Think pink! Mal positive Diskriminierung!

“Ich bin dafür, die Einkommenssteuer für Frauen zu senken. Im Gegenzug sollte die Belastung für Männer leicht angehoben werden. Eine solche Steuersenkung wäre ein großer Beitrag zu mehr Gleichberechtigung. Endlich würden viele Frauen zum Hauptverdiener in der Familie und viele Männer die weibliche Lebenssituation kennen lernen. Dann würde sich auch das Problem der Kinderbetreuung sehr schnell lösen.”
Es gibt gewisse Dinge, die sollte man sehr genau sich auf der Zunge zergehen lassen. Diese Forderung der Grünen Antje Hermenau gehört zweifesohne mit zu solchen Dingen. Einmal wird gesagt, dass Männer steuerlich benachteiligt werden sollen. Warum? Weil sie nicht mehr Hauptverdiener der Familie sein und politisch gewollt die weibliche Lebenssituation kennen lernen sollen. Der Haken an der Sache: dieses “Kennenlernen” ist dann nicht mehr ein Schnuppern a la “Schatz ich bringe mal den Müll nach unten”, sondern eine definitive Rollenzurechtweisung eher nicht mehr zu arbeiten, sich stattdessen um die Kinder zu kümmern und die Frau das Geld anschaffen zu lassen, weil sie weniger -aufgrund ihrer Geschlechtszugehörigkeit(!)- versteuern muß. Das wären dann direkt umgekehrte Verhältnisse zu den Zeiten als Frauen noch politisch gewollt keinen vergleichbaren Tätigkeiten wie Männer nachgehen konnten und eigentlich deshalb die Frauenfrage -zu recht- als gesellschaftliches Problem gestellt worden ist. Weiter abstoßend an dieser Gedankenwelt ist ihr Kollektivismus, der sich anmaßt über ganze Bevölkerungsgruppen nach Gutsherrnart bestimmen zu dürfen! Was ist mit den Männern, die keine Frau haben können/wollen, was mit den Frauen, die keine Kinder bekommen wollen/können und stattdessen gut bezahlte Positionen in der Arbeitswelt einnehmen? Diese Gruppen werden durch die “Einfälle” von Frau Hermenau durchwegs diskriminiert oder durchgängig steuerlich subventioniert. Wirklich auf naive Art wird dann auch noch versucht der Verdacht der Diskriminierung von der Hand zu weisen:
“Lieber eine positive Diskriminierung als eine negative. Wenn Frauen finanziell besser gestellt werden, ermutigt das viel mehr Paare, Kinder zu bekommen.”
So dummes Zeugs habe ich selten zu lesen bekommen. Das Wesen der Diskriminierung ist es für den einen positiven Effekt zu haben, für den anderen negativen. Um das nicht sehen zu können -wie hier Frau Hermenau- muß eine einseitige Fixierung auf die positiv diskriminierten Personen vorliegen, die anderen scheinen egal. Ebenso lächerlich ist die Annahme dadurch Paare zu mehr Kindern zu animieren. Warum sollten Männer das auf einmal toll finden, was Frauen seit ihrer Emanzipation frustiert: Kinder groß zu ziehen? Das Modell “double income, no kids” würde auch nach einer “positiven Diskriminierung” der Frau weiter Erfolgsmodell sein, weil es sich ja auch jetzt lohnt als Frau berufstätig zu sein, -auch wenn sie -angeblich- weniger verdienen sollen. Warum sollte sich daran etwas ändern? Aber hier geht es wahrscheinlich um weibliche Überlegenheitsphantasien und den Mann zur Frau und die Frau zum Mann zu machen! Begründen läßt sich soetwas sicher kaum, wie hier Frau Hermenau es vorpraktiziert. Ich frage mich, was soll man mit so einer Demokratie anfangen wie in Deutschland, in der Frauen über Parteilisten und Frauenquoten in die Parlamente kommen nur um Unsinn von sich geben? -Das ist doch nur noch ärgerlich…






Weiß, “westlich”, heterosexuell, christlich (über agnostisch bis atheistisch), geistig und körperlich fit, …sowie vor allem männlich, …und Du bist der Depp.
Comment by Wilhelm Entenmann — June 11, 2007 @ on June 11, 2007 at 7:45 am.
Dabei zeichnen doch gerade Deine angeführten Faktoren einen Menschen als besonders tatkräftig, leistungsstark und dynamisch aus. Ich denke es ist der Neid, der die anderen gegen uns anstachelt. Und by the way ist der Vorschlag dieser meschuggen Grünen doch eigentlich eine Steuererhöhung, weil Männer sowieso weiter arbeiten werden und Frauen die Halbtagsstellen einfach besser finden (hat den Vorteil ab Mittags prinzipiell weg zu sein und die Mehrarbeit, häufig unbezahlt, den männlichen Mitarbeitern zu überlassen). Vielleicht ist es eine Weiterentwicklung dieses “sozialen Gedankens”: der Leistungsstarke zahlt einfach mehr… so ist das in Deutschland…
Comment by geisteswelt — June 11, 2007 @ on June 11, 2007 at 6:10 pm.
Nun, so ist’s schon immer gewesen, wenn’s um das Melken der Kühe gegangen ist.
Was aber derzeit in Deutschland abläuft ist, daß man die Kühe schlachtet, welche man (zukünftig) melken möchten.
Comment by Wilhelm Entenmann — June 12, 2007 @ on June 12, 2007 at 11:16 am.
Na ja, wenn sie merken, dass sich Nägel nicht von alleine in die Wand schlagen lassen, dann legen sie noch einmal ihr Fleischermesser beiseite und lassen einen leben.
Direkter gesagt würde ich es aber den Deutschen einmal so richtig gönnen, dass alle Leistungsträger ins Ausland abhauen. Ich sehe nämlich schon das Gezeter: Kinderlose, nicht Verheiratete werden die neuen Melkkühe werden, um all den sinnlosen Sozialquatsch der Bundesregierung zu zahlen. Oft genug kommen Spitzen gegen diese Personengruppen, das ist alles nur Vorspiel um später die Repression allen anderen nachvollziehbarer lassen zu scheinen. Anstatt mal die Sozialsysteme auf Kapitaldeckung umzustellen, dann hätten wir ein System, welches zu unserern demographischen Fakten paßt, lassen die diesen bevormundenen Sozialstaat weiter sein Umwesen treiben… und ja: genau dieses sozialstaatliche Bevormunden war genau der Zeitgeist auch im dritten Reich… und das gibt es heute auch nur in Deutschland so… das ist die Metamorphose der völkischen Solidarität!
Comment by geisteswelt — June 12, 2007 @ on June 12, 2007 at 6:02 pm.