GeistesWelt

December 5, 2007

Warum niemand mit Muslimen zusammenleben will?

Filed under: Berlin

Falls einer eine Hypothese in wie folgt aufstellen würde: mehr als 10% Muslime in einem Wohnbezirk und die Anzahl der Nicht-Muslime nimmt reziprok zu dem exponentiellen Anstieg der Muslime ab … würde einer so eine Hypothese aufstellen, dann könnte man an sehr vielen Beispielen sehen, dass sie wahrscheinlich wahr sein würde.

Das Onlinemagazin “Factum” brachte diese Woche einen Bericht, in dem dieses Phänomen in den palästinensisch besetzten Gebieten Israels geschildert wird, in denen es schon in 15 Jahren keine Christen mehr geben soll. Christen stellten früher einmal in Orten wie Bethlehem sogar die Bevölkerungsmehrzahl. Ähnlich wie im Libanon, in dem die einst starke christliche Religionsgruppe entnervt das Land verläßt.

Würde man nach den Gründen des Weggangs fragen, dann würde man die muslimische Gewalttätigkeiten verantwortlich machen können, die -tun wir mal so als hätte das nichts mit der Religion zu tun- zumindestens bei dessen menschlichen Anhängern überproportional auftritt.

Dasselbe Phänomen gibt es auch in großen deutschen Städten. In Berlin nannte man es so, wenn eine Straße oder ein Haus mehrheitlich von Türken bewohnt wurde: die Straße oder das Haus wären “gekippt”, wobei immer erst eine Wohnung, dann ein Haus und dann eine Straße und so fort “kippt”.

Die Reaktion der Deutschen war passiv: Vermeidungsverhalten, “gekippte Straßen” konnte und wollte man bald umgehen oder wenn man Kinder hatte und es sich leisten konnte, zog man weg aus diesen Gegenden, um die Zukunft der Kinder nicht durch diese Rütlischulen kaputt zu machen. Komischerweise wußten aber alle Bescheid, was gespielt wurde, trotz Political Correctness in den Köpfen.

Jetzt sind in Berlin anscheinend nicht nur Straßenzüge gekippt, sondern ganze Stadtteile, der “Gordische Knoten” stellt einen aktuellen Lagebericht online, der traurig macht, wenn man all die Gegenden aus besseren Zeiten kennt. Eigentlich hatten die Kieze auch ihre schönen Seiten. Es gibt durchaus schöne Wohnsubstanz aus der Gründerzeit in Wedding und Neukölln, um die es einfach Schade ist…

4 Comments »

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  1. Deine Hypothese klingt plausibel und dürfte, durch so genannte Stadtsoziologen, prüfbar sein.
    Soziologen sind meist links und werden die Fakten eher in die Hypothese “Der Wegzug von Einheimischen fördert die Ghettobildung” einordnen, somit gleichzeitig eine Verschiebung der Ursachen vornehmen, d.h. schließen, daß die Einheimischen bzw. Nicht-Muslime (z.B. auch Griechen und Kroaten) Diskriminierung üben.
    Verdrehte Welt.

    Comment by Wilhelm Entenmann — December 6, 2007 @ on December 6, 2007 at 2:01 pm.

  2. Hypothesen kann jeder aufstellen wie er mag, es wäre schon ein Erfolg wenn die Sachlagen klar auf den Tisch kämen… Meine fette Hypothese beinhaltet ja auch kein Erklärungsversuch, sondern versucht einen real existenten Mechanismus darzustellen, was übrigens auch jeder Vermieter bestätigen würde, der in solchen “Brennpunkten” Wohnungen vermietet.

    Ein anderer Punkt wäre die Kriminalität nach religiösen Hintergrund hin zu erfassen, aber da solche Daten nicht erhoben werden sind soziologische Erklärungsversuche von vorne herein zum Scheitern verurteilt, weil ganz einfach nur über Meinungen statt über Zahlen geredet wird, was aber einen typischen Soziologen selbstverständlich in keiner Weiser tangieren würde… :(

    Comment by geisteswelt — December 6, 2007 @ on December 6, 2007 at 7:15 pm.

  3. Oh, Du scheinst eine andere Auffassung von einer Hypothese (nicht These!) zu haben, als mir diese gebräuchlich ist.
    Selbstverständlich kann jeder Hypothesen aufstellen, aber es gibt solche, welche sich in ein bestehndes Gebäude einzubauen sind bzw. abgeleitet werden können (dann wären diese plausibel)UND sich dann auch an der Realität empirisch überprüfen lassen.
    Eine Hypothes ist ein Erklärungsversuch eines Mechanismus. ;-)

    Ich habe (je nach UNI) zwei Arten von Soziologen kennen gelernt, die reinen Theoretiker (geisteswissenschaftlich, Du sagst “Meinungen”) und dann auch die Empiriker (heißt heute Sozialwissenschaftler). Die letzteren nehmen solche Phänomene schon wahr, machen aber meist(!) keinen Wind darüber, wenn diese den eigenen pol. Vorstellungen nicht ins Konzept passen. Eine Unart, welche die Objektivität der gesamten Sozialwissenschaften (inkl. Psychologie) in Verruf bringt.

    Comment by Wilhelm Entenmann — December 6, 2007 @ on December 6, 2007 at 10:47 pm.

  4. Punkt geht an Dich!

    Ich habe die These oben in sofern als Hypothese bezeichnet, dass ich sie selber als hypothetisch im Sinne von “angenommen” jedoch noch nicht als “tatsächlich” in den Raum gestellt haben will.

    Hypothesen sind also Kausalzusammenhänge, jedoch keine reinen Ist-Feststellungen. Werde ich in Zukunft dementsprechend benutzen. :)

    Comment by geisteswelt — December 10, 2007 @ on December 10, 2007 at 7:24 pm.

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