GeistesWelt

February 29, 2008

Psychiater fand heraus: Gutmenschen sind psychisch krank!

Filed under: Gesellschaft, Gesundheit

Dr. Lyle Rossiter ist amerikanischer Psychiater und er hält “Liberals” zu psychisch krank. “Liberals” ist eine Bezeichnung von Leuten, die im Deutschen vergleichbar mit dem “Gutmenschen” sind. Der “Nonkonformist” faßt Rossiters Thesen in wie folgt zusammen:

Ein Gutmensch ist jemand, der sich eine ideale Welt erträumt in der er sich einredet zu leben oder leben zu können. Gutmenschen verhalten sich dabei schizophren, indem sie jeden, der nicht ihre Ansichten teilt zum Bösen in Menschengestalt erklären. Gutmenschen verhalten sich dabei wie die Gefolgsleute von Führern wie Hitler oder Stalin, nur daß sie nicht einer einzigen Person hinterherlaufen, sondern einer fixen Idee, die sie selbst im Angesicht von eindeutigen Beweisen und Argumenten nicht willens sind aufzugeben. Gutmenschen sind dabei auch durchaus pathologisch und folgen alle den Idealen ihrer fixen Idee, welche sie als ihre eigene Meinung ausgeben. Wenn Gutmenschen die Möglichkeit erhalten, sind die gegenüber ihren Gegnern weitaus totalitärer als das, was sie vorgeben zu bekämpfen.

Sicher ist es falsch, die vielen wirklich psychisch Kranken durch den Vergleich mit den so genannten Gutmenschen herabzusetzen. Dadurch, dass der “Gutmensch” eigentlich den Durchschittstypen repräsentiert kann man auch nicht -per Definition- eine psychische Abnormalität feststellen. Auch das Perverseste wird als normal angesehen, wenn es tagtäglich und wie selbstverständlich angewandt wird. So in Diktaturen wie der DDR, in der es normal war seine Mitmenschen an eine “Staatssicherheit” zu verraten. So auch im modernen “Gutmenschentum” der Bundesrepublik, mit dem die Anzahl derer, die anonyme Anzeigen beim Finanzamt als Akt der selbst erhöhenden, moralischen Adelung ansehen, stetig steigt und Unverständnis bis Aggressivität gegenüber Ansichten entwickeln, die in ihrem Gebaren nicht viel mehr als Denunziantentum erblicken können.

Der typische Nazi der 30′er des letzten Jahrhunders war ebenfalls ein Durchschnittstyp. Er gebrauchte ebenfalls seine Ideologie wie der “Gutmensch” heute zur persönlichen Selbsterhöhung. Um die Sache geht es beiden eigentlich nie. Es geht darum, dass sie selber “die richtige Sache” vertreten, egal wie sie nun ausschauen mag. Andere Meinungen werden aus dem Grunde “lebensbedrohlich” für diese Art Mensch, weil sie sein Selbstwertgefühl direkt herabsetzten. Wer sein erhöhtes Selbstgefühl aus konstruierten Werten wie “Rasse” oder “linker Gesinnung” bezieht muß eben diese “Werte” mit aller Gewalt verteidigen.

Der Gutmensch ist nichts Exotisches. Auch wenn dieser Gedanke seinen Narzissmus gut und gerne nähren würde. Er ist einfach ein Durchschnittsmensch, der die natürlichen Begrenztheiten seiner Person und seine Entbehrlichkeit durch kollektives Erleben zu umgehen versucht. In den 30′er brüllte er deshalb am lautesten mit. In der DDR verriet er wie selbstverständlich “Republikflüchtige” und in der BRD pflegt er sich zu einem kollektiven Sozialismus hin zu “emanzipieren”. Eine Gesellschaft, die solche Leute nicht durch harte Arbeit beschäftigen kann, wird scheitern! In den 30′er war es die Wirtschaftskrise, die solchen Leuten viel Zeit zum Unheil gab. In der DDR war es das System und in der BRD der Wohlstand.

2 Comments »

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  1. Den Begriff Krankheit lehne ich ab.
    Zum einen sind Gutmenschen im Gegensatz zu tatsächlich psychisch kranken Personen (ich meine hier nicht Leute mit einer Spinnenphobie etc.) im allgemeinen lebensfähig.
    Zum anderen haben psychische Krankheiten aus der Sicht der Psychiater (Mediziner!) stets eine organische Ursache.

    Ich teile indes die Ansicht, daß Gutmenschen (Liberals) die Realität nach Idealen zu formen suchen (und bin deshalb früher auch beruflich auch ständig mit Gutmenschen zusammengestoßen), statt das beste aus der Realität zu machen bzw. sich deren “Gesetzmäßigkeiten” anzupassen.

    …kein Wunder, daß sich berufliche Gutmenschen (Pädagogen etc.) sehr gerne mit dem Konstruktivismus auseinandersetzen, dabei anderen Leuten zu erklären versuchen, daß deren Probleme von einer “falschen”, besser “ineffizienten” Sicht der Wirklichkeit herrühren. Sie sehen bei anderen scheinbar das, was sie selbst tun.

    Comment by Wilhelm Entenmann — March 1, 2008 @ on March 1, 2008 at 1:00 pm.

  2. Ich meine auch, dass psychiatrische Begriffe (außer für die Polemik) nichts in einer politischen Diskussion zu suchen haben. Da würde man sich auf das Niveau der Sozialisten in der DDR begeben. Dort wurden tatsächlich politische Kritiker als psychisch krank angesehen.

    Ich denke der Gutmensch betreibet eine Phrasologie, die ihn sein Leben leichter machen. Stell Dich hin bei einer Feier und erzähle Du wärst für Weltfrieden, gegen Bush und Kapital und würdest Multikulti erstmal pauschal begrüßen? Du bräuchtest nicht viel zu wissen oder zu argumentieren (außer moralisch), hättest viele Leute, die dir zuhören und vor allem die Frauen fliegen auf soetwas. Ob Dein Gesabbel an der Welt irgendetwas ändert, zählt nicht, erwartet auch keiner. Aber es macht Dich sympatisch.

    Stell Dir jetzt das Gegenteil vor. Du machst Dir Sorgen wegen den vielen Muslimen, findest Bush hat schon recht und Kapitalismus ist nun mal die effektivste Wirtschaftsform? Am Ende schmeißen sie Dich raus, weil Du die Partylaune kaputtgemacht hast!

    Comment by geisteswelt — March 2, 2008 @ on March 2, 2008 at 2:12 pm.

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