GeistesWelt

May 6, 2008

Jugendliche in Deutschland: Saufen oder Totmalochen!

Filed under: Gesellschaft, Gesundheit

Die Bundesregierung läßt verlauten, dass Jugendliche zwar weniger rauchen, aber dafür wird mehr gesoffen. O-Ton der Pressenachricht der Regierung:

Studien zufolge ging der gelegentliche Alkoholkonsum bei Schülerinnen und Schülern gegenüber 2003 leicht zurück. Der Konsum von Alkopops sei sogar drastisch gesunken. Die Menge des konsumierten Alkohols bei Kindern und Jugendlichen sei jedoch stark angestiegen. Auch das so genannte “Binge Drinking” (etwa: Trinken bis zur Bewusstlosigkeit oder Koma-Trinken) habe bei Jugendlichen stark zugenommen. Während 2005 noch 20 Prozent der Jugendlichen ein Mal im letzten Monat “gebingt” hatten, seien es 2007 schon 26 Prozent gewesen. Die Zahl der Krankenhauseinweisungen 10- bis 20-Jähriger wegen Alkoholvergiftung habe sich von 2000 bis 2006 mehr als verdoppelt.

Es wird also weniger, aber dafür um so heftiger getrunken! Es sieht doch wirklich so aus, dass die Jugendlichen A) für Zigaretten einfach kein Geld mehr haben, B) Alkopops sind auch relativ teuer, während man “Komatrinken” recht gut mit billigen Schnapps betreiben kann. Ich denke nicht, dass es jetzt Schuld der Sittenlosigkeit der Jugendlichen ist, derart zu trinken, sondern einfach deren Perspektivlosigkeit. Zum einen können sie Leistungsempfänger des Sozialstaates werden und Klientel für die Roten werden. Da wird man moralisch so verbogen, dass es von Vorteil ist mit Alkohol vertraut zu sein. Zum anderen können sie arbeiten und dann werden sie eine moderne Art von Arbeitssklave. Zum einen zahlen sie dann das Klientel der Roten und dann auch noch füttern sie das Klientel der Schwarzen, die Rentner, durch. Wenn sich einer fragt, warum auch Konservatismus in Deutschland eine sozialistische Ausprägung hat, dem sei geantwortet: damit sich die Rentner nicht selber den grünen Ast absägen, auf dem sie sitzen, auch wenn er sich noch so biegen mag.

Was ich sagen will: die Jugendlichen haben per se schlechtere Chancen als vor 20 Jahren. Sie zahlen mehr für die ältere Generation und kommen auch durch die Inflation für die Schulden der jetzigen Generation auf. Kurzum: sie arbeiten mehr und bekommen weniger oder werden an den Rand gestellt.

Die Fleischtöpfe der Alten werden aber mit Argusaugen bewacht. Auch moderate oder Nichterhöhungen der Rente täuschen nur darüber hinweg, dass sie insgesamt noch zu hoch sind. Es wird dann kurz angebunden gesagt “das sei ja nicht sozial”, was eigentlich nur ein Totschlagargument ist. Ist es sozial, dass eine kleine Gruppe mehr arbeiten muß als eine breite Rentnerpopulation, die sich übrigens immer weniger aus den heroisierten Deutschlandwiederaufbauern bildet, sondern immer mehr von Alt-68′ern, die kaum durch Leistungen auffielen, und eigentlich zu der Generation zählten, die nur möglichst schnell in Frührente kommen wollte?

In einem sozialen System wird gerecht das aufgeteilt, was eingezahlt wird. Wenn jetzt durch weniger Einzahler auch weniger Geld reinkommt, so muß dann auch weniger Geld ausgezahlt werden! Alles andere wäre eine moderne Form des Absolutismus oder vergleichbar mit der Rolle des französischen Adels vor der französischen Revolution. Meines Erachtens sollte die Bundesregierung froh sein, dass die Jugendlichen nur saufen und immer weniger gebildet sind? Aus Sicht der Regierenden und deren Klientel ist das besser, als dass sie auf die Barrikaden gingen.

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