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	<title>Comments on: Wie man sich gegen Politker wehren sollte?</title>
	<link>http://geisteswelt.blogsome.com/2008/03/08/wie-man-sich-gegen-politker-wehren-sollte/</link>
	<description>Freiheit statt Sozialismus!</description>
	<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 16:32:29 +0000</pubDate>
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		<title>by: LUC TONNERE</title>
		<link>http://geisteswelt.blogsome.com/2008/03/08/wie-man-sich-gegen-politker-wehren-sollte/#comment-1128</link>
		<pubDate>Mon, 02 Jun 2008 09:20:02 +0100</pubDate>
		<guid>http://geisteswelt.blogsome.com/2008/03/08/wie-man-sich-gegen-politker-wehren-sollte/#comment-1128</guid>
					<description>Ich rufe zum Ignorieren von Herrn Näfs kruden Ideen auf. Folgende Argumente schlagen:

* Näf trägt einen persönlichen Zwist aus auf dem Buckel der Kinder und Jugendlichen der ganzen Nation, die es sonst schon streng genug haben (Schule, Aufwachsen, Grossstadtmief usw.)

* Sollte man nicht auch &quot;Der Fremde&quot; von Albert Camus verbieten, worin ein &quot;Araber&quot; erschossen wird, und dann
im zweiten Teil des Buchs genau dargelegt wird, weshalb dafür von der Hauptfigur keine Reue empfunden werden kann??? Da wird sogar
der Gefängnisgeistliche angeschrien, der von Schuld und Sühne usw. redet usw. Eine Handlung also, deren Protagonist total nihilistisch ist - und zugleich nicht unsympathisch. Weshalb erhöht dieses Werk die Mordrate nicht? Meine Meinung: Sein totaler Nihilismus zeigt ebensoviele Gründe für Mord auf, wie dagegen. - So ist es, meiner Meinung nach, beim existenzialistischen GTA4 noch mehr als bei konstruktivistisch-heroischen &quot;Ich-rette-die-Welt&quot;-Ballerspielen (Goldeneye 007, ColdWinter), deren Pathos aber auch von niemandem ernstgenommen wird, was sie wieder entschärft - Verbietenswert fände ich höchstens solche Spiele, die ganz eindeutig ideologisch sind (egal ob links oder rechts): &quot;Under Ashes&quot;, &quot;Ethnic Cleansing&quot;, &quot;America's Army&quot; etc. (Diese werden gar nicht in Läden verkauft, sie finden keinen Vertrieb, oder
nur einen subkulturellen.) Um solche Werke aus den Läden zu entfernen hätte man schon ausreichende Gesetzesmittel, so, wie man z.B. Jan van Helsings Verschwörungsbuch beschlagnahmen konnte.

* Wer hingegen aus einem frei erhältlichen, nichtideologischen, künstlerischen oder kommerziellen Werk eine Handlung ableitet, die er nachmachen müsse, hat so oder so einen Dachschaden, und könnte genausogut von der Lawinenwarnung angeregt werden, abseits der Piste Schneebrett zu fahren.

* Spielen ist nicht Töten, sondern ein blosser Reaktionstest, eine Herausforderung - wie Flippern! Man muss in kürzester Zeit
spielentscheidende Beschlüsse fassen (nicht wie ein Politiker), und auch noch selber umsetzen: Man muss z.B. die Lage beurteilen, Will man Scharfschütze auf dem Dach bleiben, oder ist die Lage so, dass man besser ins Getümmel geht, um mit der SchroFli zu trumpfen? usw.

* Bei so vielen Entscheidungen hätte man nicht einmal mehr Zeit, die Gewalt so genüsslich auszukosten, wie der Rundschaubericht es tat.

* Weil es eine bessere Lösung als generelle Verbote gibt. Ich schlage Herrn Näf vor, die den DVDs und CDs immanenten fehlbaren Ganoven in den Bostadel zu überführen.

* Ich denke, selbst bei Postal2, zu keiner Zeit: &quot;Voilà, Morde begehe ich.&quot; --- Im Radio kommen ja auch viele Schlager, allesamt von der &quot;Liebe&quot; handelnd; Beim Hören denkt aber keiner bildlich an Geschlechtsverkehr... Ausser man WILL selber dran denken - wofür aber DRS1 nicht haftbar gemacht werden kann!

* Laut dem Schriftsteller L.Reichlin ist ein Neobünzli, wer gegen Videospiele wettert, wie die Urbünzlis einst gegen &quot;Affenmusik&quot;. Meine Ergänzung: Da dies schwarze Musik ist, oder von Schwarzen inspiriert, ist dies heute übler Rassismus und (zum Glück) nicht mehr toleriert. Ich prophezeie: Polemik gegen Spiele wird in Zukunft &quot;Realismus&quot; heissen, das Symptom einer bewusstseinsbeschränkenden Krankheit.

* Vor dem Spielen von Postal 2 erscheint bekanntlich eine interessante Warnung: &quot;contains content and materials not recommended for children and/or those seeking to enhance or establish political careers.&quot;
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		<content:encoded><![CDATA[	<p>Ich rufe zum Ignorieren von Herrn Näfs kruden Ideen auf. Folgende Argumente schlagen:</p>
	<ul>
	<li>
<p>Näf trägt einen persönlichen Zwist aus auf dem Buckel der Kinder und Jugendlichen der ganzen Nation, die es sonst schon streng genug haben (Schule, Aufwachsen, Grossstadtmief usw.)</p>
</li>
	<li>
<p>Sollte man nicht auch &#8220;Der Fremde&#8221; von Albert Camus verbieten, worin ein &#8220;Araber&#8221; erschossen wird, und dann<br />
im zweiten Teil des Buchs genau dargelegt wird, weshalb dafür von der Hauptfigur keine Reue empfunden werden kann??? Da wird sogar<br />
der Gefängnisgeistliche angeschrien, der von Schuld und Sühne usw. redet usw. Eine Handlung also, deren Protagonist total nihilistisch ist - und zugleich nicht unsympathisch. Weshalb erhöht dieses Werk die Mordrate nicht? Meine Meinung: Sein totaler Nihilismus zeigt ebensoviele Gründe für Mord auf, wie dagegen. - So ist es, meiner Meinung nach, beim existenzialistischen GTA4 noch mehr als bei konstruktivistisch-heroischen &#8220;Ich-rette-die-Welt&#8221;-Ballerspielen (Goldeneye 007, ColdWinter), deren Pathos aber auch von niemandem ernstgenommen wird, was sie wieder entschärft - Verbietenswert fände ich höchstens solche Spiele, die ganz eindeutig ideologisch sind (egal ob links oder rechts): &#8220;Under Ashes&#8221;, &#8220;Ethnic Cleansing&#8221;, &#8220;America&#8217;s Army&#8221; etc. (Diese werden gar nicht in Läden verkauft, sie finden keinen Vertrieb, oder<br />
nur einen subkulturellen.) Um solche Werke aus den Läden zu entfernen hätte man schon ausreichende Gesetzesmittel, so, wie man z.B. Jan van Helsings Verschwörungsbuch beschlagnahmen konnte.</p>
</li>
	<li>
<p>Wer hingegen aus einem frei erhältlichen, nichtideologischen, künstlerischen oder kommerziellen Werk eine Handlung ableitet, die er nachmachen müsse, hat so oder so einen Dachschaden, und könnte genausogut von der Lawinenwarnung angeregt werden, abseits der Piste Schneebrett zu fahren.</p>
</li>
	<li>
<p>Spielen ist nicht Töten, sondern ein blosser Reaktionstest, eine Herausforderung - wie Flippern! Man muss in kürzester Zeit<br />
spielentscheidende Beschlüsse fassen (nicht wie ein Politiker), und auch noch selber umsetzen: Man muss z.B. die Lage beurteilen, Will man Scharfschütze auf dem Dach bleiben, oder ist die Lage so, dass man besser ins Getümmel geht, um mit der SchroFli zu trumpfen? usw.</p>
</li>
	<li>
<p>Bei so vielen Entscheidungen hätte man nicht einmal mehr Zeit, die Gewalt so genüsslich auszukosten, wie der Rundschaubericht es tat.</p>
</li>
	<li>
<p>Weil es eine bessere Lösung als generelle Verbote gibt. Ich schlage Herrn Näf vor, die den DVDs und CDs immanenten fehlbaren Ganoven in den Bostadel zu überführen.</p>
</li>
	<li>
<p>Ich denke, selbst bei Postal2, zu keiner Zeit: &#8220;Voilà, Morde begehe ich.&#8221; &#8212; Im Radio kommen ja auch viele Schlager, allesamt von der &#8220;Liebe&#8221; handelnd; Beim Hören denkt aber keiner bildlich an Geschlechtsverkehr&#8230; Ausser man WILL selber dran denken - wofür aber DRS1 nicht haftbar gemacht werden kann!</p>
</li>
	<li>
<p>Laut dem Schriftsteller L.Reichlin ist ein Neobünzli, wer gegen Videospiele wettert, wie die Urbünzlis einst gegen &#8220;Affenmusik&#8221;. Meine Ergänzung: Da dies schwarze Musik ist, oder von Schwarzen inspiriert, ist dies heute übler Rassismus und (zum Glück) nicht mehr toleriert. Ich prophezeie: Polemik gegen Spiele wird in Zukunft &#8220;Realismus&#8221; heissen, das Symptom einer bewusstseinsbeschränkenden Krankheit.</p>
</li>
	<li>
<p>Vor dem Spielen von Postal 2 erscheint bekanntlich eine interessante Warnung: &#8220;contains content and materials not recommended for children and/or those seeking to enhance or establish political careers.&#8221;</p>
</li>
	</ul>
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