GeistesWelt

January 31, 2007

Gewissensfreiheit an der Martin-Luther-Schule in Herten?

Filed under: Gesellschaft

Ein schwerer Verdacht liegt auf der Martin-Luther-Schule in Herten: an einer “Demonstration gegen Rassismus” weigerten sich 2 Schülerinnen teilzunehmen und mußten sich vor der Schulleitung und am Tag später öffentlich vor ihrer Klasse erklären, warum sie “ihr Recht auf Demonstrationsfreiheit” nicht wahrnehmen wollten. Sollte es tatsächlich sein, dass Schüler an dieser Schule unter Druck gesetzt werden, um an politischen Veranstaltungen teilzunehmen? Was ist das für ein “Vertrag”, den minderjährige Schüler an dieser Schule unterzeichnen sollen und der eine Art ideologisches Gelöbnis darstellt (Die Homepage der Schule, auf der Details dieses Vertages erwähnt wurden ist mittlerweile von den Verantwortlichen vom Netz geommen worden)? Wie weltanschaulich neutral ist die Martin-Luther-Schule? Die Schulleiterin der Martin-Luther-Schule in Herten Marie-Luise Bock spricht in der Öffentlichkeit davon, dass “wir haben die Schüler nicht gezwungen [haben], an der Demonstration teilzunehmen” und obwohl die Demonstration eine schulische Pflichtveranstaltung gewesen sei, habe man die Entscheidung der beiden Schülerinnen akzeptiert. Nun melden sich die beiden betroffenen Schülerinnen Farina und Sarah im Kommentarbereich von PI zu Wort (Hervorhebungen durch GeistesWelt):

An alle, die uns mit ihren Kommentaren und Meinungen unterstützten! da die Zeitung nichts davon hält, die ganze Situation abzudrucken, wollen wir es nun richtig stellen. Es ging um eine Demonstration gegen Rassismus, an der wir nicht teilnahmen, zur Strafe mussten wir im Büro der Direktorin aufschreiben, was wir in der Spalte für soziales Verhalten auf dem Zeugnis stehen haben wollen. Wir schrieben, dass dies kein Grund für einen Eintrag auf dem Zeugnis wäre, und warum wir nicht teilnahmen. Wir sind gegen Rassismus, wenn es darum geht Menschen zu töten, zu schlagen oder auszugrenzen, nur weil sie Ausländer sind. Außerdem schrieben wir, dass man stolz auf sein Vaterland sein sollte, ohne als Nazi beschimpft zu werden, und das wir es gut fänden, die deutsche Art zu erhalten, deutsche Art, damit meinten wir die Kultur, Sprache, die Religion. Wir mussten uns vor der Direktorin rechtfertigen: auf was wollt ihr denn stolz sein in Deutschland? Geht ihr überhaupt in die Kirche? Als wir sagten, das wir es Weihnachten durchaus tun, wurde uns entgegnet, dass wir dies nur tun weil es dort “gemütlich” wäre. Wir entschuldigten uns zwar für die Wortwahl, doch uns wurde nazistisches Verhalten vorgeworfen, und das wir das gleiche Denkverhalten wie das der Menschen 1933 vorgewiesen hätten. Wir sollten den Vertrag durchlesen, und sagen, was wir davon nicht unterschreiben würden. Von unserer Seite, war nie die Rede von dem Vertrag gewesen, lediglich von der Demo! Den nächsten Tag mussten wir uns vor der Klasse rechtfertigen, wobei wir uns ziemlich bloßgestellt fühlten. Den Tag darauf lasen wir den Artikel über die Demo, in dem stand das wir nun Farbe bekennen müssten. Erst daraufhin wanten wir uns an die Zeitung, um nicht als Rassisten dazustehen. Was die Zeitung nicht abdruckte, dass wir laut der Direktorin den Schulfrieden durch unsere Einstellung stören würden, und das es bei unseren Mitschülern nicht ernst genommen wird, wenn sie nazistische Parolen durch die Schule rufen, bei uns jedoch schon, obwohl wir nie nazistische Parolen oder irgendwas dergleichen in den Mund nahmen. Wir möchten uns bei allen bedanken , die unsere Meinung öffentlich teilten, sowohl im Internet als auch in der Zeitung. Farina und Sarah

so sah es früher aus, als alle Jugendlichen in Deutschland gleichgeschaltet worden sind:

2 Comments »

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  1. Das Dilemma ist, dass die Mehrheit der deutschen Paedagogen nicht ueber das noetige Wissen verfuegt, um eine qualifizierte und fachgerechte Beschulung zu gewaehrleisten. Das ist auch kein Wunder, denn schliesslich sind sie selbst zu Opfern der deutschen Hochschulpolitk geworden, die die Philosophie der antiautoritaeren Erziehung eingefuehrt hat. Aufgrund des damit einhergehenden Werteverfalls, ist die Ideologie des Anarchismus zum Bildungsalltag geworden. Die Lehrkraft ist nicht mehr Vorbild und somit Respektsperson, sondern hinabgestiegen zum Anarchisten, der davon beseelt ist, seine politische Ideologie mit allen Mitteln seiner Macht durchzusetzen. Das ist letzlich auch die Ursache fuer die Entstehung der Null-Bock Mentalitaet, die zu den typischen Begleiterscheinungen der Anarchie gehoert. Wenn dann auch noch versucht wird, die grundgesetzlich (eine Verfassung gibt es in Deutschland ja nicht) garantierte politische Meinungsfreiheit der Untergebenen zu manipulieren, dann musss natuerlich mit Widerstand gerechnet werden. Das die Lehrkraefte der Martin-Luther-Schule versuchen, diesen Widerstand mit derart rigiden Methoden zu brechen, gehoert an den staatlichen Schulen in Deutschland schon seit Jahrzehnten zur staendigen Uebung. Deutschland hat es bis heute nicht geschafft, sich von den Fesseln des Marxismus oder des Nationalsozialismus zu befreien, weshalb eine ideologiefreie Erziehung an den staatlichen Schulen weiterhin nicht zu erwarten ist. Deutschland ist bis zum heutigen Tag ein totalitaerer Verwaltungsstaat geblieben, in dem die (Volks)parteien den Ton angeben - die freie Meinungsbildung des Einzelnen ist da nicht erwuenscht, wie die Zensur der staatlichen Medien in Deutschland deutlich aufzeigt. Die sozialistische Gleichschaltung, egal ob links (Marxismus) oder rechts (Nationalsozialismus), hat eben hoechste Prioritaet. Da beide Ideologien aber illusorische Utopien darstellen, die nicht nur undemokratisch und menschenverachtend sind, sondern auch das Naturgesetz der individuellen Selbstbestimmung missachten, ist deren endgueltiges Ende in einer globalen Welt vorprogrammiert. Der Gedanke, alle Voelker, Kulturen und Religionen der sozialistischen Ideologie unterwerfen zu wollen, ist unmoeglich zu realisieren - wie es auch den Geschichtsbuecher zweifelsfrei entnommen werden kann.

    Das die Martin-Luther-Schule politisch motivierte Demonstrationen als eine schulische Pflichtveranstaltung betrachtet, ist eine Beleidigung Martin Luthers und aller evangelisch-lutheranischen Christen, die eine derartige Verletzung der Menschenrechte kategorisch ablehnen. Es wird Zeit, dass sich die Schule zum Christentum bekennt und sich von dieser Beleidigung oeffentlich distanziert und entschuldigt. Anderenfalls sollte die Umbenennung der Schule die logische Konsequenz sein, denn Christen sind keine Sozialisten.

    Das Verhalten der Schulleiterin der Martin-Luther-Schule in Herten ist inakzeptabel und schaerfstens zu missbilligen, weshalb in einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat deren Entfernung aus dem Schuldienst zwingend geboten waere. Zudem waere eine strafrechtliche Ueberpruefung angeseigt, da aufgrund ihrer eigenen Angaben, zumindest der Straftatbestand der versuchten Noetigung anzunehmen ist. Da Deutschland aber noch weit von einem freiheitlichen demokratischen Rechtsstaat entfernt ist, wird die Angelegenheit fuer die Schulleiterin wohl folgenlos bleiben. Den Eltern der beiden Schuelerinnen waere jedoch dringlichst anzuraten, ihre Toechter an einer anderen Schule anzumelden, um weitere Nachteile auszuschliessen. Ich waere jedenfalls stolz darauf, wenn das meine Toechter waeren - und ihnen waere meine volle Unterstuetzung gewiss!

    Comment by Blog-Kommentar — February 1, 2007 @ on February 1, 2007 at 1:19 am.

  2. Der Labsus calami hat mal wieder zugeschlagen…

    “Zudem waere eine strafrechtliche Ueberpruefung angeseigt”

    Es muss natuerlich “angezeigt” heissen. Naja, bei der US-Tastatur liegen “s” und “z” ja nicht weit voneinander entfernt.

    Comment by Blog-Kommentar — February 1, 2007 @ on February 1, 2007 at 1:27 am.

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