GeistesWelt

May 6, 2008

Giovanni di Lorenzo mit seinen Idioten im „Kampf gegen Rechts“

Filed under: Gesellschaft

Mit stolz geschwellter Brust und der inbrünstigen Überzeugung mal wieder etwas Gutes zu tun eröffnete “Zeit”-Chefredakteur Giovanni di Lorenzo „in eigener Sache“ die linke Aktionsseite „Netz gegen Nazis“. Das Portal biete „in seinem WISSEN-Bereich einen lexikalischen Teil an, in dem die wichtigsten Begriffe, Symbole, Personen, Organisationen und viele andere Dinge erläutert werden, die der rechtsextremistischen Szene und ihrem Umfeld zugerechnet werden können. Daneben werden im HANDELN-Bereich der Website die wichtigsten Fragen rund um den Rechtsextremismus im Alltag gestellt und von Fachleuten und den Usern diskutiert“

So weit die Theorie und als besorgter Bürger, der ganz genau weiß, dass nicht die linken Interventionalisten unser Land von innen kaputtmachen, sondern vereinzelte „rechte“ Jugendgangs, die es im wilden Aktionismus „mit Gesicht zeigen“ aufs härteste und entschiedenste zu bekämpfen gälte … also als besorgter Bürger nimmt man natürlich gerne Anteil an solchen wichtigen gesamtgesellschaftlichen Missionen! Es ist nun mal so, man ist gegen den „Klimawandel“, „Heuschrecken“, „Kapitalismus“ und selbstredend „gegen rechts“. Auf jeden Fall, wenn man das ist braucht man sich dann keinen großen Gedanken mehr zu machen in dieser Gesellschaft, was für viele natürlich auch praktisch ist.

Zuerst einmal fällt ins Auge, dass auf besagter Seite prinzipiell „rechtsradikal“ synonym mit „nationalsozialistisch“ definiert wird, was allein schon sachlich falsch ist. Weiterhin wird gesagt: rechtsextremistisches Denken ist also eine Kombination von verschiedenen, inhumanen Einstellungen. Man kann es sich als Sammelsurium von verschiedenen, ganz schrecklichen Eigenschaften vorstellen, ähnlich wie den schwarzen Mann, der in der Kindheit unter dem Bett lauerte oder dem „Jud Süß“, der schon früher das niedere Volk im Kino zum gruseln brachte. Das nenne ich Volksaufklärung im Jahre 2008.

Aber es tun sich noch tiefere Abgründe auf dieser Seite „gegen Rechts“ auf, weshalb ich das eigentlich auch schreibe. Es wird da mitunter gefragt: Ist die Seite www.german-foreign-policy.com als “rechtsgerichtet” einzustufen? Im selbstanklägerischen Ton des Denunzianten schreibt ein Anonymus: Nachdem ich einige Male Artikel der Seite www.german-foreign-policy.com gelesen und sogar im Zeit.de-Forum zitiert habe, wurde ich von einem User darauf aufmerksam gemacht, dass der Betreiber dieser Seite ein rechtsgerichteter Publizist sei.

Bumm, wie eine Kanonenkugel schlug das ein! Ein rechtsgerichteter Publizist! Die nachfolgende Diskussion verschränkt sich darauf dem anonymen Urheber der Seite www.german-foreign-policy.com einen gewissen Namen zuzuordnen, den man entsprechend mit Dreck bewerfen kann. Eine inhaltliche Auseinandersetzung mit der Seite findet nicht statt.

Da ist man erschüttert, besonders wenn man treuer Leser dieser Seite ist. Ich weiß nicht, wer das schreibt, aber er ist ein strammer Antideutscher und würde sich wahrscheinlich nicht als „rechts“ definieren, so wie das eigentlich kein Antideutscher machen würde. Warum ich diese Seite lese? Weil die Sprache unwahrscheinlich präzise, die Formulierungen treffsicher und vor allem die Quellenrecherche vorzüglich ist. Kurzum: dort schreibt ein sehr guter Journalist, der unabhängig von seiner persönlichen Wertungsebene (die man aber immer von der Faktenwiedergabe unterscheiden kann) einfach nur Respekt verdient hat. (1)

Das ist wirklich der Tiefpunkt dieser lächerlichen „gegen Rechts“ Internetseite. Die Linken merken gar nicht mehr wie lächerlich sie sich da machen, und di Lorenzo als Kapazität einer Zeitung, die selbst einen Jens Jessen immer noch beschäftigt, liefert hier eine Extraportion Selbstverliebtheit zum besten. Er befördert den „Kampf gegen Rechts“ inhaltlich auf das Niveau eines „Knutfiebers“ im Berliner Zoo. Heftet dem Tier einen Buttom ans Fell “ich bin gegen Rechts” und gut ist’s!

Ich mache jetzt lieber Werbung:

(1) Vielleicht schreibt der Autor zu differenziert als dass normale Linke ihm überhaupt folgen können? Alles war ein Linker nicht versteht ist “rechts”. Wahrscheinlich ist das der Weisheit letzter Schluß?

10 Comments »

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  1. “Zuerst einmal fällt ins Auge, dass auf besagter Seite prinzipiell „rechtsradikal“ synonym mit „nationalsozialistisch“ definiert wird, was allein schon sachlich falsch ist.”

    Was soll denn rechtsradikal sonst sein?

    Du hast ja in Deiner Analyse den ritualisierten “Kampf gegen Rechts” betreffend recht, die Lächerlichheit eines “Kampf gegen Links” kann sich ja auch jeder sofort vorstellen, wenn bspw. ein TAZler wegen “linker Umtriebe” angegangen wird oder eine Tagesschausprecherin wegen früherer journalistischer Tätigkeit für den SPIEGEL oder die unselige SZ, ABER warum regt Dich die Sache so auf? Du setzt Dich dem Verdacht aus unter leidensdruck (man beachte das Fachwort) zu stehen und Dir die Stimmung zu versauen.

    Das ist nicht gut, wenn die doofen Deutschen eben Scheisse haben wollen, sollen sie Scheisse bekommen. Ist zwar ein wenig traurig, weil viele Bürger durch die Medien und deren vertreter getäuscht werden, aber was solls. Die sind halt zu blöd und die genannten Medienvertreter sind also nicht alleine haftbar zu machen.

    Comment by Sky — May 7, 2008 @ on May 7, 2008 at 4:40 am.

  2. Was soll denn rechtsradikal sonst sein?

    Freie Rede, Freie Menschen, freies Denken und freie Märkte! Wie (nochmals) gesagt die radikale Auslegung von bürgerlichen Werten! By the way wurde übrigens vor ein paar Jahren noch (vom „Verfassungsschutz“) unterschieden zwischen rechtsradikal und rechtsextremistisch. Rechtsextremisten würden dann laut Definition auch gewaltbereit sein, während Rechtsradikale sich noch rechtsstaatlich orientieren. Aber es ist eben Strategie dieser Linken ihren „Kampf gegen Rechts“ immer mehr gegen die politische Mitte zu führen. Vereinzelte, kriminelle Jugendliche werden da nur als Vorwand genommen. Aber man muß doch fragen können, was eigentlich gefährlicher für ein Land ist? Diese Jugendliche und kleinen, extremistischen Verbindungen oder eben eine populäre Linke, die sich berufen fühlt über Andersdenkende eine Art Standgericht einzurichten? In meinen Augen eindeutig die Linken, die uns mit ungeregelter Massenzuwanderung, immer höheren Steuersetzen systematisch kaputt machen. Man hat hier den Bock zum Gärtner gemacht!

    Du setzt Dich dem Verdacht aus unter leidensdruck (man beachte das Fachwort) zu stehen und Dir die Stimmung zu versauen.

    Oh ja ich setze „mich einem Verdacht aus“! Aber was soll es? Ich bin so altmodisch zu glauben in einer Demokratie keinem „Rechtfertigungsdruck“ nachgeben zu müssen. Hat was mit bürgerlichen Freiheiten und Gewissensfreiheit zu tun. Dass diese Werte langsam in Deutschland unter die Räder kommen hat was mit „links“ zu tun und nicht mit „rechts“. Wie lautet eigentlich das Fachwort für „Leidensdruck“? Dieser Spitze kann ich nicht hinterherschauen …

    Was mich natürlich sauer macht ist das Niveau dieses „Kampfes gegen Rechts“ zu sehen. Besonders der Typ, der da fragt ob GFP vielleicht als „rechtsgerichtet“ zu sehen wäre? Nachdem er punktuell selber dort gelesen hat, sogar es anscheinend so gut fand, es auch zitiert zu haben! Aber jetzt hat er einen „Verdacht“ (siehe oben) und GFP steht unter „Rechtfertigungsdruck“. Ähnlich ging es unter den Stalinisten zu, als keine politischen Gegner mehr da waren um die Welt von ihnen zu säubern, da ging es ehemals Gleichgesinnten an den Kragen.

    Wenn man als Schüler diesen „Kampf gegen Rechts“ selber miterlebt hat, kann man das vielleicht besser beurteilen. Es hört sich alles immer schön moralisch und korrekt an! Aber davon sollte man sich nicht blenden lassen. Es sind Rattenfänger!

    Das ist nicht gut, wenn die doofen Deutschen eben Scheisse haben wollen, sollen sie Scheisse bekommen.

    So ist die Mauer 1989 umsonst gefallen? Im Nachhinein wird man vielleicht dann vom „Zusammenbruch der BRD“ reden, wenn man einen größeren historischen Abstand zu dieser Zeit gewonnen hat. Anscheinend hast Du schon jetzt diesen historischen Abstand, weiß ja nicht auf welcher Insel in der Karibik Du wohnst? Muß aber sehr weit weg von DE sein.

    Comment by geisteswelt — May 7, 2008 @ on May 7, 2008 at 7:59 am.

  3. Noch was zu unserem Lieblingsthema, danke übrigens für die Erläuterungen!

    >>Was soll denn rechtsradikal sonst sein?
    > Freie Rede, Freie Menschen, freies Denken und freie Märkte!

    Das scheint mir aber ein klassischer Fall für Mr.Liberal zu sein. Auch bei den Liberalen ist ein vernünftiges Verhältnis zu Staat und Volk erlaubt (hoffe ich zumindest, LOL).

    Also, wie gesagt, allesm Fehlentwicklungen natürlich, aber vom Gesamtsystem her korrigierbar. Wenn der Wähler mitmacht. Macht der nicht mit, dann gehts halt weiter bergab (in den internat. Statistiken, in der gefühlten Lebensqualität).

    Allerdings versagt natürlich die bürgerliche Seite umfassend, die trauen sich nicht gegen die linke Medienmacht irgendwas zu verkaufen, der DDR-Widerständler und ehemalige JF-Mitarbeiter Krause ging jetzt erwartungsgemäss hopp und wenn Merkel einen Sicherheitsrat vorschlägt (kann ja nicht so verkehrt sein bei diesem aggressiven pol. Islam), dann wird auch dieser Vorschlag als zu “rechtsradikal” irgendwann eingelagert werden, LOL.
    Hast Du mit dieser bürgerlichen Vertretung Mitleid? Ärgert Dich das noch? Mich nicht wirklich. Wenn der Deutsche doof sein will, dann soll er doof sein.

    Und die Mauer ist natürlich nicht umsonst gefallen, es geht den Leuten ja deutlichst besser, den jetzt teilweise schon gegebenen Sozialismus kann man aushalten. Eigentlich kann Sozialismus also gar nicht so schlecht sein (wenn man bereit ist auszuwandern und gelegentlich mal ein paar Leistungen mitnimmt, wenn man doch gerade im Land verweilt).

    Comment by Sky — May 7, 2008 @ on May 7, 2008 at 11:22 am.

  4. Vgl. auch:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Leidensdruck
    (Der Witz hier die Unterscheidung zwischen tatsächlichem Leiden und “empfundenem” Leiden, kommt nicht ganz raus in diesem W.Artikel)
    http://web.iwi.unisg.ch/org/iwi/ecs.nsf/wwwPubInhalteGer/painpoints.htm
    (schon besser)
    Leidensdruck ist das gemeinsame Merkmal aller Extremisten und ist zu vermeiden (bzw. zu verleugnen. ;) .

    Comment by Sky — May 7, 2008 @ on May 7, 2008 at 11:40 am.

  5. Empfundener Leidensdruck ist Merkmal unserer Gesellschaft. Sei es nun Handystrahlung, die Gene in der Tomate oder eine gefühlte “rechte Unterwanderung” der Gesellschaft (Gesellschaften sind immer bürgerlich und die einzige Unterwanderung findet von Seiten der Linksextremisten statt). Sicher sollte man es nicht übertreiben, aber oben erwähntes Gesabbel auf der Netzseite nervt mich einfach!

    Mitleid mit den Konservativen? Bestimmt nicht, denn deren Hauptakteure profitieren doch ganz gut von ihrem Linksrutsch. Sicher kann man sagen, ich wandere aus und das Schicksal der restlichen Deutschen ist egal, sie sind sogar selber Schuld. Von einem praktischem Gesichtspunkt ist das sogar das einzige, was bleibt. Denn kann ich, kannst Du wirklich gesellschaftliche Prozesse ändern?

    Von einem individualen Gesichtspunkt ist es natürlich um jeden Menschen Schade, der in einem sozialistischen System aufwächst, weil er systematisch verbogen wird, die Dinge zu sehen wie sie sein sollten, nicht wie sie sind. Es ist Schade ein Land mit durchaus Potential sozusagen den Ratten zu überlassen, die den Wohlstand nur umverteilen und nicht erwirtschaften. Letztlich ist es auch bei den Ratten so, dass die stärkeren den schwächeren alles wegfressen, auch wenn sie vor dem Buffet meinen, es müßte für alle reichen. - Bis nichts mehr da ist!

    Comment by geisteswelt — May 8, 2008 @ on May 8, 2008 at 8:42 am.

  6. Da gabs neulich so eine Veranstaltung mit Ulla Jelpke von der SED… pardon PDS… nein “Linkspartei”. Nach Meinung von der Frau ist die SPD schon so quasi halb fascho. Jetzt nicht wegen Sozialdarwinismus, Clement, Agenda2010 und Hartz IV sondern einfach so. Man soll den ganzen Schweinkram nicht so bitter ernst nehmen, sag ich.

    Comment by Skeptiker — May 8, 2008 @ on May 8, 2008 at 11:00 am.

  7. Ich nehme mal meine lockeren Kommentare teilweise zurück. Es ist in der Tat nicht egal, ob die Linke bei ihren Zersetzungsbemühungen erfolgreich ist oder nicht. Wer die wirtschaftliche Entwicklung in D seit ca. 30 Jahren aufmerksam beobachtet, dem wird nicht entgangen sein, dass die Kaufkraft der Einzelnen stagniert bzw. rückläufig ist. Über diese Entwicklung täuschen technische Innovationen hinweg, die jetzt verfügbar sind, aber bspw. die Kosten steigen. Schuld daran u.a. die hohe Steuerlast und die hohen Energiekosten. Beides Sachen, die dem Linken am Herzen liegen und hervorragende Zersetzungsmittel sind.

    Und - da gebe ich Dir ansatzweise recht - auf diese Art und Weise kann das Bürgertum dezimiert werden (es gibt Berichte über die Dezimierung der Mittelschicht) und, wenn es noch ein paar Jahrzehnte so weitergeht, grosse Unzufriedenheit in der Bevölkerung entstehen, die dann wiederum von der Linken genutzt werden kann. Die Linke profiziert ja in aller Regel von Niedergängen.

    Die Wahrscheinlichkeit für solche Ereignisse scheint mir aber in den nächsten Jahren gering, wichtig ist hier die Entwicklung der Kaufkraft, sinkt die weiter, dann kann die Demokratie möglicherweise scheitern. Da allerdings bisher etablierte Demokratien nie gescheitert sind, hätten wir dann eine Präzedenzfall. Interessantes Thema, möglich natürlich auch, dass der Niedergang irgendwann doch bestimmte Reformen erzwingt, eigentlich die wahrscheinlichste Variante.

    Comment by Sky — May 9, 2008 @ on May 9, 2008 at 8:34 am.

  8. Man lebte die letzten 30 Jahre auf Pump, weil das einfach und bequem ist. Das ist meiner Ansicht kein reines links-begründetes Problem, sondern ein Problem einer Gesellschaft, die in ihrer Mentalität sich gerne von linken Ideen „inspirieren“ läßt, also einen wesentlichen Schritt hin zur Dekadenz vollzogen hat.

    Die öffentlichen Haushalte sind über alle Instanzen hoch verschuldet, sicherlich auch um einen sozialen Frieden zu erkaufen, weil immer mehr Menschen gewollt oder ungewollt außerhalb einer produktiven Beschäftigung stehen.

    Der Trick ist jetzt mehr Geld zu drucken als der Staat an Zinsen zahlen muß und genau das macht die EZB, die in der staatlichen Propaganda als „unabhängig“ bezeichnet wird. Die Geldmenge stieg die letzten 5 Jahre (der Zeitraum, den ich mal recherchiert habe, denn Zeitungen schreiben nicht über so etwas) zwischen 7 und 10 Prozent pro Jahr.

    Wenn man sich klar macht, dass nur in einem Jahr die Geldmenge um 1/10 angewachsen ist, dann liegt es auch nahe nicht von einer Verteuerung von Waren zu reden, sondern von einer Entwertung des Geldes. Aber dieser Gedankenschritt wird systematisch unterbunden, sonst würde das System ja auch nicht mehr funktionieren.

    Unter diesem Gesichtspunkt wird auch die Erweiterungsstrategie der EU begreiflich. Je größer man den Euroraum werden läßt, desto mehr Geld kann man drucken oder das gedruckte Geld wird von den neuen Euroräumen aufgesogen. Dabei ist es egal, was das für Länder sind, da zählt nur die Menschenmasse. Wenn man das System der Geldmengenerweiterung übertreibt, dann platzt es und die Leute wollen lieber Franken oder Gold als nun den Euro. Deshalb wird natürlich auch an der Steuerschraube gedreht, weshalb dem Bürger weniger Geld mit niedriger Kaufkraft bleibt, weil heimlich inflationiert. Ebenso werden ihm finanzielle Freiheiten genommen. Abschaffung des Bankgeheimnisses und sog. Geldwäschegesetz treffen alle, nicht (nur ???) die „Terroristen“.

    Der Witz von Europa war es von seinem gutem Namen zu leben und es die Welt vom Wert des Euros überzeugen konnte. Produktiv fiel es aber immer weiter zurück und in Deutschland kumuliert dieser Prozess in einer moralisch aufgepeitschten Ausstiegsorgie aus modernen Techniken und Energieformen, sowie in der oben angesprochen Kultivierung von sozialistischen Utopien. Je länger man sich mit diesem Gedanken beschäftigt, dann wird klar warum diese Gesellschaft von innen her faul (im Sinne des Wortes) ist.

    Auch klar, dass dieser Zustand nicht ewig anhalten kann. Welcher Chinese würde immer nur arbeiten wollen, während die Europäer die Welt im Vorruhestand aus bewundern und vornehmlich „gut gemeinte“ Ratschläge machen?

    Der Dollar ist noch desolater und aufgeblähter. Man rechnet damit, dass wenn er zusammenfällt die Welt mal wieder ein „reinigendes Gewitter“ erlebt. Dann wird sich bitter rächen, dass man die Menschen in DE eher dumm läßt, um sie sozialstaatlich einzuspannen. Die werden dann nämlich nicht verstehen können oder wollen, warum das so kam und dann kommt die Stunde der Demagogen. Menschen wie Schäuble und Giovanni di Lorenzo arbeiten solchen Demagogen schon heute zu, in dem sie ihnen ihre “rechtsstaatlichen” und moralinen Werkzeuge an die Hand liefern.

    BTW wenn man vergleicht wie die Reaktionen der letzten großen Wirtschaftskrise waren, dann zeigten sich in Amerika und Deutschland die gleichen Bilder, die Lösung war aber grundverschieden. In Deutschland hieß sie Hitler und ähnliche zentralstaatliche Lösungsphantasien schweben auch heute wieder im Raum herum. Falls die Wirtschaft zusammenbricht, dann bekommen diese Phantasien auch wieder realpolitische Bedeutung.

    Zugegeben das Worst-Case-Szenario und man kann sich darüber streiten, mit welcher Wahrscheinlichkeit es eintritt.

    Comment by geisteswelt — May 10, 2008 @ on May 10, 2008 at 9:37 am.

  9. Zum Thema Geldmenge noch was: Was ist eigentlich mit dem ECommerce und dem dort gelagerten virtuellen Geld?
    Da kann doch auch fleissig manipuliert werden mit Geld, das es gar nicht gibt, das aber in den ECommerce-Kreislauf gerät.
    Ich habe zu diesem Thema merkwürdigerweise nie etwas gelesen.
    Das Problem aber existiert, fällt Dir dazu was ein?

    Comment by Sky — May 10, 2008 @ on May 10, 2008 at 12:18 pm.

  10. fällt Dir dazu was ein?

    Klar, aber das wäre rein spekulativ. Beginne erst dieses Themengebiet zu meinen “points of interests” zu stellen.

    Comment by geisteswelt — May 12, 2008 @ on May 12, 2008 at 9:13 am.

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