Friedensnobelpreis? Nicht überbewerten!
Mit den “Nobelpreisen” (1) ist es so eine Sache! Spätestens nach Günter Grass’ Ernennung zum “Literaturnobelpreisträger” kann ich die Entscheidungen des Preiskomitees nicht mehr inhaltlich nachvollziehen. Warum Grass und nicht damals Henry Miller, der auf ähnlichem Niveau wie Grass schrieb, jedoch Repressionen für sein literarisches Schaffen erleiden mußte, was man von Grass -übrigens in allen Phasen seines Lebens- eigentlich nie sagen könnte? Warum also dieser und nicht dieser? Beim Literaturnobelpreis tritt durchaus eine gewisse Beliebigkeit zu Tage, welche sogar die diesjährige Preisträgerin Doris Lessing überraschend traf (2).
Beim Friedensnobelpreis stellt es sich eigentlich so dar, dass man nach der Preisverleihung an Jassir Arafat sich moralisch korrumpiert, sich in eine Reihe mit diesem Vater des Terrorismus zu stellen.
Jetzt einen Beitrag zum Weltfrieden bei einem Mann zu sehen, der sein Geld mit Angstvideos verdient (3), die ganz offiziell nich als wissenschaftlich bezeichnet werden dürfen, aber eigentlich immer so getan wird, bei so einem Mann stellen sich einige Fragen. Aber man kann ja schon direkt glücklich sein in diesen Zeiten, dass sie ihn nicht gleich den Wirtschaftsnobelpreis verliehen haben… vielleicht im nächsten Jahr?
Ich muß gestehen ich verstehe diese Welt immer weniger, schaut man sich aber die Liste des Friedensnobelpreisträger an, so fällt auf, dass hier überproportional UNO- und “One World”-Funktionären der Titel zugeschachtert wird, womit einiges deutlich wird: die Auszeichnung mit diesem Titel ist politisch ambitioniert und ich hege den Verdacht, dass er in der Öffenlichkeit nur eine Propagandawirkung entfalten soll, seine Hintergründe einzig in irgendwelchen Logen ausgeheckt werden.
Für den nächsten Friedensnobelpreis schlage ich übrigens Walter Veith vor, dessen Vorträge ich mir zZ Stück für Stück anschaue. Vorsicht auf dem ersten Blick vollkommen konfus, aber ist ein kofuses Konzept nicht mal überlegenswert eine konfuse Welt zu erklären? Ich denke aber auch Walter Veith hätte genügend Charakter wie alle Menschen, die diesen Preis verdient hätten, diesen abzulehnen!
(1) Ich traf einige, etwas seltsame Zeitgenossen, die sprachen ihn No-belpreis, mit Betonung auf der ersten Silbe aus, anstatt auf der zweiten historisch korrekt nach dem schwedischen Waffenfabrikanten Alfred Nobel, der in später Sorge um seine Reputation diesen Preis sich ausdachte.
(2) Doris Lessing hatte man nach eigenen Angaben bereits früher wohl durch die Blume vom Komitee mitgeteilt, dass sie niemals diesen Preis erlangen würde, wieso dann schließlich doch, war ihr in den letzten Tagen dann nicht gleich ersichtlich (siehe “Focus”). GeistesWelt klärt auf: Doris Lessing, wie auch Günter Grass, zumindenstens in seinen späteren Jahren, waren betont sozialistische Literaten, während Henry Miller auf dem nihilistischen Boden eines Friedrich Nietzsches stand und übrigens auch genug Zivilcourage gehäbt hätte diesen Preis auch abzulehnen. GeistesWelt freut sich aber trotzdem mit Doris Lessing, weil man alten Menschen jede Freude in ihrem Leben gönnen sollte, während die Auszeichnung in jüngeren Jahren meist charakterliche Bedenklichkeiten verstärkt…
(3) Al Gore setzte sich übrigens gegen Irena Sendler durch.





