert, hat Klaus zum europaweit bedeutendsten Klischee tschechischen Ursprungs erkoren. Das Kunstwerk, auf dem Deutschland als von Autobahnen durchzogen und Bulgarien als türkische Stehtoilette dargestellt wird, gießt auf einem Laufband Hohn und Spott über das Staatsoberhaupt aus. Vom “bedeutenden Philosophen”, “schlausten Mann der Welt” und “scharfsinnigen Beobachter” ist dort zu lesen. Darunter erscheint ein Best of seiner Sprüche, etwa der von Umweltschutz oder Feminismus als “Ersatzideologien für den Sozialismus”.
Um es bildlich zu sagen pisst sich der Deutsche Schöneich vor Lachen förmlich in die Hose. Er kommt sich bei seinem Vergleich so tiefsinnig vor und unterschlägt aber jedoch, dass es ja nicht nur die Autobahnen auf dem von ihm zitiertem Kunstwerk sind, sondern die Pointe ist, dass diese Autobahnen ein zerbrochenes Hakenkreuz zeigen. Darüber haben sich Leute wie er tagelang in ihren Traktaten abgearbeitet. Jetzt entfällt dieser “Umstand” einer diskreten Zensur. So ist das in EU-Land.





