GeistesWelt

October 9, 2007

Die Schlacht um Bern und linke “Argumente”

Filed under: Schweiz

Linkes Denken will “diffenrenziert” sein, also heißt es

Es geht nicht, dass man vor Wahlen mit Gewalt eine Demonstration stört”, erklärte dazu der Meinungsforscher Claude Longchamp, Leiter des Forschungsinstituts gfs.bern

So weit so gut, sollte man denken, aber links wäre nicht links, wenn es gekonnt vom Selbstverständlichen abweichen würde, oder -wie sie es selbst gerne sehen- dialektisch wäre:

Allerdings habe sich seit Sonntag abgezeichnet, dass eine Frage immer virulenter wird: “Wer ist eigentlich verantwortlich für die Polarisierung?”

Nach These, Antithese kommt die verquaste Synthese, die hier wohl lautet:

Prinzipiell sei die Stimmungslage klar zugunsten der SVP (Schweizerische Volkspartei), analysierte Longchamp, “die SVP versucht natürlich, ihre innere Mobilisierung daraufzusetzen, dass sie attackiert worden ist

Also wie gehabt: wer demonstriert und “rechts” ist provoziert Gewaltakte von Seiten sogenannter Autonomer, was natürlich viel entschuldigt. Auch wenn die Hauptstadt der Schweiz am Wochenende einem Schlachtfeld glich, waren die “Autonomen” wohl auch hier nicht Täter, sondern Opfer ihrer “rechten” Gesellschaft (SVP wird wahrscheinlich die stärkste Kraft bei den anstehenden Wahlen werden).

So aus heiterem Himmel, wie viele jetzt tun, kam das jedoch nicht. Die “Autonomen” hatten sich regulär zu der Gegendemonstration angemeldet und die Verantwortlichen in Bern wußten, dass sie kamen und jeder weiß, dass die “Autonomen” eine neue Art “SA” sind, die überall wo sie aufkreuzen Gewalt verbreiten und man ihnen am besten mit scharfen Hundestaffeln begegnen sollte. Denn wenn sie mal keinen “Rechten” in die Finger bekommen, dann müssen gewöhnlich die Geschäfte der ansässigen Händler dran glauben, auch dann machen wahrscheinlich sie nur “kaputt, was sie kaputt macht”, wie es so schön heißt.

Man kann hier mal wieder schön sehen, wie linke Dialektik ergebnisorientiert arbeitet: Gewalt von Links wird relativiert und dann erscheint sie verständlich, wärend andere erst überhaupt keine Change bekommen, dass man ihnen gerecht wird. Zum Glück kann man “Links” noch in der Schweiz abwählen, dafür ist dieses Land zu beneiden!

Quelle: der standard.at, bundesdeutsche Medien ignorieren das Geschehen in Bern lieber geflissentlich gleich mehrheitlich.

Comments »

The URI to TrackBack this entry is: http://geisteswelt.blogsome.com/2007/10/09/die-schlacht-um-bern-und-linke-argumente/trackback/

No comments yet.

RSS feed for comments on this post.

Leave a comment

Line and paragraph breaks automatic, e-mail address never displayed, HTML allowed: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <code> <em> <i> <strike> <strong>



Anti-spam measure: please retype the above text into the box provided.



Get free blog up and running in minutes with Blogsome
Theme designed by Gary Rogers