Mal selektive Rentenkürzung?
Für eine süddeutsche Regionalpartei ist es leicht für eine Rentenkürzung für Ostdeutsche zu plädieren, reiht sich dieser Geistesblitz auch in eine lange Reihe von antiostdeutschen Agitationen. Sind die Christsozialisten in Bayern eine Anti-Ost-Partei? Sind ja auch alles “Preußen”, wenn man es geschichtlich sieht… Der Vorschlag aus Bayern ist so befremdlich, dass die Liebesschwüre eines ihres Protagonisten in Berlin ernsthafterer Natur gewesen zu sein scheinen. Deshalb ist die Sache auch keinen Artikel wert, schauen wir aber mal auf die “erbosten” Reaktionen der “anderen”:
“Diese große Leistung der Solidarität sollte nicht mit solchen schwachsinnigen Vorschlägen zerredet werden.” “[dieser] Vorschlag sei ein Schlag ins Gesicht der Ostdeutschen, die hart für ihre Rente gearbeitet hätten”. “Der Kürzungsvorschlag sei eine Beleidigung für die ostdeutschen Frauen.”
Dann kommt man schon ins Grübeln… Es ist doch Tatsache, dass die Rente immer mehr versteuert werden muß, da werden ganz hübsche Sümmchen zusammenkommen, die von dem Rentenzahler (gesamtdeutsch) an den Staat (außer- oder überdeutsch?) geleistet werden müssen. De facto ist es eine Rentenkürzung und das Perverse ist daran, dass A) die Rentner durch Doppelbesteuerung um ihr Geld gebracht werden, B) der aktuelle Rentenversicherungszahler belogen wird, weil ja eigentlich seinen hohen Zahlungsverpflichtungen durch die Besteuerung nicht entlastet werden. Statt dessen wird er von Politikern mit “Solidaritätsfloskeln” eingelullt und darf sich danach freuen Geld bezahlen zu müssen, - Einstreichen tut das Geld aber nur der Staat. Ich bin der Meinung solche Diskussionen werden nur initiiert, um von den wahren Verhältnissen abzulenken. Dann müßten sich auch die jetzt “bestürzten” Redner warm anziehen… eigentlich sind es Politheuschrecken, die dem Gemeinwesen mehr Schaden als Nutzen bringen… von diesen prekären Sachverhalten sollte man auch stetig ablenken. Ich denke dafür ist die deutsche Presse gemacht.





