Tragödie am Dyatlov-Paß

Yury Yudin verläßt die Skigruppe kurz bevor seine Freunde unter mysteriösen Umständen starben. Links Igor Dyatlov, der Gruppenführer, nach dem der Paß später benannt wurde. Rechts Lyudmila Dubinina
Im Februar 1959 kam eine neunköpfige, russsische Skigruppe im Ural am Berg Kholat-Syakhl auf tragische Art ums Leben. Helfer fanden die zum Teil nur schlecht bekleideten jungen Leute 500 bis 1000 Meter vom Zelt erfroren oder mit Knochenbrüchen. Die Außentemperatur betrug zu dieser Jahreszeit in der Nacht ca -30° Celsius. Als wahrscheinlich kann angenommen werden, dass irgendetwas die Skifahrer dazu veranlaßte ihr Zelt in der Nacht fluchtartig zu verlassen. Das WAS? ist bis heute umgeklärt und bietet Stoff für Spekulationen.
Da der Fall in Rußland ernormes Aufsehen erweckte, jedoch im deutschen Googleraum kaum aufgegriffen worden ist, will ich hier einige lesenswerte Berichte vorstellen.
Schattenblick: Der Dyatlov-Zwischenfall - ein russisches Rätsel
Grenzwissenschaft: Mysteriöse Todesfälle im Ural immer noch ungeklärt
Wikipedia: Dyatlov pass accident (englisch)
Moscow Times: The Deadly Case of 9 Fleeing Skiers (englisch)
Bilder vom Dyatlov-Paß: hier und hier.






1959? Kalter Krieg.
Die werden wohl in ein militärisches Sperrgebiet gelangt oder, ganz simpel, Räubern in die Hände gefallen sein sein.
Aber UFOs? Ach ne, eine hochtechnisierte außerirdische Rasse (darf man Rasse schreiben?), welche den interstellaren Raumflug, dabei vielleicht sogar die Krümmung des Raumes beherrscht, ermordert 9 Lebewesen einer anderen Rasse auf bestialische Art und hinterläßt nicht nur deren Leichen, sondern auch viele Spuren (Aliens gehen zuweilen barfuß).
Also ich tippe auf einen Raubmord.
…obwohl, 1959 wurde auch die Barbie-Puppe eingeführt und der russische Satellit Lunik 1 flog zum Mond (angeblich).
Vielleicht isses ja doch die Barbarella gewesen?
Comment by Wilhelm Entenmann — March 1, 2008 @ on March 1, 2008 at 12:48 pm.
Da gebe ich Dir natürlich recht! Man sollte sich um natürliche Erklärungen bemühen! An erster Stelle steht der Verdacht auf ein Gewaltverbrechen! Bloß die russischen Behörden sprachen selber erst von „Eigenverschulden“ der Jugendlichen, dann vom „Tod durch unbekannte Kräfte“. Darin liegt eigentlich der Skandal, dass der Fall so mangelhaft untersucht worden ist. Das sieht man an diesen Spekulationen, die hochkochen: Ein x – Kilometer weit entfernter anderer Outdoorfreak will Lichter gesehen haben an diesem Abend! Verdacht auf radioaktive Kontamination!! 1959 hätte kein Gerichtsmediziner mit dem Geigerzähler seine Toten getestet. Heute übrigens auch nicht, wenn kein Verdacht besteht.
Das Offensichtliche wird aber gar nicht besprochen! Da spricht irgendein Arzt davon, dass er diese Art von Brüchen nur bei Autounfällen gesehen hätte und führte dies auf die ungeheuren Kräfte bei diesem Hergang zurück. Beim Autounfall sterben viele rasch, bevor die Weichteile einbluten, was diese Toten ganz augenscheinlich von einem Opfer einer Kneipenschlägerei unterscheidet. Man kann aber auch z.B. mit einem Gewehrkolben innere Brüche erzeugen und jetzt war es doch am Tatort eisig kalt? Unter solchen Bedingungen ist es auch möglich (wegen der Zentralisierung des Blutes), dass die Opfer Knochenbrüche ohne Hämatome bekommen. Davon wußte dieser Arzt nichts, wahrscheinlich hatte er auch kaum Ahnung.
Irgendeiner wird die Camper hochgescheucht haben und in die Wälder getrieben haben. Einigen konnte er habhaft werden und erschlug sie (scheinbar atraumatisch). Einem Opfer fehlte die Zunge! Der Rest erfror umherirrend oder rettete sich ins dunkle Gebüsch. Dort kletterten sie auf einen Baum um einzuschätzen ob die Täter weg waren, machten dann Feuer, weil man in der Winternacht ohne Feuer zu 100% erfriert. Entweder war dann das Holz zu naß oder es nutzte nichts, da sie ja nur Unterwäsche anhatten! Ins Lager trauten sie sich nicht mehr, da sie wußten, was mit den anderen passiert war.
So ist der wahrscheinlichste Ablauf. Aber die Aufklärungen wurden von offizieller Seite verschleppt und behindert. Y. Yudin (oben mittig im Photo) verließ die Gruppe vor der Tragödie und konnte später alle gefundenen Gegenständen den Gruppenmitgliedern zuordnen bis auf eine Messer-Scheide und ein Stück Stoff, das, wie es heißt, ähnlich dem Stoff wäre, den das Militär trug. Ich halte es für wahrscheinlich, dass durchgeknallte Rotarmisten dort ihr Werk getrieben haben und weil das ein Skandal gewesen wäre, deshalb wurde vertuscht!
Wären es Verbrecher gewesen, wäre es kein Problem die Wahrheit zu sagen. Nur wenn die Wahrheit selber zum Problem wird, dann entstehen solche seltsam nebulösen Ermittlungsergebnisse, die einen einfach nur wütend machen. Wahrscheinlich hat deshalb auch dieser Vorfall in Rußland eine traurige Berühmtheit erlangt.
Comment by geisteswelt — March 2, 2008 @ on March 2, 2008 at 1:59 pm.