GeistesWelt

January 9, 2009

Zweifel im Fall Mannichl

Filed under: Bayern

Verschlagen dreinblickend wirkt der Polizeichef Alois Mannichl auf Pressephotos. Die Spekulationen, ob eine womögliche Messerattacke mit rechtsradikalem Hintergrund nur vorgetäuscht worden war, rissen bis zum heutigen Tag nicht ab. Jetzt kommen auch den Ermittlern ernsthafte Zweifel.

Auch die etablierte Online-Seite “Welt Online” berichtet jetzt kritisch in ihrem heutigem Artikel “Die Ungereimtheiten im Fall Alois Mannichl” über den Fall Mannichl. Ermittler werden dort indirekt zitiert, die erhebliche Zweifel an dem vorgegebenen Ablauf der Tat äußern. Ablauf der Tat sprächen eher für eine Beziehungstat. Hier zum vollständigen Artikel! Hier ein ebenfalls aktueller Artikel der “Sueddeutschen”.

Der Fall Mannichl wurde gesellschaftlich von Presse und etablierter Politik für ein eventuell geplantes NPD-Verbot instrumentalisiert. Die Post-Nationalsozialisten wehrten sich am Wochenende in Passau mit einer Demonstration gegen diese Vereinnahmung. Die Demonstration wurde unter strengen Sicherheitsvorschriften (u.a. Verbot der Mitnahme von Lebkuchenmännern) genehmigt und verlief trotz Aufmärschen von politischen Gegnern friedlich.

via berichter-blog!

20 Comments »

The URI to TrackBack this entry is: http://geisteswelt.blogsome.com/2009/01/09/zweifel-im-fall-mannichl/trackback/

  1. Ja, es wird immer köstlicher, mittlerweile erkennen auch “erfahrene Ermittler”, dass “irgendetwas nicht zusammen passt”.
    Das haben “wir” auch schon seit längerem erkannt, der gesunde Menschenverstand kehrt jetzt aber wieder zurück zu den erfahrenen Ermittlern, LOL.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 2:12 pm.

  2. Auch jetzt sollte man zwischen den Zeilen lesen können: Es gab keine fremden Fingerabdrücke auf dem Tatmesser und auch keine “Wischspuren” wie sie bei Handschuhträgern zu erwarten wären. Wer da nicht 1 und 1 zusammenzählen kann, dem ist nicht zu helfen.

    Comment by geisteswelt — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 3:43 pm.

  3. Ein Selbstmordversuch darf sicherlich auch ausgeschlossen werden, es spricht so einige für eine (spontan begangene) Beziehungstat.
    Unglaublich, dass bei diesem Ermittlungsstand, der sicherlich sehr schnell vorlag, nicht im Umfeld Mannichls ermittelt worden ist. Mannichl selbst ist der Vertuschung eines Verbrechens verdächtig.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 5:04 pm.

  4. Der Mannichl selber steuert aber noch in den aktuellen Interviews gegen: „Ich gehe durch ein tiefes Tal“. Ist die Frage, wenn der mauert, dass dann die Staatsanwaltschaft sagt, dass sie irgendwann die Ermittlungen einfach einstellt?

    Comment by geisteswelt — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 6:11 pm.

  5. Die Ermittler können ihre Ermittlungen nicht ohne weiteres einstellen, wenn Mannichl mauert.
    Es müsste schon ein höheres Staatsinteresse festgestellt werden, LOL, aber das Interesse des Staates besteht hier in der Aufklärung.
    Irgendwo las ich noch, dass längere Zeit, also bevor den Erstermittlern die Ermittlungsarbeit entzogen wurde, quasi Mannichl den Ermittlungen vorgesetzt war, ich hab die Zusammenhänge aber nicht ganz verstanden, es schien aber so als könnten die Erstermittler nicht gegen den Dienstherrn ermitteln.
    Der Interessenkonflikt scheint jetzt ausgeräumt.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 6:28 pm.

  6. PI meint, es gab den “Lebkuchenbrauch” nie, LOL, ich habs bis gerade geglaubt.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 6:40 pm.

  7. Die Erstermittler waren Mannichls eigene Leute. Und die haben nicht sauber gearbeitet. Hier sagt ein Nachbar, dass er erst am 2. Januar, also 3 Wochen nach dem Vorfall, von der Polizei befragt worden wär. Ich glaube die Truppe war damals schon “50-köpfig”. Weiß nicht, was die mit so vielen Köpfen angefangen haben?

    Meine Befürchtung ist aber, dass der Staat hier dann kein Interesse an Aufklärung haben wird, wenn er sich selber oder einen seiner Vertreter in Frage stellen lassen muß. Im Falle des Brandes in einem von Türken/Kurden bewohnten Hauses lief es ja ähnlich, dass der öffentliche Wind immer kleiner wurde, je mehr als Alternative Selbstentzündung durch illegales Stromabzapfen in Frage kam. - Aber Merkel&Co mit ernsten Gesichtern zuvor diese Story aufgewertet haben. Ähnlich kann ich es auch hier mir vorstellen. Mannichl gibt ein paar Interviews, in denen er seine Vorstellungen zu diesem Fall wiederholt. Wer Fragen stellt ist rechts. Außerdem kommen die Infos von der “SZ” von anonymen Ermittlern. Die schreiben nicht unbedingt den Endbericht. In diesem steht dann wahrscheinlich: nicht alle Fingerabdrücke auf der Tatwaffe ließen sich klar darstellen. Am Ende ist der Täter nicht zu ermitteln, vermutlich aber aus dem rechten Milieu.

    Comment by geisteswelt — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 7:05 pm.

  8. Aber Du erkennst auch, dass die Ermittler nicht dicht halten, weil ihnen die Sache stinkt. Glaube mir, D ist ein guter Rechtsstaat, die Sache wird zumindest halbwegs adäquat bearbeitet werden, da geht nichts unter den Teppich.

    Was aber festzustellen sein wird ist ein abnehmendes Interesse der Medien an der Sache, wenn es nicht gegegn Rechts geht, es sei denn, LOL, es kommen noch Sachen raus die einen richtig knalligen Mannichl-Skandal entfachen wird.
    Dann wären auch die Standardmedien wieder am Ball.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 7:10 pm.

  9. Noch ein anderer Punkt. Im Fokus steht:

    Zugleich klagte der Staatsanwalt über das Schweigen der Nachbarn, die Angaben zu dem Attentat machen könnten. Viele von ihnen seien erst auf eine „scharfe zweite Befragung“ hin zu Aussagen bereit gewesen.

    Wie paßt das ins Bild? Das sind doch Gutbürgerliche, die eigentlich im Umgang mit der Polizei keine großen Ängste haben sollten?

    Auch nach seinem Interview wird der Ton in der Presse zunehmend schärfer. Bin eigentlich positiv von der Qualitätspresse überrascht mal weniger Wahrschein zu berichten, als statt dessen mal wieder Dinge kritisch selber zu hinterfragen.

    Comment by geisteswelt — January 9, 2009 @ on January 9, 2009 at 10:19 pm.

  10. Zitat Mannichl im Kontext der letzten Medienberichte:
    “Da kann ich nur lachen. Wenn’s ums blanke Überleben geht, denkt man nicht darüber nach, welche Schuhgröße der Täter hat.”

    Das wirkt unehrlich.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 10, 2009 @ on January 10, 2009 at 12:39 pm.

  11. “Intern ist nun davon die Rede, dass im Rotlichtmilieu ermittelt wird und auch in der linksradikalen Antifa-Szene.”

    http://tinyurl.com/7bcspt

    Aha. Ich persönlich habe mich ja seit einiger Zeit auf das Rotlichtmilieu festgelegt. Das wäre eine runde Sache. Nachbarn sagen nicht aus, weil sie einen Gewissenskonflikt haben, vielleicht gab es vorher schon Gerüchte um ein Doppelleben Mannichels, oder sie haben tatsächlich etwas beobachtet, wollen ihrem Nachbarn und seiner Familie aber nicht schaden. Für Mannichel selbst steht natürlich ein Gesichtsverlust und seine Familie auf dem Spiel und hat sich zu einer “Notlüge” hinreißen lassen, aus der er nun nicht mehr herauskommt. Man denke an die Fälle Sedlmayr (”Durch die Ermittlungen erfuhr die Öffentlichkeit erstmals vom Widerspruch im Privatleben des Volksschauspielers. Sedlmayr stand zeitlebens im Spannungsfeld zwischen seiner Homosexualität und seinem gutbürgerlichen Image als Vorzeige-Bayer – er hatte stets versucht, seine sexuelle Orientierung zu verbergen[2], auch vor seinen Eltern.”) und Moshammer (”Nach Aussagen des verschuldeten und psychisch überforderten Täters hatte ihn Moshammer nahe dem Münchner Hauptbahnhof angesprochen und ihm 2.000 Euro Lohn für sexuelle Handlungen in Aussicht gestellt. Im Haus Moshammers sei es zum Streit um die Bezahlung gekommen, woraufhin Herisch A. den Modedesigner erdrosselt habe.”).

    http://de.wikipedia.org/wiki/WalterSedlmayr
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rudolph
    Moshammer

    Auch spielt Mannichel für mich zu sehr den Leidenden, um dadurch von kritischen Fragen abzulenken. Von einem hohen Polizeibeamten sollte man doch eine etwas souveränere Haltung erwarten dürfen.

    Ich kann mir gut vorstellen, daß Mannichel tatsächlich leidet, allerdings aus anderen Gründen.

    Comment by Anonymous — January 10, 2009 @ on January 10, 2009 at 9:59 pm.

  12. Sorry, letzter Beitrag war von mir.

    Comment by Faber — January 10, 2009 @ on January 10, 2009 at 10:01 pm.

  13. Die Geschichte mit dem “Bekannten” geisterte recht schnell als Gerücht herum, mag was dran sein, ist aber Spekulation. Klar, kann eine verklemmte Homogeschichte sein. Theoretisch.

    “Zum Tatmesser, das immer wieder Anlass für Spekulationen ist, sagte Walch, er wolle zu den näheren Umständen des Messers “derzeit keine Stellungnahme abgeben”. Das Lebkuchenmesser soll von der Familie Mannichl bei einer Adventsfeier verwendet worden und dann am Fensterbrett liegen geblieben sein.” - (den Link vorsichtshalber mal so: www.br-online.de/aktuell/passau-polizeidirektor-mannichl-ID1229245087152.xml - XML?)

    Die Ermittler mauern also bzgl. der Tatwaffe, unglaublich, erst hiess es doch immer wieder, es war ein Adventsbrauch. Da wurde die Öffentlichkeit anscheinend desinformiert und die Ermittler schwiehen. Jetzt also eine Familienfeier, bei der ein Messer vor(!) dem Haus liegen bleibt.

    Ich vermute, dass es einen ganz klaren Verdacht gibt, der nicht ausgesprochen werden darf. Vermutlich wird in Richtung Beziehungstat ermittelt, eventuell innerfamiliär.
    Die Nachbarn scheinen auch irgendwas zu wissen.

    Der Mörder könnte auch der Gärtner gewesen sein.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 11, 2009 @ on January 11, 2009 at 3:21 am.

  14. Und es geht weiter, gestern meinte Mannichl:

    Spekulationen über einen familiären Hintergrund des Angriffs wies Mannichl empört zurück. “Ich bin wütend”, sagte er der “Passauer Neuen Presse” (Samstag). Die “Süddeutsche Zeitung” und andere Medien hatten zuvor berichtet, es gebe erhebliche Zweifel, dass die Bluttat von einem unbekannten Neonazi begangen wurde.

    Aber auch “die Zeit” läßt hier einen Mann vom V-Schutz zu Worte kommen, der meint, dass der Täter im Fall Mannichl kein Rechter gewesen sein würde. Beim nächsten Interview muß man ihn mal nach den fehlenden Fremd-Fingerabdrücken an der Tatwaffe zu seiner Meinung fragen. Ich glaube, dann platzt er!

    Comment by geisteswelt — January 11, 2009 @ on January 11, 2009 at 11:24 am.

  15. Es mag ein “Antischleifspurenhandschuh” gewesen sein, den der Täter wohlweislich übergezogen hatte bevor er, äh, das Lebkuchenmesser fand und “Grüsse vom nationalen Widerstand” bestellte, um dann seine Tat mit einem “Du tust nimmer…herumtrampeln” zu vollenden.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 11, 2009 @ on January 11, 2009 at 1:19 pm.

  16. Updates:

    Bürger gegen Mannichl:

    Nach Informationen der “Augsburger Allgemeinen” haben jetzt mehrere Bürger sogar Strafanzeigen gegen Mannichl eingereicht. Hier wird er des “Vortäuschens einer Straftat” bezichtigt, die Staatsanwaltschaft ist verpflichtet, diesen Anschuldigungen nachzugehen.

    Mannichl selber berichtet jetzt von einer (sic!) erneuten Morddrohung gegen ihn:

    Einen Monat nach dem Anschlag auf Alois Mannichl gibt es neue anonyme Drohungen gegen den Passauer Polizeichef. “Du Drecksau bist leider nicht gleich verreckt, aber du wirst jetzt langsam sterben”, heißt es nach einem Bericht der Passauer Zeitung “Am Sonntag” in anonymen Schreiben an den Polizeidirektor.

    Habe auch nach Reaktionen von Manuel Heine, dem Nationalsozialisten, den man getrennt von seiner Frau für eine Woche wegen Mannichl weggesperrt hatte, gesucht. Liest man sich durch den üblichen Wust an Rhetorik, findet man, geschrieben noch vor Silvester 2008:

    Während der Zeit in der JVA kam es übrigens zu keinerlei Anfeindungen aus Richtung der Mitgefangenen. Trotz des hohen Ausländeranteils respektierte man mich und es kam sogar zu einer Art “Fankult”, da man mich dort in den unzähligen TV-Berichten wieder erkannt hatte. Jeder wollte mich - als vermeintlichen “Täter” - kennenlernen. Beim ersten Hofgang hatte ich eine Traube von neugierigen Mithäftlingen um mich, was dazu führte, daß ich die nächsten Tage auf Anordnung der Gefängnisleitung nur noch isoliert und alleine meine Runden im Hof der JVA-Passau drehen konnte. Auch zeigte sich bei oben genannten Gesprächen, wie unbeliebt Polizeidirektor Mannichl in der Region ist. Ob leichter Verkehrssünder oder Schwerkrimineller - niemand kann diese Person leiden. Ferner wurde mir von Ortsansässigen berichtet, daß Herr Mannichl sogar viele Feinde in der eigenen Nachbarschaft habe.

    Comment by geisteswelt — January 11, 2009 @ on January 11, 2009 at 1:53 pm.

  17. Der LIM Bayerns ärgert sich über die Rechtspfleger, die die Öffentlichkeit informieren:
    Focus, kein Link ;–)

    Die NPD soll im Mannichl-Zusammenhang per Verbotsverfahren angegangen werden, gerne auch unter Zuhilfenahme der Aussagen bezahlter Informanten. Also genau das, was das Bundesverfassungsgericht ausschloss.
    Es verstärkt sich der Eindruck, dass die CSU diese Szene braucht und indirekt mitfinanziert, aus welchen Gründen auch immer.
    Die Linksradikalen verdienen sich ihr Zubrot teilweise über offizielle Stellen, die Rechtsradikalen sind dagegen teilweise inoffizielle Mitarbeiter, LOL.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 12, 2009 @ on January 12, 2009 at 2:00 pm.

  18. Eggert “springt” Mannichl nach WELT-Verständnis zur Seite:
    “Auch Sachsens früherer Innenminister Heinz Eggert (CDU) sprang Mannichl zur Seite: Die Konzentration auf die rechtsextreme Szene sei vorschnell gewesen, sagte Eggert. Zudem bemängelte Eggert eine „politische Kommentierungskarawane“, die nach dem Anschlag eingesetzt habe. Die notwendige Auseinandersetzung mit der NPD und anderen rechten Bewegungen dürfe nicht anhand eines unaufgeklärten Verbrechens geschehen, sagte der CDU-Politiker.”
    Nach meinem Textverständnis war das eher deutliche Kritik am “Kämpfer gegen den nationalen Widerstand” Mannichl.
    Die WELT berichtet, wie die anderen, oft ganz merkwürdig.

    Comment by Silberlöffelchenmitmessinglegierung — January 12, 2009 @ on January 12, 2009 at 5:41 pm.

  19. Drohungen gegen Mannichl-Zeugin

    Im Fall Mannichl herrscht jetzt Orientierungslosigkeit. Auch eine angebliche Bedrohung einer 58-jährigen Zeugin durch einen “Glatzkopf” kann dies nicht ändern. Zu klischeehaft ist ihr Bericht darüber. Nur die wenigsten “Nazis” haben heute noch “Glatzen”. Dann ist auch seine Message sehr unglaubhaft: „Schönen Gruß vom Chef. Zieh deine Aussage zurück, sonst passiert was.“ Man muß bedenken, dass die ältere Frau ja die ist, die die Schrott-Phantomzeichnungen mit dem Kreuz und der Schlange fabriziert hat. Wo jeder Ermittler jetzt sagt, dass sie ins Nichts geführt hätten. Zum Anderen muß der Vorfall (logisch) im Zeitraum vor Weihnachten passiert sein, als das “Nazi”-Paar noch inhaftiert war. Warum kommt die Todesdrohung erst jetzt ans Licht, eigentlich genau zu dem Zeitpunkt, an dem sich die Zeugin selber kritische Fragen erlauben lassen müßte? Fragen, Fragen … Hier, das ist doch Kult! ;)

    Comment by geisteswelt — January 13, 2009 @ on January 13, 2009 at 8:07 pm.

  20. Die Geschichte vom „Lebkuchen – Aloisius“

    Weihnachtliches Passauer Posenspiel in 3 Akten

    Wie aus einem Mannichel doch kein „Mahnmichel“,
    sondern nur ein „Wahnmichel“ wurde

    1. Akt

    In einer alten deutschen Stadt, in Passau, direkt an der Grenze zur Ostmark, lebt ein besonders eifriger und eilfertiger neudeutscher Gutmensch; der Aloisius Mannichel. Seit kurzen auch „Lebkuchen – Aloisius“ genannt. Seit 2004 hat er sich zum Polizeipräsidenten hochgedient, was, sieht man sich seine Physiognomie einmal an, einen in Erstaunen versetzt, denn wie ein Mann mit Geist sieht er gerade nicht aus. Dafür hat er, wenn schon nicht seinen Verstand, so doch sein Herz an der richtigen Stelle; nämlich links, was in diesem Land völlig ausreichend ist, um hohe und höchste gut datierte Staatsposten inne zu haben.

    Vom ersten Tag seiner „Machtergreifung“ als Polizeipräsident an widmet er sich, wie bereits erwähnt, ganz und mit ganzem Herzen dem Kampf gegen „Rechts“, besser gesagt, was er dafür hält oder zu halten hat.

    Er ist einer der Aktivisten gegen „Rechts“, der Passauer Polizeichef Aloisius Mannichl, und führt einen, besser gesagt, seinen kleinen Privatkrieg gegen die sogenannte „Rechte Szene“ und dies auch unter Mißbrauch seiner Amtsgewalt. Als Krönung seines bisherigen „Krampfes“, begeht er in seinem blinden devoten Aktionismus das Sakrileg einen Sarg wieder ausgraben zu lassen, nur um eine dem Toten mit in den Sarg gegebene Fahne mit einem Hakenkreuz wieder zu entreißen.

    1. Akt

    Nach einem angeblichen Anschlag eines sogenannten „Rechtsextremisten“ am 13. Dezember 2008, verfolgt er, das Messer noch tief in seiner Brust steckend, den Attentäter und zieht sich das Messer später gar selbst aus seiner Brust. Was für ein Held. Und so ist aus dem Aloisius Mannichel über Nacht ein vermeintlicher „Mahnmichel“ geworden. Ein Mahnmal, ein Beispiel für den heldenhaften Kampf der „anständigen“ Deutschen gegen „Rechts“, ein richtiger Held wie gesagt, in dem an Helden so verkümmerten und armseligen Nachkriegdeutschland.

    Und ein Frohlocken und ein Hosiannageschrei geht durch die deutsche Einheitspresse. Und all die speicheleckenden Claqueure aus Politik und Verbänden beteuern im vorauseilendem Gehorsam, wie entsetzt man doch sei über diese verabscheuungswürdige Untat, denn mit dieser Gewalttat von Rechts, gemeint ist natürlich die NPD, hätte die „rechte Gewalt“ eine neue Dimension in diesem Land erreicht. Diese ungeheuerliche Tat wäre endlich der lang herbeigesehnte Grund, neben den angeblichen „Untaten“ in Mügeln, Potsdam, Sebnitz u.v.a.m, die NPD nun schlußendlich zu verbieten. Jetzt, so meint man, hätte man seinen kleinen „Reichstagsbrand“ für das lang ersehnte „Ermächtigungsgesetz“, sprich NPD-Verbot. Dies meinen selbstverständlich auch die Gralshüter in der zionistischen Protektoratsverwaltung in Frankfurt. Die müssen es ja schließlich und letztinstanzlich entscheiden.
    3. Akt

    Die im vorschnellen Übereifer verhafteten „Tatverdächtigen“ müssen alle wieder freilassen werden und bis auf deren, bei den Hausdurchsuchungen völlig verwüstete Wohnungen, bleibt, was man gegen „Rechts“ verwenden könnte, nichts mehr übrig. Die extra gebildete „Soko“ wird aufgelöst, und so tritt man nach Wochen auf der Stelle und es fällt immer schwerer den der Bevölkerung aufgetischten Schwindel weiter zu verkaufen.

    Selbst der zionistischen Hetzpostille, die „Bild – Zeitung, gehen die Lügen langsam aus, was selten genug passiert, und so rutschen die Sensationsberichte langsam in den hinteren Teil des Pamphlets und selbst der indoktrinierteste neudeutsche Gutmensch fragt sich folgendes:

    Da entschließt sich ein böser „Rechter, gar ein „Neonazi“, sich an dem Aloisius Mannichl, für das von ihm begangene Sakrileg einer Sargöffnung zu rächen und diesen zu ermorden.

    Er begibt sich also zum Haus seines Opfers, ohne Waffe selbstverständlich, da er ihn ja ermorden will und findet, was für ein Zufall, das Lebkuchenmesser des Aloisius Mannichl, der dieses im Rahmen einer Nachbarschaftshilfe vor seinem Haus hat liegen lassen, damit sein Nachbar damit Lebkuchen schneiden kann, obwohl man Lebkuchen in dieser Region aus religiösen Gründen nicht schneidet, sondern bricht und versucht den Aloisius Mannichl mit eben diesem „Lebkuchenmesser“ zu ermorden.

    Und da Passau ja bekanntlich in einem streng katholischen Gebiet liegt, geschieht ein himmlisches Wunder. Das „Opfer“ überlebt und an dem „Lebkuchenmesser“ finden sich, und das ist das noch größere Wunder, keine Fingerandrücke, weder vom „Täter“ noch vom „Opfer“, der sich das Messer ja selber herausgezogen haben will.

    Und so werden Dankgottesdienste in gesamten süddeutschen Raum abgehalten und über eine Seligsprechung des Aloisius Mannichel in spe wird schon einmal im Petersdom nachgedacht, denn solche Wunder gibt es ja nicht alle Tage.

    Und somit ist aus dem Aloisius Mannichel nun doch kein „Deutscher Mahnmichel“, sondern nur ein „Deutscher Wahnmichel“ geworden, der, eines Tags mehr oder weniger frohlockend, auf seiner Wolke sitzen wird und nicht nach seinem Manna, sondern nach seinem Lebkuchen verlang. Diesen aber bitteschön, so wie es sich gehört, abgebrochen, nicht geschnitten, und auf eine andere göttliche Eingebung wartet, denn so eine schwachsinnige Geschichte möchte er sich nicht noch einmal ausdenken müssen..

    Lutz Huth

    Comment by Lutz Huth — February 12, 2009 @ on February 12, 2009 at 12:37 pm.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>




Get free blog up and running in minutes with Blogsome
Theme designed by Gary Rogers