Wer brachte Uwe Barschel um?
Am 11. Oktober 1987 verstarb der schleswig-holsteinische Politiker Uwe Barschel unter bis heute ungeklärten Umständen in einem Hotelzimmer im schweizer Genf. Zum 20-jährigen Todestag kamen erneut Stimmen auf wieder den Fall aufzunehmen. Die Generalstaatsanwaltschaft des Landes Schleswig-Holsteins stellte jetzt ihren Stand der Ermittlung zum freien Download ins Internet.
Wer brachte Uwe Barschel um? Ein feindlicher oder gar befreundeter Geheimdienst? Alte Geschäftskollegen, die fürchteten er würde auspacken, nachdem er als Politiker untragbar geworden war? Oder er selber, weil er in seiner Situtaion verzweifelte? Bis heute weiß man es nicht mit Sicherheit. Die Analyse der Spurensicherung am Schauplatz seines Todes erbrachte keine eindeutigen Hinweise darauf, dass es sich um eine Selbsttötung gehandelt haben mag. Aber einen Mord konnte man auch nicht eindeutig nachweisen, obwohl mit großer Sicherheit angenommen wird, dass Barschel sich nicht alleine umgebracht haben kann und als dritte These steht eine Sterbehelfer-Theorie im Raum.
Wahrscheinlich aufgrund des Presseechos zu seinem 20. Todestag veröffentliche jetzt die Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein ihren Ermittlungsstand und stellte ihn als PDF-Datei zum Download der Öffentlichkeit zur Verfügung. Insgesamt 327 Seiten, die laut Presseberichten (Die Redaktion muß die Seiten noch durcharbeiten) die Problematiken des Falles aufzeigen sollen.
Zum einen zeigt Schleswig-Holsteins Generalstaatsanwalt Erhard Rex auf, warum er an einen Selbstmord Barschels glaubt, zum anderen referiert der Oberstaatsanwalt in Lübeck, Heinrich Wille, warum er an dem Selbstmord zweifelt. Beide sollen diesen Bericht frei und ohne Handlungsanweisungen von Vorgesetzten geschrieben haben.
Hier zur der Downloadseite der Generalstaatsanwaltschaft Schleswig-Holstein
Wem die 327 Seiten der Juristen zu viel sein mögen, denen stellt YouTube freundlicherweise eine alte ARD-Dokumentation des Falles Barschel zur Verfügung:






Es ist gefährlich Vermutungen anzustellen bzw. laut kund zu tun.
Man könnte zufällig recht haben und deshalb ins Fadenkreuz von irgend jemand geraten.
Gab’s schon als Filmstory, ich weiß, aber der Gedanke stimmt.
Comment by Wilhelm Entenmann — November 5, 2007 @ on November 5, 2007 at 12:35 am.
Vermutungen sind ok, solange man sie nicht belegen kann…
In Lebensgefahr kommt man erst, wenn man Geheimnisträger ist und mehr als nur Vermutungen aufbringen kann, da sollte man sich in der Tat hüten, -Ausnahme ist hier vielleicht wenn man Vermutungen über bestimmte Religonen äußert… aber lassen wir das!
Besonders interessant sind die Dokumentationen der Staatsanwälte, kann ich nur empfehlen, wenn man handfest in den Fall Barschel einsteigen will.
Comment by geisteswelt — November 5, 2007 @ on November 5, 2007 at 6:10 pm.